Media Monday 355

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When I found you, I saw what old masters live to see: raw, untamed power…and beyond that, something truly special. The potential of your bloodline: a new Media Monday.

1. Jüngst habe ich ____ für begeistern können und ____ .
Ist mir in letzter Zeit leider nicht gelungen.

2. Geht es um das Thema Entenhausen habe ich sehr spezifische Vorstellungen und eine sehr negative Einstellung zu allen Geschichten, die nicht von Carl Barks oder Don Rosa stammen.

3. Spiele-Verfilmungen sind mit wenigen Ausnahmen fast durchweg mäßig bis saumäßig. Und selbst die besten sind selten mehr als unterhaltsam.

4. „Repo: The Genetic Opera“ muss man auch echt in der richtigen Stimmung „entdecken“, denn sonst kann dieses Musical eher abschreckend wirken.

5. Wenn bei mir mal ein Spiel auf den Tisch kommt, dann ist das zum Beispiel der Fantasy-Klassiker „Talisman“.

6. Diese ganze Euphorie bezüglich des nächsten Marvel- und des nächsten Star Wars-Films kann ich schon nachvollziehen. Auf „Infinity War“ freue ich mich ziemlich und habe nach zwei gelungenen Captain-America-Filmen der Russos hohe Erwartungen, bei „Solo“ bleibe ich eher skeptisch. Aber John Powell schreibt die Musik, allein das ist Grund zur Freude.

7. Zuletzt habe ich mal wieder die erste Staffel „Game of Thrones“ gesehen und das war noch immer so grandios wie früher, kein Vergleich zu den späteren und weitaus schwächeren Staffeln (looking at you, Season 5).

Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung – Live in Concert

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Als Filmmusikfan kann man sich wirklich nicht beklagen, wenn es um das Thema Live-Aufführungen geht: Das Genre wird immer populärer, sodass auch die Anzahl an Live-to-Projection-Aufführungen stetig zunimmt. Während ich die ersten beiden Harry-Potter-Filme in der Stuttgarter Liederhaller leider verpasst habe, konnte ich mir „Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung“ am 1. April aus nachvollziehbaren Gründen natürlich nicht entgehen lassen, schließlich handelt es sich dabei nicht nur um den ersten Score aus einer weit, weit entfernten Galaxis (was alleine schon Grund genug wäre), sondern auch um den Soundtrack, der die orchestrale Filmmusik im großen Stil zurückgebracht hat.

Gespielt hat dieses Mal das Orchester der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter Leitung von Helmut Imig, der auch schon die LtP-Aufführung von „Jurassic Park“ dirigierte, die ich Dezember 2016 besuchte. Im Gegensatz zu besagter Vorstellung gab es dieses Mal allerdings einen etwas holprigen Start: Nach einem gelungenen Main Title ging kurz etwas schief, sodass das Orchester dem Film um einige Sekunden hinterher hinkte, was besonders negativ auffällt, wenn die Folge ist, dass Darth Vaders erster Auftritt ausgerechnet mit der Rebellenfanfare untermalt wird. Zum Glück konnte das Orchester dann aber wieder aufholen, sodass ab Prinzessin Leias Gefangennahme wieder alles im Lot war. Einmal fror auch das Bild auf der Leinwand kurz ein, was aber erfreulicherweise nicht zu einer Verzögerung führte. Das ist nun bereits meine fünfte LtP-Aufführung, und ich muss ehrlich sein: Ich bin fast schon überrascht, dass so ein Schnitzer nicht schon eher passiert ist. Da ich nicht selbst im Orchester spiele, kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber ich stelle es mir unheimlich schwer vor, genau synchron zum Film zu spielen. Bei Score-Aufnahmen kann man einfach wiederholen, wenn etwas schief geht, aber live ist das freilich eine ganz andere Geschichte.

Ein kleines Problem hatte ich außerdem noch damit, dass, anders als bei den bisherigen LtP-Aufführungen, dieses Mal die deutsche Synchronfassung gespielt wurde. Trotz dieses Umstandes wurden die Untertitel eingeblendet, da das Orchester doch hin und wieder die Dialoge übertönt (was auch richtig so ist, schließlich besucht man eine derartige Vorstellung primär, um die Musik zu hören). Allerdings bediente man sich der normalen DVD-Untertitel, die mit der Synchronfassung nicht übereinstimmen, was bei mir immer zu geringfügiger Irritation führt. Insgesamt hätte ich ohnehin den O-Ton bevorzugt.

