Aktuell: Rogue-One-Countdown


Halloween ist vorbei, und obwohl eventuell noch der eine oder andere Nachtrag kommt, wird mein Fokus für den Rest des Jahres auf einem anderen Thema liegen: Mit „Rogue One: A Star Wars Story“ steht uns der erste SW-Realfilm bevor, der nicht Teil der Hauptsaga ist. Meine Erwartungen sind diesbezüglich etwas gespalten: Einerseits haben wir eine interessante Prämisse (ein SW-Kriegsfilm; die Episoden sind, trotz des Franchisenamens, doch allesamt Space-Operas), vielversprechende Trailer und einen ausgezeichneten Cast (Felicity Jones, Mads Mikkelsen, Ben Mendelson etc.), auf der anderen Seite sind aber einige der Hintergrundberichte doch zumindest beunruhigend: Während Re-Shoots bei großen Blockbustern normal sind, wurden bei „Rogue One“ angeblich etwa 40 Prozent des Films neu gedreht, was dann doch eher außergewöhnlich ist. Hat Gareth Edwards Mist gebaut? War Disney Edwards‘ Film zu wenig SW-typisch? Gab es bei Alexandre Desplat wirklich Terminschwierigkeiten oder hat man Michael Giacchino doch angeheuert, weil die Musik stärker nach Williams klingen sollte? Immerhin, der Star-Wars-Fan kann sich damit trösten, dass auch Episode IV eine ziemlich problematische Produktion war und wir wissen ja, was dabei herausgekommen ist: Hintergrundschwierigkeiten gehören bei SW-Filmen fast zur Tradition. Wie dem auch sei, ich hoffe und wünsche mir, dass „Rogue One“ gut und erfolgreich wird und Filmemachern ermöglicht, in Zukunft interessante und vielfältige Projekte im Rahmen der Spin-offs umzusetzen, die sich auf neue Konflikte und Figuren konzentrieren und nicht Elemente abarbeiten, die das nicht nötig haben. Bis die Antworten auf die hier gestellten Fragen kommen, werde ich mich noch einmal diverser Themen quer durch das Franchise annehmen, Romane, Musik, Animation, Kanon, Legends etc.

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6 Kommentare zu “Aktuell: Rogue-One-Countdown

  1. xsehu sagt:

    Hab den Trailer vorgestern vor Doctor Strange erstmals auf der ganz großen Leinwand gesehn – ein permanentes Gefühl von Gänsehaut
    ich freu mich mega drauf 😀

    und selbst wenn er und die kommenden Müll sein sollten, Star Wars an und für sich als die Geschichte von Aufstieg und Fall Anakin Skywalkers steht auserzählt im Regal, alles was jetzt noch kommt ist eine nette Dreingabe

    • hemator sagt:

      „und selbst wenn er und die kommenden Müll sein sollten, Star Wars an und für sich als die Geschichte von Aufstieg und Fall Anakin Skywalkers steht auserzählt im Regal, alles was jetzt noch kommt ist eine nette Dreingabe“

      Ja und nein. Spezifisch dem letzten Halbsatz würde ich persönlich nicht unbedingt zustimmen, aber das hängt auch mit meinem persönlichen Blickwinkel zusammen. Während die sechs Episoden für viele (und das auch durchaus berechtigt) der Kern von SW sind, waren sie für mich immer eher ein Startpunkt, eine wichtige Geschichte zweifelsohne, aber doch „nur“ eine Geschichte und nicht DIE Geschichte. Ich denke, da ist noch mehr Potential da und wäre sehr enttäuscht, wenn man das nicht nutzen würde. Aber andererseits trifft das, was du über Anakin Skywalkers Geschichte gesagt hast, auch auf die diversen EU-Werke zu, von denen manche für mich einen ähnlichen Stellenwert wie besagter Aufstieg und Fall. Wie auch immer, es wäre auf jeden Fall schön, wenn „Rogue One“ etwas wird 😉 Was mich an den Trailern auch sehr anspricht, ist, dass sie in meinen Augen optisch und atmosphärisch so wirken, als hätte man tatsächlich ein Stück EU genommen und es umgesetzt – ich hoffe, dieses Gefühl bleibt erhalten.

