Alien: Covenant – Ausführliche Rezension

Enthält Spoiler!
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Mit „Alien: Covenant“, Ridley Scotts drittem Film aus dem Alien-Franchise, haben wir mal wieder ein Werk, das, ähnlich wie „Suicide Squad“ und „Logan“, eine ausführliche Betrachtung rechtfertigt. Es gilt die gleiche Vorgehensweise wie bei diesen beiden Artikeln: Im Folgenden ist mein spoilerfreies Fazit zum Film zu lesen, danach nehme ich keine Rücksicht mehr. Nun denn: Oberflächlich betrachtet ist „Alien: Covenant“ ein spannender Sci-Fi-Horror-Film; Ridley Scott versteht ohne Zweifel sein Handwerk. Die Bilder sind atemberaubend, die Atmosphäre ist exzellent konstruiert, auch dramaturgisch und strukturell gibt es wenig zu meckern. Problematisch wird es allerdings, wenn man die Oberfläche hinter sich lässt und tiefer in die Materie eindringt. Das betrifft sowohl die Figurenzeichnung als auch die mythologische Dimension, was letztendlich dafür sorgt, dass „Alien: Covenant“ weder als Sequel zu „Prometheus“ noch als Prequel zu „Alien“ so richtig funktioniert und vor allem für Fans der ursprünglichen Filme ziemlich frustrierend sein dürfte.

Handlung
Im Jahr 2106, elf Jahre nach den Ereignissen von „Prometheus“, befindet sich das Kolonisationsschiff Covenant, bemannt mit einer Crew aus Pärchen sowie 2000 Kolonisten im Cryoschlaf und 1000 Embryos, auf dem Weg nach Origae-6. Lediglich der Androide Walter (Michael Fassbender) ist wach und sorgt dafür, dass alles klappt. Unglücklicherweise kann er nichts gegen einen Weltraumsturm und die dadurch ausgelöste Neutrinoexplosion tun, die den Captain der Covenant (James Franco in einem kleinen Cameo-Auftritt) das Leben kostet. Somit ruht die Last der Verantwortung auf den Schultern des gläubigen ersten Offiziers Christopher Oram (Billy Crudup), der nun als Captain übernimmt und Daniels Branson (Katherine Waterston), Terraforming-Expertin und Witwe des Verstorbenen, zur neuen ersten Offizieren macht. Noch bevor die Covenant ihre Reise fortsetzen kann, erreicht sie ein merkwürdiges Signal von einem anderen Planeten, der sich sogar noch weitaus besser für die Kolonisation eignet als Origae-6. Oram entscheidet schließlich, das Risiko einzugehen, dem Ruf zu folgen und den Planeten zu erforschen. Er selbst, Branson und neun weitere Besatzungsmitglieder, inklusive Orams Frau Karine (Carmen Ejogo) und des Androiden Walter, begeben sich zur Oberfläche und entdecken eine üppig bewachsene Welt. Schon bald kommt es jedoch zu Unstimmigkeiten: Zwar ist pflanzliches Leben im Übermaß vorhanden, aber kein tierisches. Das Team stößt auf ein abgestürztes Alien-Schiff, auf dem sich Spuren der Prometheus-Expedition finden, was nahelegt, dass ein Mitglied der Besatzung dieses Schiffes für das Signal verantwortlich ist. Unglücklicherweise atmen zwei der Expeditionsteilnehmer merkwürdige Sporen ein, die sie krank machen, bis schließlich eine mörderische, bleiche Kreatur aus ihnen herausbricht und die Crew noch weiter dezimiert. Erst ein merkwürdiger Fremder kann die Aliens vertreiben. Bei diesem Fremden handelt es sich um das letzte Überbleibsel der Prometheus-Expedition, den Androiden David (nochmal Michael Fassbender). David bringt die Überlebenden zu einer mysteriösen Stadt, in der sie vorerst in Sicherheit zu sein scheinen. Doch schon bald müssen Branson und Oram feststellen, dass David und Walter zwar gleich aussehen, aber völlig unterschiedlich ticken…

Sequel vs. Prequel
Die Reaktionen auf „Prometheus“ waren insgesamt eher negativ, was sich dann auch stark in der Konzeption dieser Fortsetzung niederschlug. Es gibt viel, das man an diesem Film zurecht kritisieren kann, einer der Hauptkritikpunkte war im Grunde jedoch der Mangel an Xenomorphs – hier gingen die Vorstellungen von Ridley Scott und die Wünsche der Fans deutlich auseinander. Zwar gab es mit dem Trilobiten und dem Deacon einen Proto-Facehugger und ein Proto-Xenomorph, doch deren Auftritte sind nicht nur sehr kurz, sondern haben auch kaum Auswirkungen auf die eigentliche Handlung und wirken eher wie eine Last-Minute-Entscheidung, nach dem Motto: „Sollte nicht irgendwo in diesem Film ein Alien auftauchen?“ Ridley Scott war wohl viel eher daran interessiert, die Hintergründe des abgestürzten Schiffes zu erläutern und sich mit Themen wie Schöpfer und Schöpfung, Herkunft der Menschheit etc. auseinanderzusetzen.

