Batman: Year One

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Im Rahmen des Großevents „Crisis on Infinite Earths“ entschloss man sich bei DC zu einem Großreinemachen: Man entledigte sich nicht nur des Multiversums, das zunehmend für Verwirrung sorgte, sondern beschloss auch, die Origin Storys der wichtigsten Helden einem Update zu unterziehen. Nachdem Frank Miller Batman mit „The Dark Knight Returns“ zu neuer Popularität verholfen hatte, lag es nahe, ihn Batman noch einmal neu erfinden zu lassen. Anders als ursprünglich geplant zeichnete Miller dieses Mal allerdings nicht selbst, sondern überließ diese Aufgabe David Mazzuchelli, mit dem er bereits an „Daredevil: Born Again“ gearbeitet hatte. Das Ergebnis, „Batman: Year One“, ist quasi DIE Batman-Origin schlechthin – während Supermans Entstehung selbst im Rahmen der regulären Kontinuität gefühlt alle paar Jahre neu erzählt wird (u.a. in John Byrnes „Superman: The Man of Steel“, quasi das Gegenstück zu „Batman: Year One“, Mark Waids „Superman: Birthright“ oder Geoff Johns‘ „Superman: Secret Origin“), blieb „Year One“ für lange Zeit ohne Nachahmer.

Handlung und Struktur
Nach langjähriger Abwesenheit kehrt der fünfundzwanzigjährige Bruce Wayne nach Gotham City zurück, um dem Verbrechen den Kampf anzusagen – er weiß nur noch nicht, wie. Zeitgleich erreicht auch James Gordon, noch im Rang eines Lieutenant, Gotham, da er zum Gotham City Police Departement versetzt wurde. Hier muss sich Gordon mit der allgegenwärtigen Korruption auseinandersetzen – jeder, von seinem Partner Arnold Flass bis hin zu Commissioner Gillian Loeb, steht auf der Gehaltsliste des Mafiabosses Carmine „The Roman“ Falcone. Bruce‘ erste Einsätze im Kampf gegen das Verbrechen gehen derweil ziemlich schief, eine Schlägerei im East End Gothams überlebt er kaum. Zwar verfügt er über das nötige Training, doch gelingt es ihm nicht, den Verbrechern Angst einzujagen. Eine Fledermaus liefert schließlich die nötige Inspiration. Während Bruce sich als Vigilant Batman einen Namen macht und erstmals von den Größen der Stadt wie Loeb und Falcone als Bedrohung wahrgenommen wird, versucht Gordon weiter gegen Korruption vorzugehen und verliebt sich nebenbei in seine Kollegin Sarah Essen – ein äußerst ungeschickter Zeitpunkt, ist seine Frau Barbara doch gerade mit dem gemeinsamen Sohn schwanger. Gordons und Batmans Wege kreuzen sich immer wieder, nicht zuletzt, als ein gesamtes Sonderkommando daran scheitert, der Dunklen Ritter festzunehmen oder zu töten. Und mehr noch, er inspiriert bereits Nachahmer, etwa die Prostituierte Selina Kyle, die in einem Katzenkostüm Überfälle begeht. Gordon wird der korrupten Elite zwischenzeitlich zu lästig, weshalb sie versuchen, ihn durch die Entführung seiner Frau und seines neugeborenen Sohnes gefügig zu machen, doch Bruce schreitet auch ohne Maske ein – so beginnt das Bündnis zwischen Batman und Gordon.