      • xsehu sagt:

        Die Fasziation von Star Wars ist v.a. diese unfassbare Tiefe des Universums. Du siehst eine Figur vielleicht 30 Sekunden auf dem Bildschirm – wenn überhaupt – und trotzdem hast du irgendwo in einem Roman, einem Comic oder Videospiel ihren vollständigen Werdegang niedergeschrieben. Gerade während meiner Kindheit und Teenager-Jahre habe ich sehr große Teile des EUs verschlungen, entsprechend kann ich da deinen Standpunkt nachvollziehen
        allerdings habe ich damals schon mehr oder weniger eine Art persönlichen Kanon kreiert, v.a. da insbesondere die älteren Romane doch von sehr schwankender Qualität waren. Bspw. Skywalkers Rückkehr oder der Pakt von Bakura sind für mich Bücher, die zwar irgendwie irgendwo stattfanden, aber sie spielen nicht wirklich eine Rolle. Das tun die Klonkriegsromane, die Thrawn-Trilogie, die Erbe der Jedi Reihe usw usf
        hinzu kommen noch die zahllosen kleineren Ungereimtheiten zwischen den einzelnen Werken, wenn Adi Gallia in einem Comic von Grievous getötet wird, nur um in The Clone Wars an anderer Stelle aufzutauchen. Wen Shaak Tie sogar ganze dreimal sterben darf (Cutscene RotS durch Grievous, Roman RotS durch Anakin, The Force Unleashed). Und da kommt man halt zurück zur Basis: Die Filme (also Cutscenes ausgenommen 😀 ) stehen nicht zur Debatte und sind der Kern der Geschichte
        und einmal hiervon ausgehend, v.a. aber von der Struktur ausgehend sind und waren für mich schon immer die Filme der zentrale und wichtigste Inhalt: Star Wars ist eine sehr klassische, eine mythologische Geschichte über den Aufstieg und Fall eines tragischen Helden. Star Wars ist auch viel mehr Märchen und Fantasy als Science-Fiction, es ist eine alte griechische Tragödie, exotische Reiseberichte und der Kampf Gut gegen Böse im Weltraum. Und unter Strich, kommt quasi jedes einzelne Werk in irgendeiner Form wieder auf die Filme zurück – und, um wieder zum Begin zurückzukommen: Star Wars ist für mich die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Anakin Skywalkers – mit abertausenden Dreingaben

  2. Curima sagt:

    Hach, Rogue One. Ich bin ja so geflasht von den Trailern und Infoschnipseln, ich weiß gar nicht, wie ich meine Erwartungen eigentlich halbwegs unten halten soll, um nicht am Ende total enttäuscht zu werden.

    Am Dienstag erscheint ja noch der Tie-In Roman Catalyst … den werd ich dann wohl auch noch vorher lesen. Und auf den Film bin ich unglaublich gespannt.

    • hemator sagt:

      Auf „Catalyst“ bin ich ebenfalls sehr gespannt, der steht definitiv auch auf meiner Liste. Immerhin hat James Luceno mit „Darth Plagueis“ einen meiner absoluten Lieblings-SW-Romane verfasst, und auch seine anderen Prequel- bzw. Dark-Times-Romane fand ich ziemlich gelungen, selbst „Tarkin“. Da gab es zwar einige Schwächen, aber ich denke, die sind eher auf die Lucasfilm-Storygroup zurückzuführen und nicht auf Luceno selbst.

      • Curima sagt:

        Ich kenne noch nix von Luceno. Aber ich hab ja auch erst 2 SW-Romane gelesen *g*. Wobei ich von dem Ahsoka-Roman ja maßlos enttäuscht war.

        Was ich von den ganzen Re-Shoots halten soll, weiß ich auch nicht so richtig. Wobei ich jetzt z. B. das Panel von der SWCE schon sehr toll fand und der Regisseur auch ehrlich begeistert wirkte. Naja, man wird es ja sehen. Musikalisch fand ich die Trailer ja auch sehr cool, vor allem diese Klavier-Variante vom Imperial March.

        Fast am meisten freue ich mich ja auf Saw Gerrera, weil ich es so großartig finde, dass ein Charakter aus Clone Wars es in einen Realfilm geschafft hat. Ich bin sehr gespannt, wie groß seine Rolle sein wird und was man noch über ihn erfahren wird.

        (Und Jyn Erso ist die erste weibliche SW-Heldin, die einfach aussieht, als wäre sie mit ihrer Frisur morgens so aufgewacht. Das finde ich sehr großartig.)

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