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Die Konstrukteure in „Alien: Covenant“ (Bildquelle)

„Alien: Covenant“ soll nun eine inhaltliche Brücke zwischen „Prometheus“ und „Alien“ schlagen. Ich bin mir ziemlich sicher (Ridley Scott hat das in Interviews praktisch bestätigt), dass die ursprünglichen Pläne eines Prometheus-Sequels anders ausgehen hätten. Zwar werden die philosophischen Gedankengänge des Vorgängers durchaus fortgesetzt, das Verhältnis zwischen Schöpfer und Schöpfung ist nach wie vor DAS dominante Thema des Films, inhaltlich gibt es aber einen sehr deutlichen Bruch. Der Plot in „Prometheus“ dreht sich um die Konstrukteure, die mysteriösen außerirdischen Schöpfer der Menschheit, die dieser wohl nun den Gar ausmachen wollen; weshalb erklärte der Film aber nicht wirklich. Nicht nur liefert „Covenant“ ebenfalls keine Antwort auf diese Frage, die Konstrukteure werden in einem kurzen Flashback abgehandelt und sind bereits zu Beginn des Films ausgelöscht Natürlich könnte es im Universum anderswo noch mehr von ihnen geben, zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiß man aber nicht mehr; und dann wäre da auch noch der Umstand, dass sich das Design der Covenant-Konstrukteure deutlich von dem der Prometheus-Exemplare unterscheidet. Die Thematik des Films wird jedenfalls fast ausschließlich über David abgehandelt, der sowohl Geschöpf als auch Schöpfer ist (zu ihm später mehr). Ein paar Details, die die Lücke zwischen „Prometheus“ und „Covenant“ immerhin ansatzweise schließen, gibt es im Online-Prolog „The Crossing“, in dem auch Noomi Rapace noch einmal als lebendige Elizabeth Shaw zu sehen ist.

Rein handlungstechnisch sind sich „Alien“, „Prometheus“ und „Alien: Covenant“ ohnehin alle ziemlich ähnlich, der Grundplot ist eigentlich jedes Mal derselbe, wobei „Alien“ ihn am besten ausführt, während die anderen beiden einen komplexeren thematischen Überbau haben, wobei dieser bei „Prometheus“ vielleicht zu sehr im Zentrum steht. „Covenant“ nähert sich „Alien“ vor allem im dritten Akt ziemlich. Abermals haben wir die klassische Situation: Ein Xenomorph ist auf dem Schiff und versucht, nach und nach alles niederzumetzeln, was sich bewegt. Das Problem dabei ist, dass die Prometheus-Sequel-Elemente und die Alien-Prequel-Elemente alle nicht so recht ineinandergreifen wollen, sodass fast der Eindruck entsteht, es würde noch ein kompletter Film zwischen „Prometheus“ und „Covenant“ fehlen.

Figuren und Darsteller
Einer der Gründe, weshalb „Alien“ so gut funktioniert, sind die Figuren, die sich in ihrem Zusammenspiel äußerst authentisch anfühlen und ausgezeichnet miteinander interagieren. Bei „Prometheus“ war das, gelinde gesagt, nicht der Fall. Es ist schon ein bisschen her, dass ich „Prometheus“ gesehen habe, aber ich weiß kaum etwas über die Figuren, und sonst kann ich mir Figurennamen und -konstellationen recht gut merken. Natürlich erinnere ich mich noch an Elizabeth Shaw und David. Da war noch Guy Pearce als Firmengründer von Wayland mit schlechtem Senioren-Make-up, Charlize Theron hat mitgespielt und es gab noch einige nervende Wissenschaftler, von denen einer aussah wie Tom Hardy. „Alien: Covenant“ ist in mancher Hinsicht ein wenig besser, es wirkt immerhin so, als hätten sich die Drehbuchschreiber John Logan und Dante Harper zumindest bemüht, ihre Figuren etwas besser oder doch zumindest weniger nervig zu gestalten, wobei der Umstand, dass wir sie direkt in einer Krise kennenlernen, nicht unbedingt dafür sorgt, dass sie besser im Gedächtnis bleiben. Auch zur Covenant-Crew gibt es einen Prolog, der als Eröffnungsszene des Films vielleicht gar nicht so verkehrt gewesen wäre.