Ähnlich wie „The Dark Knight Returns“ erschien auch „Batman: Year One“ in vier Heften, allerdings handelte es sich dabei nicht um vier extradicke Ausgaben einer Miniserie, sondern um vier Hefte der regulären Batman-Serie (404 bis 407). Ironischerweise orientiert sich „Batman: Year One“ allerdings weitaus weniger an der Dramaturgie „gewöhnlicher“ Superheldencomics, die „The Dark Knight Returns“ aufgreift. Da Batmans reguläre Rogues Galery ohnehin noch nicht existiert, nutzt Miller die Gelegenheit, „Year One“ deutlich stärker als durchgehende Geschichte zu erzählen. Anstatt diese Fassung von Batmans Origin mithilfe der Superheldendramaturgie zu strukturieren, arbeitet Miller hier mit Charakterpaaren. Das zentrale Paar sind natürlich Bruce Wayne und James Gordon, die den Leser auch stets an ihren Gedanken teilhaben lassen und danach trachten, Gotham zum Besseren zu verändern. Es finden sich aber noch weitere Figurenpaare, die Miller einander gegenüberstellt: Gordon und Harvey Dent, die beiden Gesetzeshüter, die gegen Korruption kämpfen, Bruce und Selina Kyle, die beide in Maske und Kostüm schlüpfen, Gillian Loeb und Carmine Falcone, die als primäre Schurken fungieren, und Barbara Gordon und Sarah Essen, die beiden Frauen in James Gordons Leben.

Von Mythen und Menschen
24584124._SX540_Man könnte argumentieren, dass James Gordon der eigentliche Protagonist von „Year One“ ist und läge damit nicht unbedingt falsch – aber Batman ziert nun einmal das Cover und wegen ihm kommen dann doch die meisten Leser. Nachdem Miller Batman in „The Dark Knight Returns“ zum Mythos stilisierte und ihn als übergroßen Heroen inszenierte, tut er in „Year One“ genau das Gegenteil – in kaum einem anderen Comic erleben wir Bruce Wayne so menschlich und so fehlbar; von der üblichen Hyperkompetenz, die man von Batman gewohnt ist, fehlt jede Spur. Bruce‘ erster Einsatz als Proto-Batman endet in einem Desaster, das ihn fast tötet, bei seiner ersten Aktion im Kostüm ist er mit drei halbwüchsigen Dieben bereits überfordert, die der spätere Batman wahrscheinlich mit einem einzigen Blick hätte in die Flucht schlagen können. Bruce muss sich erst langsam nach oben arbeiten, von den kleinen Gangstern bis zu den wirklich großen Tieren, denen er immerhin im Verlauf der Geschichte näherkommt. Zu Anfang wirkt Bruce noch relativ separiert von Gotham und den anderen Figuren – wo Gordon sofort mitten im Geschehen ist (und mit dem Zug anreist), muss Bruce erst einmal lernen, seine Heimatstadt zu verstehen.

Miller versteht es auf sehr geschickte Weise, Bruce Wayne und James Gordon einander gegenüberzustellen. Wo Bruce mit dem Flugzeug ankommt, abermals separiert von der Stadt, nimmt Gordon den Zug – und beide wünschen sich, das jeweils andere Transportmittel genommen zu haben. Wie so häufig hat Bruce keine „normalen“ Probleme, er hat ein Anwesen, einen Butler und mehr Geld, als er sich wünschen könnte. Stattdessen sucht er ein Ventil, er hat die Absicht, etwas zu verändern, weiß aber nicht wie. Gordons Probleme hingegen sind nur allzu nachvollziehbar: Wenig Geld, eine schwangere Frau und völlig korrupte Kollegen und Vorgesetzte. Gordon könnte sich schmieren lassen und wie alle anderen Polizisten von Gotham werden, was viele seiner Probleme lösen würde, doch dazu ist er zu aufrecht und ehrenhaft. Gleichzeitig ist er alles andere als perfekt, er verliebt sich in seine Kollegin Sarah Essen und beginnt eine kurze Affäre mit ihr. Und natürlich war Gordon in kaum einem anderen Batman-Comic jemals so aktiv wie hier. Normalerweise aktiviert er das Bat-Signal, erklärt, wo es Probleme gibt und räumt dann hinterher auf. Millers Gordon dagegen ist deutlich jünger, dynamischer, wir beobachten ihn bei den Ermittlungen und bei seinem Kampf gegen die Korruption in Gotham. Immer wieder lässt Miller Batman und Gordon als Gegenstücke zueinander auftreten, der Schicksale einander widerspiegeln und miteinander verknüpft sind. Zusätzlich deutet er an, dass Gordon bereits seit dem Finale dieser Geschichte wissen könnte, dass Batman Bruce Wayne ist.

