Aktuell: Versatile Blogger Award

Es gab Zeiten, da kam pro Woche mindestens ein Award, Stöckchen oder sonstige Blogparade, sodass es fast schon ein wenig lästig wurde. Wenn dann allerdings mal etwas länger Pause ist, freut man sich umso mehr. Miss Booleana hat mich mit dem Versatile Blogger Award beehrt (noch einmal herzlichen Dank dafür). Die Regeln sind einfach: Ich muss sieben beliebige Fakten über mich preisgeben und dann meinerseits Blogs nominieren. Nun denn, frisch ans Werk.

1. Ich bin schon länger ein Tolkien- als ein Star-Wars-Fan. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann die jeweilige Franchiseliebe begann, ich weiß aber, dass ich Mittelerde schon länger kenne als die weit, weit entfernte Galaxis. Star Wars lernte ich natürlich durch die Sichtung der OT kennen, Mittelerde durch die Hörspiele des WDR, welcher den „Hobbit“ 1980 umsetzte und den „Herrn der Ringe“ (allerdings mit anderen Sprechern) 1991. Vor allem beim HdR-Hörspiel ist die Aussprache der Namen katastrophal und es herrscht ein gewisses Ungleichgewicht, so wurde der Anfang sehr ausführlich adaptiert (sogar die Tom-Bombadil-Episode ist vorhanden), während hinten raus sehr viel fehlt – das Hörspiel endet mit der Rückkehr der Hobbits ins Auenland und streicht die Säuberung und Frodos Fahrt nach Valinor ersatzlos, um nur das gravierendste Beispiel zu nennen. Als Kind wusste ich das freilich noch nicht und habe diese Hörspiele so lange gehört, bis ich sie auswendig kannte. Die Romane habe ich allerdings erst gelesen, als die HdR-Filmtrilogie näher rückte. Jedenfalls erinnere ich mich an ein einziges Detail meiner ersten Episode-IV-Sichtung: Als die Jawas zum ersten Mal auftauchten, dachte ich: „Die sehen aus wie Ringgeister im Kleinformat.“

2. Vielleicht, ich wiederhole, vielleicht wird bald eine meiner Kurzgeschichten tatsächlich publiziert. Sollte es dazu kommen werde ich das selbstverständlich hier aufgreifen und ein wenig schamlose Eigenwerbung machen.

3. Ich habe lange überlegt, wie ich meine religiösen Ansichten bezeichnen würde. Ich bin schließlich auf „Agonstiker mit Tendenz zu Atheismus und Kosmizismus“ gekommen. Das bedeutet im Klartext, dass ich an keinen Gott oder Götter glaube, die Existenz eines „höheren Wesens“, das uns an Wissen und Macht so weit überlegen ist, dass es uns wie ein Gott erscheint, aber nicht kategorisch ausschließe (das Universum ist groß). Die kosmizistische Philosophie (beide Daumen hoch für H. P. Lovecraft) besagt dass, sollte es derartige Wesen geben, sie uns gegenüber bestenfalls völlig gleichgültig und schlimmstenfalls feindlich gesinnt sind. Solange es aber keine eindeutigen Indizien für die Existenz eines solchen Wesens gibt, egal ob es sich um Jahwe, Cthulhu oder das fliegende Spagettimonster handelt, betrachte ich es als nichtexistent.

4. Wo wir gerade von Religion sprechen: Ich finde es nach wie vor sehr interessant, mich mit religiösen Thematiken zu beschäftigen. Ich habe gerade angefangen, mich verstärkt mit christlicher Mystik auseinanderzusetzen, auch weil ich denke, dass sich da einiges an Material findet, das sich später in andere Bahnen lenken lässt (zum Beispiel für eine potentielle Fortsetzung von Punkt 2 dieser Aufzählung).