Wie sich im Verlauf des Films leider zeigt, ist die Covenant-Crew nicht unbedingt intelligenter oder kompetenter als die Prometheus-Crew. Dennoch, der gläubige Oram, die mit der Trauer um den Verlust ihres Mannes ringende Branson – das sind zumindest interessante Ansätze, die aber leider kaum ausgeschöpft werden. Die meisten anderen Besatzungsmitglieder der Covenant bleiben profillos und sind vor allem dazu da, um eines äußerst unangenehmen Todes zu sterben (abermals mit einer Ausnahme – wie gesagt, Michael Fassbender als David und Walter wird weiter unten besprochen). Aliens platzen ihnen aus dem Rücken und der Brust, sie werden gefressen oder, besonders heimtückisch, beim Sex unter der Dusche gemeuchelt. Die Leistungen der Schauspieler sind eigentlich durchgehend funktional, aber nicht herausragend. Billy Crudup fand ich in seiner Rolle recht überzeugend, auch Katherine Waterston, die nun schon in ihrem zweiten großen Franchise-Blockbuster mitspielt, ist in Ordnung. Daniels Branson fehlt allerdings die liebenswerte Verschrobenheit, die Waterston in „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ anbringen durfte. Somit bleibt auch die neue Alien-Protagonistin eher auf der funktionalen Seite. So ungern ich diesen Vergleich auch anbringe: Sie kann Ellen Ripley einfach nicht das Wasser reichen.

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Das Xenomorph in „Alien Covenant“: Fast, aber noch nicht ganz (Bildquelle)

Wie setzt man das ikonische Xenomorph am besten ein? Es gibt im Grunde zwei Vorlagen, alle anderen Filme orientieren sich an ihnen oder versuchen, eine Balance zwischen ihnen zu finden. In „Alien“ gibt es eine Kreatur, mit der Ripley Katz und Maus spielt – der Horror dominiert. In „Aliens“ gibt es viele Kreaturen, die in größere Zahl niedergemäht werden, und die Königin, die als Endgegner fungiert – die Action dominiert, das einzelne Xenomorph verliert seinen Schrecken, wenn es im Rudel auftritt und mit großkalibrigen Waffen niedergemäht wird. In „Alien: Covenant“ gibt es zwar mehr als ein Alien, aber Scott orientiert sich doch viel eher an seinem ursprünglichen Film als an James Camerons Sequel. Neben dem klassischen Xenomorph gibt es auch eine neue Variante, das sog. „Neomorph“, das eine ähnliche Körperform wie die ikonische Verwandtschaft aufweist (keine Augen, langgezogener Schädel), aber über keinerlei biomechanische Elemente verfügt, sondern eine glatte, weiße Haut hat. Diese Kreatur, die durch Sporeninfektion entsteht und nicht aus dem Brustkorb, sondern aus dem Rücken hervorbricht, soll den Zuschauer wohl über Wasser halten, bis im dritten Akt das tatsächliche Xenomorph auftaucht – oder zumindest ein sehr naher Vorgänger. Es gibt ein paar Designunterschiede, die Kreatur ist noch nicht ganz das Wesen, mit dem sich Ripley ein paar Jahrzehnte später herumärgern muss, aber es ist doch schon sehr nahe dran. Aufgrund des technischen Fortschritts kann Scott es sich erlauben, sehr viel mehr mit dem Xenomorph anzustellen als 1979 – damals musste er das Alien sehr sparsam einsetzen, da es sich um Schauspieler im Anzug handelte. Zu viel oder die falsche Belichtung konnte die Illusion und den Horror nachhaltig zerstören, weshalb das Alien meistens im Dunklen auftauchte oder bestenfalls teilweise oder ungenau zu sehen war. Anders die Aliens in „Covenant“. Immerhin verließ sich Scott nicht ausschließlich auf CGI und Motion Capture, sondern ließ tatsächlich auch Darsteller in Anzügen aufmarschieren.

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Ein Neomorph beim Frühstück (Bildquelle)

Was „Alien: Covenant“ für einen Hardcore-Fan des Franchise allerdings den Rücken brechen dürfte, ist nicht der eigentliche Einsatz der Xenomorphs, sondern der Umstand, dass Scott hier tatsächlich zeigt, woher die ikonischen Kreaturen kommen: David war’s. Ich selbst betrachte mich bestenfalls als „Casual Fan“ der Alien-Filme, aber auch ich finde es doch relativ banal, dass ein abtrünniger Androide letztendlich für die Erschaffung des Xenomorph verantwortlich ist. Die Frage ist nun, ob „Alien: Covenant“ diesbezüglich tatsächlich das letzte Wort ist, denn einerseits bleiben noch eine ganze Menge Fragen offen und anderseits ist da das Relief im Konstrukteur-Schiff in „Prometheus“, das einen Xenomorph zeigt, lange bevor diese laut „Covenant“ von David erschaffen werden. Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb: „Alien“ ist gerade deshalb so wirkungsvoll, auch als Kosmische Horrorgeschichte, weil es eben rätselhaft bleibt, woher diese Kreatur kommt.