Stadt der Sünde
Frank Millers Faszination mit dem Konzept eines modernen Sodom (oder Gomorrha, wer das bevorzugt) ist nur allzu bekannt. Bereits in seinen Daredevil-Geschichten zeigte Miller New York und Hell’s Kitchen als einen urbanen, von Kriminalität verseuchten Moloch. Gotham City ist die nächste, logische Stufe der Evolution, die schließlich im von Miller für Dark Horse geschaffenen „Sin City“ gipfelt. Viele Ideen, die Miller später auf den Gipfel treiben würde, werden hier bereits angeschnitten, etwa das Rotlichtviertel mit sehr wehrhaften Prostituierten, die völlig korrupte Polizei oder die übermächtigen Gangster. Wo in „The Dark Knight Returns“ groteske Superschurken Gotham dominierten, sind die Dämonen dieser besonderen Hölle in „Year One“ nur allzu menschlich – und damit deutlich interessanter als beispielsweise der Mutantenanführer. Die primären Widersacher Batmans (und Gordons) sind Arnold Flass, Gordons Partner, Commissioner Gillian Loeb und der Mafiaboss Carmine Falcone. Alle drei repräsentieren verschiedene Stufen der Korruption. Flass ist lediglich ein Erfüllungsgehilfe, ebenso sehr Gefangener des Systems wie Wärter – mit ihm wird Gordon selbst fertig, er bleibt nicht besonders lang eine Bedrohung. Loeb hingegen ist als hochrangiger Beamter deutlich gefährlicher, ein dunkles Spiegelbild des Commissioners, der Gordon später einmal werden wird. Und dann wäre da noch Carmine Falcone, der hier Gothams Unterwelt repräsentiert und als die Wurzel allen Übels wahrgenommen wird, was er in letzter Konsequenz natürlich nicht ist. Tatsächlich wird Falcone in „Year One“ auch nicht wirklich besiegt, lediglich von Batman und Catwoman gedemütigt, während Loeb immerhin als Commissioner zurücktreten muss, nachdem der Versuch, Gordon durch die Bedrohung seiner Familie gefügig zu machen, scheitert. Interessanterweise fühlt sich „Year One“ trotzdem wie eine runde Sache – Miller ist hier ein sehr guter Balanceakt gelungen. Man kann „Year One“ als eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte lesen, aber eben auch als ersten Teil einer größeren Saga. Mit Jeph Loebs und Tim Sales „Batman: The Long Halloween” gibt es erfreulicherweise eine relativ direkte Fortsetzung, die „Year One“ mindestens ebenbürtig ist. Wie dem auch sei, „Year One“ mutet nie als Superhelden-Geschichte, sondern eher als Crime Thriller an, Batman verfügt noch nicht über die überlegen Technik und die Gewalt ist verhältnismäßig realistisch und bodenständig.