5. Ich finde Netflix besser als Amazon Prime. Mir sagt die Benutzeroberfläche mehr zu, ich finde die Auswahl besser und nutze Netflix in größerem Ausmaß. Amazon Prime nutze ich zwar auch, aber eher sporadisch und für spezifische Serien, etwa „American Gods“. Wenn ich stöbern will oder nach einer neuen Serie suche, schaue ich zuerst auf Netflix und werde meistens auch fündig.

6. Ich finde Franchises, Franchisebildung und Franchiseentwicklung sehr faszinierend, mein Interesse daran ist eigentlich schon wissenschaftlich. Das gleiche gilt für den aktuellen Serientrend, sowohl was die wachsende Anzahl an qualitativ hochwertigen Serie angeht, als auch die Tendenz, Filmreihen immer mehr wie Fernsehserien zu gestalten. Das bedeutet beileibe nicht, dass ich alles gut heißen würde, was die geldgierigen Hollywoodstudios so treiben, im Gegenteil, aber faszinierend ist es definitiv, weshalb ich wohl auch das DCEU weiterverfolgen werde, obwohl es mich unendlich frustriert. Es gibt allerdings so ein paar Filmreihen, die nach wie vor wachsen und gedeihen, für die ich nicht einmal wissenschaftliche Neugier übrig habe, geschweige denn echtes Interesse. Dazu gehören vor allem „Transformers“ und „The Fast and the Furious“.

7. Ich bin der Meinung, dass George R. R. Martins „A Song of Ice and Fire“ das literarische Werk ist, das unsere Zeit und die gegenwärtigen Probleme und Zustände am besten einfängt. Das trifft besonders auf „A Feast for Crows“ und „A Dance with Dragons“ zu. Natürlich sind die in diesen Romanen geschilderten Zustände nicht wirklich neu (Martin wollte ja eigentlich nicht Romane schreiben, die die Gegenwart widerspiegeln, sondern ließ sich primär von Geschichte inspirieren, die sich bekanntermaßen immer wieder wiederholt, weil der Mensch ein äußerst lernresistentes Wesen ist), aber ich finde es schon faszinierend, wie anwendbar diese Werke auf die Gegenwart sind. Man hat mit Flüchtlingskrisen zu kämpfen, alte Ordnungen zerfallen, das Chaos greift um sich, religiöse Extremisten werden immer stärker, allerorts ergreifen autoritäre Egomanen die Macht und dann ist da noch eine Bedrohung am Horizont, um die man sich eigentlich kümmern sollte, die aber wegen im Grunde kleinlicher Konflikte ignoriert wird. Da behaupte noch einer, bei Fantasy handle es sich um Eskapismus.

Und hier meine Nominierungen:
Faemrael’s Portfolio
Score Geek
Mighty Movies/Xsehu Films
Xeledons Spiegel
Infernal Cinematic Affairs
Cinematographic Tides

Aktuell: Rogue-One-Countdown


Halloween ist vorbei, und obwohl eventuell noch der eine oder andere Nachtrag kommt, wird mein Fokus für den Rest des Jahres auf einem anderen Thema liegen: Mit „Rogue One: A Star Wars Story“ steht uns der erste SW-Realfilm bevor, der nicht Teil der Hauptsaga ist. Meine Erwartungen sind diesbezüglich etwas gespalten: Einerseits haben wir eine interessante Prämisse (ein SW-Kriegsfilm; die Episoden sind, trotz des Franchisenamens, doch allesamt Space-Operas), vielversprechende Trailer und einen ausgezeichneten Cast (Felicity Jones, Mads Mikkelsen, Ben Mendelson etc.), auf der anderen Seite sind aber einige der Hintergrundberichte doch zumindest beunruhigend: Während Re-Shoots bei großen Blockbustern normal sind, wurden bei „Rogue One“ angeblich etwa 40 Prozent des Films neu gedreht, was dann doch eher außergewöhnlich ist. Hat Gareth Edwards Mist gebaut? War Disney Edwards‘ Film zu wenig SW-typisch? Gab es bei Alexandre Desplat wirklich Terminschwierigkeiten oder hat man Michael Giacchino doch angeheuert, weil die Musik stärker nach Williams klingen sollte? Immerhin, der Star-Wars-Fan kann sich damit trösten, dass auch Episode IV eine ziemlich problematische Produktion war und wir wissen ja, was dabei herausgekommen ist: Hintergrundschwierigkeiten gehören bei SW-Filmen fast zur Tradition. Wie dem auch sei, ich hoffe und wünsche mir, dass „Rogue One“ gut und erfolgreich wird und Filmemachern ermöglicht, in Zukunft interessante und vielfältige Projekte im Rahmen der Spin-offs umzusetzen, die sich auf neue Konflikte und Figuren konzentrieren und nicht Elemente abarbeiten, die das nicht nötig haben. Bis die Antworten auf die hier gestellten Fragen kommen, werde ich mich noch einmal diverser Themen quer durch das Franchise annehmen, Romane, Musik, Animation, Kanon, Legends etc.