Paradise Lost
Kommen wir nun zur mit Abstand interessantesten Figur nicht nur dieses Films, sondern auch des Vorgängers. Durch „Prometheus“ bekam das Alien-Franchise eine mythologische Dimension, die bis dahin fehlte oder bestenfalls in subtilen Andeutungen vorhanden war. Schon der Titel, obwohl er sich oberflächlich betrachtet auf das Schiff bezieht, das die Wissenschaftler nach LV-223 bringt, verweist auf die griechische Mythologie und den Titanen Prometheus, der den Menschen das Feuer bringt (und sie in manchen Versionen sogar erschaffen hat) und dafür von Zeus bestraft wird. Wie bereits erwähnt ist die Schöpfer/Schöpfung-Thematik in „Prometheus“ dominant: Die Konstrukteure erschaffen die Menschen, die Menschen erschaffen Androiden und alle drei erschaffen durch Zufälle, böse Absichten und den unvorsichtigen Umgang mit einer schwarzen Flüssigkeit diverse Monstrositäten. „Alien: Covenant“ greift die Thematik auf, bewegt sich aber in eine andere mythologische Richtung, dieses Mal mit christlichen Implikationen. Ursprünglich sollte „Covenant“ den Titel „Paradise Lost“ tragen, bevor sich Ridley Scott (oder die Studioverantwortlichen) dafür entschieden, abermals den Namen des Schiffs, das die Protagonisten zu den Aliens bringt, zu verwenden. Auch „Covenant“ verweist auf christliche bzw. jüdische Mythologie, damit ist das Abkommen zwischen Gott und dem Volk Israel gemeint, das mit der Bundeslade („Ark of the Covenant“) besiegelt wird. Ich persönlich denke allerdings, dass „Paradise Lost“ tatsächlich der passendere Titel ist, da er inhaltlich und thematisch weitaus besser zum Endprodukt passt. Zum Einen landen die Kolonisten tatsächlich in einem verlorenen Paradies, nämlich der nun leeren Heimatwelt der Konstrukteure (viele Rezensenten haben offenbar nicht ganz verstanden, dass der Planet aus „Covenant“ nicht LV-223 ist) und zum Anderen liefert der Verweis auf John Miltons berühmtes Gedicht mit demselben Namen einen Interpretationsschlüssel. David ist praktisch Satan, der gegen seine Schöpfer rebelliert. Zuerst vernichtet er die Schöpfer seiner Schöpfer, um anschließend selbst schöpferisch tätig zu werden und den perfekten Organismus zu kreieren. Definitiv eine interessante Entwicklung, besonders für einen Androiden. David bekommt mit Walter ein Gegenstück, das optimiert wurde, indem es weniger menschliche und somit auch weniger selbstständig ist. Besonders die Interaktion der beiden identischen Androiden ist faszinierend (und zeigt, was für ein grandioser Schauspieler Michael Fassbender ist), auch wenn der folgende Austausch (David gibt sich als Walter aus) nicht nur vorhersehbar, sondern auch etwas unmotiviert ist und Logiklöcher oder zumindest Klärungsbedarf hinterlässt. Apropos: Davids Motivation für die ganzen genetischen Experimente, ebenso wie das damit zusammenhängende Endziel, bleibt auch etwas nebulös. Frustration mit seinen eigenen Schöpfern ist die offensichtlichste Möglichkeit, es könnte aber auch mit schierer Langeweile zusammenhängen. Insgesamt bleibt in Bezug auf David vieles nach wie vor unklar, auch was seine Beziehung zu Elizabeth Shaw angeht: Hat er sie wirklich selbst getötet? Und gibt es eine definitive, überzeugende Antwort auf die unzähligen offenen Fragen oder sind die Autoren einfach nur faul und schlampig?

Die beiden Szenen des Films, die mir persönlich am besten gefallen haben, waren die Anfangs- und die Schlussszene, weil sie einen schönen Rahmen bilden und der mythologischen Komponente des Films noch eine zusätzliche Ebene verleihen. Am Anfang sehen wir, wie sich Peter Wayland, gespielt von Guy Pearce ohne schlechte Seniorenmaske, mit einem frisch geschaffenen David über die Schöpferthematik unterhält. Dabei spielt David ein Stück von Richard Wagner, Einzug der Götter in Walhall aus dem „Rheingold“ auf dem Klavier. Dieses Stück kehrt in der Schlussszene zurück, als sich David mit den Kolonisten im Cryoschlaf, den menschlichen Embryos sowie zwei Facehugger-Embryos zum eigentlichen Ziel der Mission, Origae-6, begibt. Hierdurch wird nach der griechischen und der jüdisch-christlichen nun auch die nordisch-germanische Mythologie miteinbezogen, wenn auch nur sehr implizit. Vielleicht handelt es sich um eine Vorausdeutung auf die Thematik des geplanten Sequels von „Alien: Covenant“.