Visuelle Umsetzung
David Mazzucchelli arbeitete vor allem in den 80ern für die beiden Großverlage Marvel und DC, während er sich ab den 90ern stärker auf persönliche Projekte wie die Anthologieserie „Rubber Blanket“ konzentrierte. Vor „Year One“ zeichnete Mazzucchelli unter anderem viele Ausgaben von Marvels „Daredevil“, darunter auch „Daredevil: Born Again“, ebenfalls verfasst von Frank Miller. Im direkten Vergleich fällt, auf, wie stark Mazzuchelli seinen Stil modifiziert bzw. weiterentwickelt hat. „Born Again“, nur etwa ein Jahr vor „Year One“ erschienen, entspricht etwa dem Superhelden-Standard dieser Dekade, Millers eigner Zeichenarbeit vor „The Dark Knight Returns“ gar nicht so unähnlich. „Year One“ dagegen wirkt, in Ermangelung eines besseren Wortes, deutlich „europäischer“, der Stil ist reduzierter, klare Linien dominieren. Vor allem Mazzucchellis Figurenoptik ist von „The Dark Knight Returns” so weit entfernt wie nur vorstellbar. Wo Millers Panels von oft grotesk überzeichneten Charakteren dominiert werden, herrscht in „Year One“ ein deutlich stärkerer Realismus vor. Batman ist nicht riesig und übertrieben muskulös, kein Halbgott in Spandex, sondern ein zwar durchtrainierter, aber normal proportionierter Mann in einem Kostüm. Dennoch bauen Autor und Zeichner sie auch die typischen, stilistisch überhöhten Batman-Momente ein, etwa wenn er sich den versammelten korrupten Eliten Gothams zum ersten Mal im Haus des Bürgermeisters präsentiert, um so auf die Figur zu verweisen, die Batman einmal werden wird.
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Mazucchelli und Miller entschlossen sich bewusst, sich visuell an den stärker reduzierten Batman-Comics der Jahre 1939 und 1940 zu orientieren und den Dunklen Ritter so zu seinen Noir-Wurzeln zurückzuführen. Alles wirkt bodenständig, schmutzig, grimmig und realistisch, nicht zuletzt dank der hervorragenden Farbgebung von Richmond Lewis. Besonders hervorzuheben sind in diesem Kontext auch die vielen kleinen Details, die Millers und Mazzucchellis Gotham lebendig werden lassen. Im Umfeld von Comissioner Loeb tauchen beispielsweise immer wieder Cartoon-Figuren oder ähnliche, zynisch platzierte Sinnbilder der Unschuld auf: eine Peanuts-Lampe auf dem Schreibtisch, ein Clown-Porträt im Büro oder Micky Maus auf dem Revers. Hierdurch wird visuell auf den Kontrast zwischen der jovialen Art, mit der sich Loeb präsentiert, und seinem wahren Wesen hingewiesen. Sehr gelungen ist auch die optische Darstellung der wechselnden Jahreszeiten, da „Year One“ tatsächlich im Januar beginnt und im Dezember endet.

Adaptionen und Einfluss
Der Einfluss, den „Batman: Year One“ hatte, ist kaum geringer als der von „The Dark Knight Returns“. Wie bereits erwähnt galt dieser Handlungsbogen lange als DIE definitive Origin der Figur. Und mehr noch, Millers und Mazzuchellis Werk inspirierte eine ganze Reihe an Serien, Miniserien und One-Shots, die in Batmans Anfangsjahren spielen und ihn als jungen Verbrechensbekämpfer zeigen. 1989 startete DC beispielsweise die Serie „Batman: Legends of the Dark Knight“, deren Handlungsbögen genau dieser Prämisse folgten und an „Year One“ anknüpften, auch wenn sich das im späteren Verlauf änderte. Die 2006 gestartete Serie „Batman Confidential“ kehrte ebenfalls in die Anfangszeit des Dunklen Ritters zurück. Und dann sind da natürlich noch die Miniserien und One-Shots, die „Year One“ direkt fortsetzen – zu diesen gehört unter anderem Ed Brubakers und Doug Mahnkes „Batman: The Man Who Laughs“ (die erste Begegnung zwischen Batman und dem Joker, die am Ende von „Year One“ angedeutet wird), „Batman and the Monster Men“ und „Batman and the Mad Monk“, in welchen Autor und Zeichner Matt Wagner klassische Geschichten aus dem Jahr 1939 modernisierte und natürlich „The Long Halloween“ und „Dark Victory“, in welchem Jeph Loeb und Tim Sale darstellen, wie aus dem von Gangstern regierten Gotham eine Stadt der durchgedrehten Superschurken wird und wie Carmine Falcones Herrschaft endet. Darüber hinaus gab es auch zwei (zumindest dem Namen nach) direkte Sequels, „Batman: Year Two“ (von Mike W. Barr und diversen Zeichnern) und „Batman: Year Three“ (von Marv Wolfman und Pat Broderick), die allerdings bald wieder aus der Kontinuität flogen und durch die beiden Graphic Novels von Loeb und Sale quasi ersetzt wurden. Darüber hinaus wurde der Titel „Year One“ bei DC sehr beliebt, eine ganze Reihe von Figuren (Robin, Batgirl, Green Arrow, Superman) erhielten im Lauf der Jahrzehnte ebenfalls Year-One-Miniserien. Und als DC im Rahmen der New 52 einen Reboot veranlasste, beauftragte man Scott Snyder und Greg Capullo damit, Batmans Origin zu aktualisieren – sowohl inhaltlich als auch bezüglich des Titels verweist „Batman: Zero Year“ natürlich auf „Year One“.