Glücklicherweise hat das alles die tatsächliche Performance des Orchesters kaum beeinflusst, diese war durchweg exzellent. Helmut Imig ist ein sehr energiegeladener Dirigent, der alles Mögliche aus seinem Orchester herausholt – das war bereits bei „Jurassic Park“ der Fall und hat sich bei „Eine neue Hoffnung“ erfreulicherweise wiederholt. Vor allem merkt man ihm seinen Enthusiasmus und seine Leidenschaft an: Wer würde sonst schon die Zugabe mit einem FX-Lichtschwert dirigieren? Egal ob es sich um die subtilen Nuancen von Prinzessin Leias Thema oder die Blechbläserwucht der Rebellenfanfare handelt, Imig und sein Orchester wussten vollauf zu überzeugen.

Wie jedes Mal bei einer derartigen Vorstellung lassen sich einige interessante Beobachtungen machen. Szenen, die ohne Musik auskommen, fallen weitaus deutlicher ins Gewicht, da man als Zuschauer natürlich aktiv auf das Orchester achtet – in „Eine neue Hoffnung“ gibt es durchaus einige davon. Die diegetische Musik, in diesem Fall das Stück der Cantina Band, wurde eingespielt. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass dieser Film nicht ganz so… ergiebig für eine LtP-Aufführung ist wie etwa ein Herr-der-Ringe-Teil, bei dem auch noch diverse Spezialinstrumente und ein gewaltiger Chor vorkommen – bekanntermaßen spielen chorale Passagen vor Episode VI keine Rolle und werden erst in den Prequels wirklich dominant. Dennoch, John Williams‘ meisterhaft komponierte Musik lohnt sich immer, ganz besonders live und gespielt von einem engagierten Orchester.

Fazit: Trotz einiger Anfangsschwierigkeiten eine gelungene Live-to Projection-Aufführung, die ich jedem Star-Wars-, Williams- oder Filmmusikfan nur ans Herz legen kann.

Black Panther

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Story:
Nach dem Tod seines Vaters kehrt T’Challa (Chadwick Boseman) in seine Heimat Wakanda zurück, um seinen Platz als König einzunehmen, weiß dabei aber noch nicht recht, welchen Pfad sein Land einschlagen soll. Aufgrund des Metalls Vibranium ist Wakanda wohl das hochentwickeltste Land der Erde, versteckt dies aber vor dem Rest der Welt. Nur einige wenige wissen darum, darunter auch der Gangster Ulysses Klaue (Andy Serkis), der sich mit einem ehemaligen US-Soldaten namens Erik Stevens (Michael B. Jordan) verbündet hat, der unter dem Codenamen „Killmonger“ agiert. Während Klaue allerdings nur auf Vibranium scharf ist, hat Killmonger einer tiefere Verbindung zu Wakanda – und ganz eigene Absichten…

Kritik: Zugegebenermaßen habe ich mich mit Black Panther im Verlauf meiner Karriere als Superheldenfan bestenfalls marginal beschäftigt, da er, gerade in Deutschland, immer zu den eher obskureren Helden gehörte. Meistens war er in den diversen Event-Crossovern von Marvel zugegen, das war es dann aber auch schon. Somit kann ich nicht wirklich beurteilen, wie gut der neueste MCU-Film die Vorlage umsetzt, weshalb ich mich vor allem auf diesen Film im Kontext des Marvel Cinematic Universe konzentrieren werde.

2017 waren alle drei MCU-Filme sehr comedylastig. Bei „Guardians of the Galaxy Vol. 2” dürfte das ohnehin niemanden überrascht haben, aber auch „Spider-Man: Homecoming“ und „Thor: Ragnarok“ bestehen zu gleichen Teilen aus Action und Comedy. Die MCU-Filme des Jahres 2018 scheinen einem entgegengesetzten Trend zu folgen. Das wird schon aus dem Marketing und den Trailern von „Avengers: Infinity War“ deutlich (natürlich nur, sofern diese nicht irreführend sind), und auch „Black Panther“ geht doch in eine deutlich andere Richtung als die Filme des Vorjahrs. Zwar ist Humor durchaus vorhanden, Regisseur Ryan Coogler setzt ihn aber sparsam und subtil ein, sodass man, anders als bei anderen Marvel-Filmen, nie das Gefühl hat, der Humor sei dazu da, die Dramatik zu entschärfen. Insgesamt begrüße ich diesen veränderten Tonfall. Zwar war gerade „Thor: Ragnarok“ extrem amüsant und profitierte von der exzentrischen Handschrift des Regisseurs, doch zugleich wurde zumindest ich das Gefühl nicht los, dass der Untergang Asgards deutlich dramatischer und emotionaler hätte ausfallen können – vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen, man hätte auf diesen Aspekt verzichtet und ausschließlich ein Thor/Hulk-Buddy-Movie gedreht. Wie dem auch sei, ganz allgemein weckt „Black Panther das Gefühk, dass Coogler ganz bewusst versuchte, diverse Kritikpunkte, die den MCU-Filmen vorgeworfen werden, aktiv anzugehen. In manchen Aspekten ist er dabei durchaus erfolgreich, in anderen leider weniger.