Der Score
Ursprünglich sollte Harry Gregson-Williams, der bereits ein Thema zu „Prometheus“ beisteuerte, den Score für „Alien: Covenant“ komponieren, er wurde dann allerdings kurzfristig durch Jed Kurzel ersetzt. Nach seinem katastrophalen Score zur Spieleadaption „Assassin’s Creed“ hatte ich da ziemliche Bedenken, aber für „Alien: Covenant“ hat Kurzel eine sehr kompetente Arbeit abgeliefert. Die bisherigen Scores des Alien-Franchise waren alle sehr eigenständig und individuell – das gilt in besonderem Maße für die beiden Sequel-Scores von James Horner und Elliot Goldenthal, die nur wenig oder keinen Bezug zu Goldsmiths Arbeit haben. Kurzel dagegen orientiert sich sehr stark am Alien-Score, sowohl das Hauptthema als auch das alternierende Zeit-Motiv, dessen sich auch Horner bediente, werden in „Covenant“ ausgiebig verwendet. Stilistisch verhält es sich ähnlich, die oft dissonante Suspense-Musik steht definitiv in der Tradition des ersten Alien-Scores. Erfreulicherweise vergisst Kurzel „Prometheus“ nicht und arbeitet Gregson-Williams‘ Life-Thema in den Score ein. Insgesamt ist die Musik von „Alien: Covenant“ zwar nicht so frisch und innovativ, wie es andere Soundtracks der Reihe waren, weiß aber durch die clevere Verarbeitung der Themen von Goldsmith und Gregson-Williams zu gefallen.

Fazit
Oberflächlich betrachtet liefert „Alien: Covenant“ das, was vielen Fans des Franchise in „Prometheus“ zu fehlen schien: Horror, Blut, Suspense und natürlich Xenomorphs, die Menschen metzeln. Unter eingehender Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass Scott abermals mit denselben Problemen ringt wie beim Vorgänger: Über die philosophischen und thematischen Ambitionen vergessen Regisseur und Autoren, die Charaktere interessant und erinnerungswürdig und den Plot kohärent und logisch zu gestalten. Mehr noch, ihnen entgeht, was das Franchise für viele ursprünglich so anziehend gemacht hat: Das Mysterium. Während die Fragen nach Schöpfer, Schöpfung und Herkunft definitiv interessant sind, gelingt es Scott nicht, diese angemessen zu bearbeiten. Indem er die ikonischen Aliens mehr oder weniger zu einem Nebenprodukt der Ambitionen eines satanischen Androiden macht, banalisiert er diese ikonischen Filmmonster. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass die meisten Liebhaber des Xenomorph lieber die abgesagte Fortsetzung der ursprünglichen Filme von Neill Blomkamp als ein entmystifizierendes Prequel gesehen hätten.

Trailer
Titelbildquelle

Siehe auch:
Lovecrafts Vermächtnis: Das Alien-Franchise

 

Geschichte der Vampire: Varney the Vampire

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Der sympathische, mit sich selbst und seiner monströsen Natur ringende Vampir war bis zu Anne Rice‘ „Chronik der Vampire“ eher eine Seltenheit, das Konzept selbst ist allerdings älter als Dracula. Unter den diversen Wegbereitern des Vampirgrafen ist Sir Francis Varney wahrscheinlich derjenige, der einerseits den größten Einfluss auf die moderne Vampirliteratur ausgeübt hat, aber andererseits kaum jemandem mehr bekannt sein dürfte. Bei Sir Francis Varney handelt es sich um den Protagonisten (bzw. je nach Sichtweise auch um den Antagonisten) eines über 800 Seiten starken Romans namens „Varney the Vampire; or the Feast of Blood“. Besagter Roman erschien zuerst zwischen 1854 und 1847 als Fortsetzungsreihe im Rahmen der sog. „penny dreadfuls“, englischer Schundromanhefte mit zumeist düsterem Inhalt (in der gleichnamigen Serie von John Logan wird Varney sogar in diesem Zusammenhang erwähnt, eine Anspielung, die den Kenner besonders freut), bevor er 1847 dann auch als gebundenes Buch erschien. Die Autorschaft des Werkes ist umstritten, lange galt Thomas Peckett (manchmal auch Preskett) Prest als Verfasser, aber auch James Malcolm Rymer ist ein möglicher Kandidat.

Die Handlung spielt um das Jahr 1730, der Fokus liegt auf den Taten des Vampirs Sir Francis Varney und seine Beziehung zur Adelsfamilie Bannerworth. Ähnlich wie Lord Ruthven ist auch Varney kein monströser Vampir der alten Schule, sondern ein adeliges und mehr oder weniger verführerisches Monster, das klar von der Vampirdarstellung Polidoris beeinflusst wurde und seinerseits die Vampire, die nach ihm kamen, beeinflusste. Zu den typischen Vampireigenschaften Varneys gehört seine übermenschliche Stärke sowie die Fangzähne, mit deren Hilfe er Blut trinkt. Das Sonnenlicht schadet ihm dagegen nicht, diese Eigenschaft wurde erst mit „Nosferatu: Eine Symphonie des Grauens“ Teil des Vampirmythos.