Ähnlich wie „The Dark Knight Returns“ hinterließ „Year One” auch in andere Medien Spuren. 2011 erschien im Rahmen der „DC Universe Animated Original Movies“ eine Direktadaption mit Bryan Cranston als James Gordon, Ben McKenzie (der in „Gotham“ später einen jungen Gordon spielen sollte) als Bruce Wayne, Eliza Dushku als Selina Kyle und Jon Polito als Gillian Loeb. Bei diesem Animationsfilm handelt es sich im Grunde um eine bewegte Version des Comics, die allerdings kaum etwas hinzufügt oder anderweitigen Mehrwert bietet. Deutlich interessanter sind die Elemente von „Year One“, die in diversen anderen Adpaitonen auftauchen.

Bereits in „Batman: Mask of the Phantasm“ (1993), der ersten Film-Ausgliederung von „Batman: The Animated Series“, finden sich einige Verweise auf „Year One“, etwa in Bruce‘ missglücktem erstem Einsatz als Proto-Batman. Nachdem „Batman & Robin“ sich als Flop erwies, spielte man immer wieder mit dem Gedanken, „Year One“ zu adaptieren, zuerst überlegte Joel Schumacher selbst, sich an die Umsetzung zu machen, später verpflichtete Warner Bros. Darren Aronofsky – aus beiden Plänen wurde bekanntermaßen nichts. Dennoch beinhaltet der Batman-Film, der 2005 schließlich in die Kinos kam, immer noch viele Inhalte, die direkt aus „Year One“ stammen. Gerade die Figurenkonstellation in Chris Nolans „Batman Begins“ orientiert sich sehr stark an Millers und Mazzucchellis Geschichte, auch wenn die Charaktere nicht immer unbedingt ihrem Comicgegenstück entsprechen. Der von Gary Oldman gespielte James Gordon kommt zwar nicht frisch aus Chicago nach Gotham, entspricht aber sonst sehr genau der Vorlage. Auf Arnold Flass‘ Persönlichkeit trifft dasselbe zu, auch wenn er im Film klein, dick und dunkelhaarig statt groß, muskulös und blond ist. Nolans Commissioner Loeb hat hingegen nur den Namen der Figur aus „Year One“, entspricht aber optisch und charakterlich eher Michael Akins, der in der Zeit, als „Batman Begins“ in die Kinos kam, als Gordons Nachfolger dem GCPD vorstand. Carmine Falcone, gespielt von Tom Wilkinson, ist in Nolans Gotham ebenfalls der mächtigste Gangsterboss, erinnert optisch allerdings eher an seinen Rivalen Salvatore Maroni, während der in „The Dark Knight“ auftauchende Maroni dem Comic-Falcone visuell viel eher entspricht. Darüber hinaus taucht Falcone, gespielt von John Doman, in der Fox-Serie „Gotham“ auf, die sie sich außerdem immer wieder bei „Year One“ bedient. Und als wäre das nicht genug, wird Falcone in Matt Reeves‘ allem Anschein nach ebenfalls von „Year One“ beeinflussten „The Batman“ eine Rolle spielen, dieses Mal dargestellt von John Turturro. Grundsätzlich gilt: Wann immer sich ein Medium, sei es Film, Comic, Serie oder Spiel („Arkham Origins“ ist das perfekte Beispiel) mit Batmans Anfangszeit beschäftigt, werden fast immer Elemente aus „Year One“ aufgegriffen.

Fazit: „Batman: Year One“ ist nicht nur eine der besten, wichtigsten und einflussreichsten Batman-Comics, sondern auch der ideale Einstiegspunkt. Wie schon bei „The Dark Knight Returns“ gilt: Wer sich mit Batman auch nur ansatzweise beschäftigen möchte, kommt an „Year One“ nicht vorbei.

Siehe auch:
Batman: The Dark Knight Returns

Bildquellen:
Titel
Batman
Gordon

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