Aktuell: Podcast-Empfehlungen

Schon seit einigen Jahre finde ich immer größeren Gefallen am Medium „Podcast“ und habe eine ganze Reihe an Vertretern gefunden, die ich inzwischen sehr regelmäßig, oder doch zumindest semi-regelmäßig, höre – sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Dabei geht es natürlich um die üblichen Themen, über die ich auch hier schreibe. Nach so vielen Stunden der Unterhaltung empfehle ich meine Favoriten dann doch gerne auch mal weiter.

Radio Tatooine
Inzwischen nicht mehr der einzige, aber doch der erste deutsche Star-Wars-Podcast – und, trotz manchmal anders lautender Meinung der beiden Moderatoren Ben und Tim, ein sehr gelungener. Egal ob sie mit oder ohne Gäste über News, die Episoden (sehr, sehr, sehr ausführlich und tiefschürfend) oder andere Themen wie „The Clone Wars“ sprechen, die Meinungen sind immer interessant und differenziert. Und vor allem: Es gibt kein unreflektiertes Prequel-Bashing á la „alles an ihnen ist scheiße, George Lucas hat meine Kindheit zerstört“. Stattdessen werden mit viel Sachkenntnis die Stärken und Schwächen alle Episoden analysiert. Für EU-, bzw. SW-Literatur- und Comicfans wie mich ist auch das Spin-off „Der Buchclub“ sehr lohnenswert, in dem, wie könnte es anders sein, spezifisch auf  die Literatur aus der weit, weit entfernten Galaxis eingegangen wird.

Rebel Force Radio
Rebel Force Radio ist im englischsprachigen Raum so weit ich weiß DER Star-Wars-Podcast, in dem sich Jimmy Mac, Jason Swank und diverse Gäste über die weit, weit entfernte Galaxis diskutieren. Die Hauptserie ist schon sehr gelungen, das wirklich Highlight von RFR ist allerdings die Unterserie „Star Wars Oxygen“, in welcher Jimmy Mac und David W. Collins, der u.a. für LucasArts gearbeitet und in „The Force Unleashed“ dem Droiden PROXY seine Stimme geliehen hat, die SW-Musik von John Williams ausführlich und höchst unterhaltsam analysieren. Auch die Episoden-Kommentare mit Sam Witwer (SW-Experte und Stimme von Darth Maul in „The Clone Wars“ und „Rebels“ sowie Starkiller in „The Force Unleashed“ sind äußerst lohnenswert.

Soundcast
Ein englischer Filmmusik-Podcast, gehostet von Christopher Coleman. Zwischen Juli 2015 und Mai 2016 ist dort leider nicht viel passiert, aber inzwischen wurde das Format leicht abgeändert, statt der längeren Diskussionen mit mehreren Teilnehmern gibt es nun pro Woche eine Folge, die zwischen 30 und 45 Minuten lang ist und in der Coleman und Eric Woods, seines Zeichens ebenfalls passionierter Podcaster, über ein bestimmtes filmmusikalisches Thema sprechen, was auch sehr gut funktioniert. Die älteren Folgen sind immer noch auf der Seite zu finden und lohnen sich durchaus.