Insgesamt ist die Vampirdarstellung in „Varney the Vampire“ recht wechselhaft, da das Werk zum Teil sehr inkonsistent ist. So gibt es Abschnitte, in denen Varney kaum vampirische Eigenschaften aufweist und es scheint, als bilde er sich nur ein, ein Vampir zu sein. In anderen Aspekten ist „Varney the Vampire“ jedoch ganz typisch, gerade, was die Atmosphäre angeht: Friedhöfe, alte Schlösser, Vampirjagden, Blut und Leichen – alles, was mit der typischen Vampirgeschichte assoziiert wird, findet sich hier. Varney selbst macht im Verlauf der Geschichte durchaus eine Wandlung durch; zu Beginn gleicht er eher dem typischen Vampirantagonisten, später wird er allerdings zunehmend sympathischer und hadert mit seinem Schicksal, ganz wie seine Nachfolger, von Louis de Pont du Lac über Angel bis zu Bill Compton. Noch in einem weiteren Aspekt erweist sich Varney als Vorläufer: Ähnlich wie der von Christopher Lee dargestellte Dracula der Hammer-Filme wird Varney immer wieder getötet, das Licht des Mondes und ähnliche Methoden holen ihn allerdings ins (Un-)Leben zurück, jedenfalls bis zu seinem finalen Selbstmord: Er springt in den Krater des Vesuv.

Zur Zeit der Publikation war Varney sehr beliebt und erfolgreich, nach dem Erscheinen seines berühmteren Nachfolgers Dracula verschwand er jedoch langsam in der Vergessenheit, was auch daran lag, dass „Varney the Vampire“ lange nicht nachgedruckt wurde, da ein derart dickes und umfangreiches Buch diesen Inhalts für Verlage schlicht nicht rentabel war. 1976 erschien tatsächlich eine, wenn auch stark gekürzte deutsche Übersetzung, die allerdings nicht neu aufgelegt wurde und deshalb sehr selten ist. „Varney the Vampire“ kann, zumindest auf Englisch, inzwischen jedoch problemlos konsumiert werden, da sich der komplette (und rechtefreie) Text im Internet findet. Ich muss zugeben, dass ich selbst aber nur ein paar Ausschnitte gelesen habe, da es doch eine ganze Menge Material ist und der Stil zum Teil doch sehr anstrengt.

Während der indirekte Einfluss des Werkes nicht zu unterschätzen ist, gibt es kaum direkte Weiterverarbeitungen des Stoffes, soweit ich weiß existiert so gut wie keine Adaption für Film oder Fernsehen. Was dem am nächsten kommen könnte ist die gotische Soap-Opera „Dark Shadows“. Der dort auftauchende Barnabas Collins erinnert stark an Varney, auch er hat eine Verbindung zu seiner sterblichen Familie und hadert mit seinem Schicksal. Darüber hinaus gibt es zumindest noch die eine oder andere Anspielung in anderen Werken. In der Marvel-Comicserie „The Tomb of Dracula“ etwa taucht ein Vampir namens Varnae auf, während Sir Francis Varney in Kim Newmans „Anno Dracula“ als Gouverneur von Indien fungiert.

Siehe auch:
Varney the Vampire; or the Feast of Blood – Volltext

Penny Dreadful Staffel 1

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Die Idee, die verschiedenen Figuren und Kreaturen der viktorianischen Horror-Literatur aufeinander treffen zu lassen ist nicht unbedingt neu. Schon in den frühen, schwarz-weißen Universal-Filmen geschah das, und diese Tradition wurde später in Werken wie „Anno Dracula“ von Kim Newman oder „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ von Alan Moore fortgesetzt. Die Prämisse der Showtime-Serie „Penny Dreadful“, u.a. ersonnen von John Logan und Sam Mendes, Autor und Regisseur von „Skyfall“, ist also alles andere als revolutionär, dafür aber, zumindest für mich, unheimlich reizvoll, denn ich liebe viktorianische Horror- und Schauerromane. Der Name der Serie kommt, passenderweise, von den Penny Dreadfuls, den Horror-Schundheften des 19. Jahrhunderts. Zwei dieser Werke werden auch direkt als solche referenziert: „Varney the Vampyre“, eine der Prä-Dracula Vampirgeschichten und „Sweeney Todd“, das durch die Musicaladaption von Steven Sondheim und die Filmumsetzung besagten Musicals durch Tim Burton heute sicher noch weitaus bekannter ist als „Varney“.