Am deutlichsten wird diese Tendenz bei Killmonger, sehr passend dargestellt von Michael B. Jordan. Anders als so viele andere MCU-Schurken ist Killmonger deutlich besser ausgearbeitet, besitzt eine nachvollziehbare Motivation und passt gut zu den übergeordneten Themen des Films. Wo Wakanda vor T’Challas Krönung primär auf absolute Isolation setzte, will Killmonger genau das Gegenteil. Da Erik Stevens zwar ursprünglich aus Wakanda stammt, aber in den USA aufgewachsen ist, hat er eine deutlich andere Perspektive und ist der Meinung, die hochtechnisierte afrikanische Nation sollte ihre Überlegenheit nutzen, um den Kolonialismus zu rächen und die Unterdrückung der Schwarzen gewaltsam zu beenden. An T’Challa liegt es nun, einen Mittelweg zwischen den Extrempositionen zu finden. Leider gibt es einige Elemente, die an eher unrühmliche Schurkentraditionen des MCU anknüpfen. Wie schon so häufig gilt Killmongers Feindschaft nicht dem eigentlichen Helden des Films, sondern in diesem Fall dessen Vater. In diesem Kontext ist Killmongers Motivation hilfreich, da sie seine Handlungen gut rationalisiert, aber es bleibt leider dabei, dass es zwischen Held und Schurke kaum persönliche Anknüpfungspunkte gibt. Leider ist auch Ulysses Klaue nicht wirklich hilfreich. Ich mag Andy Serkis wirklich, und ich mochte ihn auch in dieser Rolle in „Avengers: Age of Ultron“, doch hier stört er eher und nimmt unnötigen Raum ein, mit dem man Killmonger noch ein wenig mehr Tiefe hätte verleihen können. Zum Glück reißt seine letzte Szene im Film einiges wieder raus und sorgt dann doch für ein gelungenes Gesamtbild dieses Schurken.

Die wohl größte Schwäche des Films ist leider T’Challa selbst. Auch hier begrüße ich es, dass man grundsätzlich versucht, sich ein wenig vom bisherigen MCU zu distanzieren. Die meisten Helden des MCU sind gewitzte Sprücheklopfer, selbst Thor, der bisher gravitätischer war, wurde unter Taika Waititis Federführung an den „Schwätzerstandard“ angepasst. Auf T’Challa trifft das glücklicherweise nicht zu, aber trotzdem ist der Black Panther in seinem eigenen Film leider weit weniger interessant, als er es in „Captain America: Civil War“ war. Dort hatte er einen sehr klaren und nachvollziehbaren Antrieb, während er hier recht profillos wirkt. Da hilft es auch nicht, dass die diversen Nebenfiguren weitaus markanter sind als der Titelheld. Glücklicherweise sind besagte Nebenfiguren sonst aber definitiv eine Stärke des Films, denn sie sind fast durchgehend markant und unterhaltsam, allen voran T’Challas Schwester Shuri (Letitia Wright), die hier als Q-artige Waffenmeisterin fungiert, die wakandische Generalin Okoye (Danai Gurira) und auch Martin Freeman, der nun schon zum zweiten Mal Everett Ross verkörpert, weiß zu überzeugen. Auch Angela Bassett als T’Challas Mutter Ramonda, Lupita Nyong’o als Love-Interest Nakia und Forest Whitaker als Mentor Zuri sollten nicht unerwähnt bleiben.

Auch Wakanda selbst weiß zu gefallen und ist visuell hochinteressant. Noch interessanter ist die Konzeption dieses Staates: Einerseits gibt es Technologie, die jedes andere Land auf der Erde alt aussehen lässt, andererseits existiert nach wie vor eine äußerst archaische Staatsform; der König muss sich u.a. im direkten Zweikampf behaupten, was natürlich noch höchst unangenehme, wenn auch sehr vorhersehbare Folgen hat.

Zu den Stärken kommen leider noch einige zusätzliche Schwächen: Die Dramaturgie ist nicht immer ganz ausgereift und auch bei der Action gibt es hin und wieder Aussetzer – mitunter wird sie zu CGI-lastig, wobei die Computereffekte dabei oftmals eher suboptimal ausfallen. Zu überzeugen weiß dagegen der Score von Ludwig Göransson, dem es gelingt, orchestrale Klänge, traditionelle afrikanische Rhythmen und Hip-Hop-Einflüsse auf gelungene Art und Weise miteinander zu verbinden.

Fazit: Im Großen und Ganzen ist „Black Panther“ ein gelungener, wenn auch mitunter etwas durchwachsener Versuch, gegen einige der störenden MCU-Konventionen vorzugehen. Das gelingt zwar nicht immer, aber doch oft genug.

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