Sideshow Sound Theatre
Und gleich nochmal ein Filmmusik-Podcast: „Sideshow Sound Theatre“ wurden von den Komponisten Wendell Jones und Will Dodson ins Leben gerufen. Anders als beim Soundcast geht es hier eher um Analyse denn Kritik (das Sideshow-Team ist insgesamt sehr positiv). Inzwischen gibt es mehrere Unterserien, zum Beispiel „Score Guide“ (ausführliche Analyse eines bestimmten Scores), „Mouse Music“ (alles über Disney-Soundtracks) oder „In Defense Of“ (ein bestimmter Film/Score, der keinen allzu guten Ruf hat, wird verteidigt). Die Score-Analysen sind zum Teil recht technisch, was mich persönlich allerdings nicht wirklich stört.

Donalds Erben
Ein deutschsprachiger Podcast, gehostet von Disney-Fan und Blogger-Kollege Sidney Schering alias Sir Donnerbold, in dem er sich mit diversen Gästen über alle möglichen filmischen Themen unterhält, wobei der Fokus natürlich immer wieder stark auf Disney liegt. Aber auch abseits davon wird interessant über alle möglichen Filme und Filmreihen diskutiert. Leider ist hier seit Dezember 2015 nichts mehr passiert.

Talking Tolkien
Zwei Tolkien-Veteranen, Katie und John, und ein Neuling, Chase, der lediglich die Filme gesehen hat, lesen zusammen das „Silmarillion“, den „Hobbit“ und den „Herrn der Ringe“ und sprechen dann darüber. Gerade für Tolkien-Fans ein sehr lohnender (allerdings englischsprachiger Podcast. Gerade die Perspektive des Neulings ist immer interessant, besonders, wenn er nur mit Filmkenntnis das „Silmarillion“ liest. Vor allem empfehlenswert für alle jene, die sich tiefer mit der Materie beschäftigen wollen, aber am „Silmarillion“ gescheitert sind.

Der Batcast
Alles rund um den Dunklen Ritter, gehostet von Bernd alias Batcomputer, dem Betreiber der Seite batmannews.de. Primär stehen die Filme bzw. News zu den Filmen im Fokus (es gibt u.a. Besprechungen zu fast allen der Kinofilme, nur mit „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“ sind Bernd und Gäste noch nicht durchgekommen, weil „Batman V Superman: Dawn of Justice“ dazwischen kam), aber auch alle anderen Bat-relevanten Bereiche (Comics, Fernsehserien, Merchandise etc.) werden zumindest angerissen. Ein sehr gelungener deutscher Batman-Podcast.

Arkham Insiders/H. P. Podcraft
Ich führe beide Podcasts hier zusammen auf, da ich sie nur sporadisch höre und sie sich ziemlich gut ergänzen. „Arkham Insiders“ ist ein deutscher Podcast, der sich primär mit der Biographie H. P. Lovecrafts beschäftigt, während sich die Moderatoren des englischsprachigen „H. P. Podcraft“ stärker mit seinen Werken (sowie diversen anderen Werken der klassischen Schauerliteratur) auseinandersetzen. Wer sich für den Schriftsteller aus Providence interessiert, macht mit beiden Podcasts nichts falsch.

Hellraiser Podcast
Jetzt kommen wir langsam zu den wirklich obskuren Themen. Aber Hellraiser ist nun mal meine Lieblingshorrorfilmserie, die mit jedem Sequel immer schlechter wird, und auch dazu gibt es einen Podcast, in dem die Filme, Prosawerke und Comics von und inspiriert durch Clive Barker besprochen werden.