Vornehmlich werden in „Penny Dreadful“ Figuren und Handlungselemente dreier klassischer Werke der viktorianischen Schauerliteratur verarbeitet: „Dracula“ von Bram Stoker, „Frankenstein“ von Mary Shelley und „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde. Hinzu kommen weitere, nicht ganz spezifisch feststellbare Einflüsse und Konzepte, etwa dämonische Besessenheit, Hinweise auf ägyptische Götter und diverse bestialische Morde, die vage an Jack the Ripper erinnern.

Handlung
Aufgrund der Natur der Serie werde ich hier nur eine sehr knappe Inhaltsangabe geben und mich anschließend zu den adaptierten Elementen einzeln und detaillierter äußern. Da dies eine analytische Rezension ist, ist sie nicht völlig spoilerfrei. Ich werde mich bemühen, die Schlusstwists nicht zu enthüllen, aber gerade einige der früheren Entwicklungen kann ich nicht auslassen, wer also gar nichts wissen will, sollte hier aufhören zu lesen.

Sir Malcolm Murray (Timothy Dalton) und die mysteriöse Vanessa Ives (Eva Green) suchen nach Murrays verschwundener Tochter Mina (Olivia Llewellyn). Dazu sichern sie sich die Hilfe des Arztes Victor Frankenstein (Harry Treadaway) und des amerikanischen Revolverhelden Ethan Chandler (Josh Hartnett). Diese haben allerdings auch jeweils eigene Probleme: Frankenstein wird von der von ihm aus Leichenteilen geschaffenen Kreatur Caliban (Rory Kinnear) heimgesucht, die ihrem Erschaffer nicht gerade wohlgesonnen ist, während Chandler um das Leben seiner Geliebten Brona (Billie Piper), die an Tuberkulose leidet, fürchtet.
Und dann ist da noch der mysteriöse, undurchschaubare Dorian Gray (Reeve Carney)…

Dracula
„Penny Dreadful“ adaptiert die grundlegenden Werke eher in groben Zügen oder entnimmt gewisse Elemente und Figuren und ordnet sie neu an. Die Dracula-Elemente bilden dabei im Grunde den Hauptplot der Serie und treten die Handlung los: Es ist nicht schwer zu erraten, wer für Mina Murrays (bzw. Mina Harkers) Verschwinden verantwortlich ist. Dracula selbst taucht in dieser ersten Staffel allerdings noch nicht auf. Dafür hat Professor van Helsing einen Auftritt. Letztendlich lässt sich relativ schwer bestimmen, wie viel von „Dracula“ als Teil der Vorgeschichte passiert, allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass die Handlung des Romans zumindest in groben Zügen passiert ist, nur mit dem Unterschied, dass Dracula gewonnen hat. Außer van Helsing und Mina wird von den Romanfiguren nur noch Jonathan Harker namentlich erwähnt. Die Vampire, die in der ersten Staffel tatsächlich vorkommen, sind größtenteils eher von der ziemlich hirnlosen Sorte (einer erinnert vage an Graf Orlok aus „Nosferatu“), sie sind lediglich Marionetten eines Meisters, dessen Name in der ersten Staffel noch nicht genannt wird – aber es weiß ohnehin jeder, wer dahintersteckt. Ich denke, zukünftige Staffeln werden enthüllen, wie viel „Dracula“ tatsächlich in „Penny Dreadful“ steckt.

Obwohl ich zugeben muss, dass ich den Grafen durchaus gerne bereits gesehen hätte, ist der Schachzug, ihn noch nicht in dieser Staffel einzuführen, ein ziemlich kluger: Dracula ist die wohl populärste Horrorgestalt, sein Präsenz hätte wahrscheinlich alles andere überschattet. Da die anderen Figuren nun jedoch eine Staffel Zeit hatten, sich zu etablieren, dürfte Draculas Auftritt zu einem späteren Zeitpunkt besser umsetzbar sein.

Frankenstein
Gerade hier trifft die „Adaption in groben Zügen“ noch mehr zu als bei „Dracula“, wo der Roman immerhin passiert sein könnte. Rein handlungstechnisch werden nur die Grundideen übernommen: Victor Frankenstein baut ein Monster aus Leichenteilen (wohl aber nicht, wie bei Shelley, an der Uni Ingolstadt). Tatsächlich baut er zu Beginn der Staffel bereits seine zweite Kreatur, Proteus (Alex Price), nachdem er mit der ersten Schöpfung, die später von einem Schauspieler (Alun Armstrong), der sich ihrer annimmt, den Namen Caliban bekommt, nicht zufrieden war. Von Frankensteins familiärem Hintergrund, der im Roman eine wichtige Rolle spielt, findet sich in der Serie nichts. Caliban dagegen ist, auch wenn er eigentlich zu attraktiv ist, von der Figurenkonzeption her mit dem Monster des Romans ziemlich genau identisch. Wie dieses ist auch Calbian gleichzeitig sowohl intelligent und sensitiv als auch brutal, wenn er verletzt wird oder nicht bekommt, was er will.

Dorian Gray
Dorian Gray bleibt als Figur die gesamte erste Staffel über sowohl ziemlich mysteriös als auch ziemlich unbeteiligt. Er agiert zwar mit den Figuren, vor allem Vanessa Ives und Ethan Chandler, aber mir hat sich weder sein Zweck noch seine Rolle im Plot wirklich offenbart, es ist unheimlich schwer zu sagen, in welche Richtung er sich im Verlauf entwickeln könnte, ob er Verbündeter oder Feind der Protagonisten wird. Auch hier scheint vor allem die Grundprämisse des Romans übernommen worden zu sein. Anspielungen oder weitere Inhalte von Wilde finden sich kaum. Was es mit Dorian Gray auf sich hat, versteht man allerdings nur, wenn man den Roman kennt, der zumindest in Deutschland weniger bekannt ist als „Frankenstein“ oder „Dracula“. Gray selbst pflegt in der Serie zwar einen hedonistischen Lebensstil und hat sowohl mit Vanessa Ives als auch mit Ethan Chandler Sex, zeigt aber, zumindest bisher, noch nichts von Dorian Grays wirklich düsteren Seiten.

Allgemeine Umsetzung
Was nach Sichtung der ersten Staffel vor allem auffällt ist, dass die einzelnen Handlungsstränge die ganze Zeit über parallel ablaufen, aber kaum Auswirkungen aufeinander haben. Victor Frankenstein und Ethan Chandler sind Vanessa Ives und Malcolm Murray zwar im Hauptplot behilflich, ihre eigenen Handlungsstränge sind aber fast völlig separiert. Dorian Gray wiederum hat eigentlich keinen eigenen Handlungsstrang, sondern mischt sich immer wieder in die anderen ein, allerdings ohne einen wirklich großen Unterschied zu machen. Insgesamt wirkt das alles noch ein wenig orientierungslos. Dieser Kritikpunkt kann sich mit der nächsten Staffel allerdings sehr schnell relativieren, sofern sich die einzelnen Handlungsstränge stärker miteinander verknüpfen und klar wird, wohin sich Dorian Gray bewegt.

Insgesamt ist das aber auch eigentlich schon der größte Kritikpunkt. Ich hätte mir noch mehr Anspielungen an die Vorlagen gewünscht, in den Rückblicksszenen mit Mina und Vanessa hätte noch ein kurzer Auftritt von Lucy Westenra platziert werden können, man hätte Basil Hallward oder Henry Wotton erwähnen können – eben kleine Anspielungen, um Fans eine Freude zu machen. Von diesen Kritikpunkten abgesehen reiht sich „Penny Dreadful“ allerdings hervorragend in die Riege der aktuell laufenden, qualitativ hochwertigen Horror-Serien wie „American Horror Story“ oder „Hannibal“ ein, sofern man sich an einigen Übertreibungen und einem gewissen Mangel an Subtilität nicht stört.

Vor allem schauspielerisch trumpft die Serie auf, die Leistungen aller Beteiligten sind durchweg exzellent. Wie bei einer derartigen Serie nicht anders zu erwarten sind so ziemlich alle Figuren sehr zwielichtig, haben dunkle Geheimnisse und melodramatische Hintergründe – dass dies alles funktioniert, ist in erster Linie den Schauspielern zu verdanken. Eva Green muss noch einmal gesondert genannt werden, denn ihr wird hier wirklich einiges abverlangt. Vor allem ihre Besessenheitsszenen sind meisterhaft und mit Sicherheit die eindrucksvollsten seit langer Zeit, vielleicht sogar die eindrucksvollsten seit „Der Exorzist“ – und Greens Gesicht wurde dabei nicht derartig elaboriert dämonisiert, wie es bei Linda Blair der Fall war.

Die Atmosphäre ist ein weiterer, dicker Pluspunkt der Serie, das viktorianische London wird gekonnt und düster in Szene gesetzt, die Kulissen, von Dorian Grays Haus bis zum Grand Guignol, sind sehr beeindruckend und ganz allgemein wird optisch einiges geboten, im Verlauf der acht Episoden nimmt die alpraumhafte Intensität der Bilder stetig zu. Abel Korzeniowskis eindringliche, tragische und düstere Musik tut ihr Übriges.

Fazit: Obwohl die einzelnen Handlungsstränge noch ein wenig orientierungslos wirken, hat „Penny Dreadful“ insgesamt eine vielversprechende erste Staffel, die vor allem durch schauspielerische Glanzleistungen und eine grandiose Atmosphäre überzeugt. Für schwache Nerven ist sie allerdings definitiv nichts, die FSK-16-Bewertung wird in mehr als einer Hinsicht voll ausgereizt.

Intro
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