Aktuell: Erster Teaser-Trailer zu „Rogue One“


Die Idee von Spin-off-Filmen im Star-Wars-Universum finde ich toll: Wie das alte EU bewiesen hat, kann man in der weit weit entfernten Galaxis viele tolle Geschichten erzählen. Die bisher angekündigten Filme finde ich dagegen ein wenig unkreativ. Ein Han-Solo-Film müsste wegen mir nun nicht unbedingt sein, und auch ein Boba-Fett-Film (sollte es tatsächlich einer werden) ist für mich jetzt nicht das Nonplusultra. Die Ausnahme ist der erste dieser angekündigten Filme, der bereits dieses Jahr in die Kinos kommt und dessen ersten Teaser-Trailer wir heute bestaunen durften. „Rogue One: A Star Wars Story“ erzählt die Geschichte, wie die Rebellen die Pläne des ersten Todessterns erbeuten. Das ist zugegebenermaßen eine Geschichte, die im EU schon häufig erzählt wurde, die aber dennoch mehr Potential bietet als Spin-offs zu bekannten Figuren. Hier bietet sich die Chance auf neue, interessante Charaktere und Ereignisse. Und der Trailer bestätigt dieses Potential: Das sieht für mich fabelhaft aus. Felicity Jones, die sich hier als Jyn Erso vorstellt, wirkt sofort sympathisch und scheint mir eine Protagonistin zu sein, der ich hoffentlich gern folge, die auch mal ein wenig härter zupackt und die „Rebellion“ sehr wörtlich nimmt.

Auch sonst gibt es im Teaser viel zu entdecken, das Freude bereitet. So weit sich das sagen lässt, wirkt das OT-Setting sehr natürlich und passend, ohne erzwungen oder altbacken herüberzukommen. Wir sehen Mon Mothma, die wir in „Die Rache der Sith“ von Genevieve O’Reilly gespielt wird – sehr schön, Kontinuität UND Prequel-Einfluss. Ben Mendelsohn als Imperialer in weißer Uniform mit Umhang könnte auf einen Großadmiral hindeuten. Forest Withacker (immer gut) als Kriegsherr? Die imperiale Ehrengarde und jemand in Robe, der niederkniet? Ein Gastauftritt von Vader wurde ja bereits mehr oder weniger bestätigt, noch lieber würde ich allerdings sehen, wie Ian McDiamird als Darth Sidious/Imperator Palpatine zurückkehrt. Oh, und die Musik: Eine Klavierversion des Machtthemas am Anfang, und am Ende das Machtthema und den Imperialen Marsch im Kontrapunkt. Herrlich. Gänsehauterregend. Hoffentlich deutet das darauf hin, dass Alexandre Desplat sich dieser Themen auch im Film bedienen wird. Es muss nicht exzessiv sein, aber der Imperiale Marsch oder die Rebellenfanfare im richtigen Kontext könnten Wunder wirken. Das CGI ist vielleicht noch ein wenig verbesserungswürdig (die Effekte sind mit Sicherheit noch nicht alle fertig), aber insgesamt: Consider me hyped!

Aktuell: Kampf der Giganten

Batmanvsuperman
Am 24. März diesen Jahres startet „Batman V Superman: Dawn of Justice“ in den deutschen Kinos. Dieser Film weckt in mir sehr gemischte Gefühle. Einerseits warte ich darauf, Batman und Superman vereint auf der Leinwand zu sehen, seit ich ein Kind bin. Andererseits sind die Voraussetzungen nicht unbedingt rosig. „Man of Steel“, der Vorgängerfilm und Start des sog. „DC Extended Universe“ war eher mäßig (das Marvel Cinematic Universe hat mit „Iron Man“ einen weitaus besseren Debütfilm geliefert), und leider stecken hinter „Batman V Superman“ zum Großteil wieder dieselben kreativen Köpfe, wobei mir immerhin die Tatsache, dass Chris Terrio David Goyers Drehbuch ordentlich überarbeitet hat, Mut macht, denn das war in meinen Augen die größte Schwäche von „Man of Steel“. Ähnlich zwiespältig ist die Trailerlage: Die ersten beiden Teaser waren recht vielversprechend, der erste richtige Langtrailer dagegen nicht besonders. Ich möchte und hoffe, dass mir dieser Film gefällt, aber ich habe nach wie vor massive Zweifel.

Dennoch: Allein das Ereignis an sich sollte, unabhängig davon, wie das Ergebnis letztendlich ausfällt, gewürdigt werden. Bis zum Kinostart werde ich meinen Fokus deshalb in erster Linie auf Batman, Superman und das Verhältnis dieser beiden Figuren legen. Vielleicht kommt auch noch der eine oder andere Artikel zu Wonder Woman.

Aktuell: Mal wieder ein Liebster Award

Der Liebste Award geht mal wieder um, und die singende Lehrerin hat geworfen und mich damit getroffen. Auf das weiterreichen verzichte ich dieses Mal, weil ich gerade fürchterlich unkreativ bin und mir einfach keine Fragen einfallen wollen, die nicht schon in diesem Rahmen gestellt wurden.

1. Wie stehst du zum Selfie-Wahn?
Der Begriff „Selfie-Wahn“ trifft es ziemlich gut: Ich habe zwar viele Obsessionen, aber das ständige Selbstablichten ist keine von meinem, ich kann diesem Trend absolut nichts abgewinnen.

2. Couch Potato oder Fitness-Guru?
Eigentlich weder noch, aber dann doch eher mit Tendenz zu Ersterem.

3. Lässt du dich gerne von Hypes um gewisse Filme und Franchises anstecken?
Nein, gar nicht, überhaupt nie. Ich geh dann mal die Stunden bis zu meinem Kinobesuch von „Das Erwachen der Macht“ abzählen.

4. Advent und Weihnachten – Stress oder pure (Vor-)Freude?
Ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Um den Weihnachtsstress kommt man dann doch selten herum, weil alle anderen im Stress sind und einen anstecken. Gerade Einkaufen kann dann zur Tortur werden, selbst wenn es bei einem selbst eigentlich nicht so stressig wäre.

5. In welches Land würdest du eigentlich gerne einmal reisen, traust dich aber nicht so recht (Weil du Flugangst hast? Weil du Angst vor Krankheiten hast? Weil du niemanden hast, der dich begleiten würde? Weil die Sicherheitslage in diesem Land prekär ist? Weil das viel Geld kosten würde?…)?
Da gibt’s schon einige, etwa diverse beeindruckende Monumente der Menschheitsgeschichte. In der Umgebung von vielen davon ist es momentan allerdings gerade eher ungemütlich. Manchmal ist auch einfach Faulheit ein Grund.

6. Welches Lied musst du immer ganz laut aufdrehen, wenn du es anhörst?
For Frodo

7. Was vermisst du am meisten, wenn du einmal längere Zeit nicht bloggen kannst?
Das Schreiben und den Meinungsaustausch.

8. Wie bist du eigentlich auf den Namen deines Blogs gekommen?
Ich habe einfach meinen Lieblingsinternetnamen genommen.

9. Wissen deine ArbeitskollegInnen von deinem Blog?
Noch studiere ich.

10. Giltst du als Nerd in deinem Bekanntenkreis? Oder kannst du das an- und abschalten? Oder siehst du dich gar nicht als Nerd?
Nerd and proud.

11. Du veröffentlichst einen Artikel: Wann schaust du nach, ob du schon ein “Gefällt mir” oder einen Kommentar dazu bekommen hast? Sei ehrlich!
Ach, hin und wieder wirft man dann doch einen neugierigen Blick rein.

Aktuell: Das Erwachen von Warcraft


Es gibt zwei Neuigkeiten an der Trailer-Front. Zum einen wäre da vor allem ein ziemlich überraschender neuer Trailer zu „Das Erwachen der Macht“ für den asiatischen Raum – und das, wo J. J. Abrams erst vor Kurzem gesagt hat, es werde keinen weiteren Trailer mehr geben. Nun, vielleicht sollte man diesen neuen Trailer eher als Alternativversion des Letzten betrachten, denn es fällt auf, dass sie sich im Aufbau sehr ähneln: Rey auf Jakku, Kylo Ren im Zwiegespräch mit Darth Vaders Helm, Eindrücke von Wald- und Schneeplaneten und der finalen Schlacht, teilweise übereinstimmende Dialogzeilen – aber eben auch ziemlich viel an neuem Material, etwa kurze Eindrücke einiger erster Begegnungen (Rey und Finn, Rey und BB8), eine Francis-Ford-Coppola-Gedächtnis-Einstellung, Chewie in explosiver Laune und Nahaufnahmen von Kylo Rens Lichtschwert. Zwei Monate noch? Zu lang!


Und dann ist da noch der erste Trailer zu Duncan Jones‘ „Warcraft“. Ich habe zwar „World of Warcraft“ nie gespielt, den Strategievorgänger „Warcraft III“ habe ich allerdings heiß und innig geliebt, weshalb ich schon gewisse Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen habe. Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass der Film gut wird, denn sowohl an der High-Fantasy- als auch an der Spieleverfilmungsfront sieht die Lage nicht allzu rosig aus; dieser Film könnte Abhilfe schaffen.

Inhaltliche orientiert sich der Film wohl vor allem an „Warcraft“ und „Warcraft II“, im Zentrum scheint der Konflikt zwischen Menschen und Orks zu stehen; Letztere gelangen durch das Dunkle Portal aus ihrer Welt Draenor, die im Sterben liegt, nach Azeroth. Einerseits ist das ein bisschen schade, da ich schon gerne Untote oder Nachtelfen gesehen hätte, andererseits aber wohl die beste Entscheidung, um Zuschauer, die mit der Welt nicht vertraut sind, nicht zu überfordern und sich nicht von Anfang an zu verzetteln. Ich denke, ein starker Fokus tut dem Film gut – wenn er erfolgreich ist, bleibt immer noch genug Zeit, die anderen Völker zu erforschen (ich persönlich hoffe ja auf einen Film, der Arthas‘ Aufstieg zum Lichkönig erzählt).

Rein optisch macht der Trailer definitiv etwas her und schafft es ziemlich gut, die Stimmung und Atmosphäre der Spiele einzufangen. Das Ganze sieht zwar etwas nach Render-Sequenz aus, aber bei einer Warcraft-Verfilmung war das einerseits zu erwarten und stört mich andererseits bei Weitem nicht so sehr wie bei der Hobbit-Trilogie. Während Peter Jackson Mittelerde in der HdR-Trilogie als Welt konzipiert hat, die sich sehr real anfühlt, war Azeroth schon immer von Exzess und Übertreibung dominiert. Vielleicht wäre ein ein reiner Animationsfilm im Stil der Intro-Sequenzen letztendlich sogar die bessere Wahl gewesen. Aber nun ja, warten wir’s ab.

Das Element, das mir momentan am meisten Sorgen macht, ist der Komponist. Warcraft hatte musikalisch schon immer einen ziemlich distinktiven Sound: Gnadenloser Bombast, aber Bombast mit Substanz und einigen ziemlich kreativen Ideen, der sofort als Warcraft-Musik zu erkennen war. Ramin Djawadi klingt aber nun mal leider nach Hans Zimmer, und ich befürchte, dass der Score des Films ziemlich generisch wird, da Djawadis stilistische Bandbreite doch eher beschränkt ist. Ich will nicht, dass „Warcraft“ wie „Game of Thrones“ oder „Dracula Untold“ klingt, ich will, dass „Warcraft“ nach „Warcraft“ klingt.