Batman: Assault on Arkham

Happy Birthday Batman
assaultonarkham
Story: Selbst wenn der Riddler (Matthew Gray Gubler) in Arkham einsitzt, ist er noch gefährlich, denn er besitzt Informationen, die die Regierungsagentin Amanda Waller (C.C.H. Pounder) dringend benötigt. Um an diese Informationen heranzukommen, versammelt sie die Suicide Squad, ein Team aus Superschurken, bestehend aus Deadshot (Neal McDonough), Harley Quinn (Hynden Walch), Captain Boomerang (Greg Ellis), Killer Frost (Jennifer Hale), Black Spider (Giancarlo Esposito) und King Shark (John DiMaggio), um ins Arkham Asylum einzubrechen und diese Informationen zu beschaffen. Ein Einbruch in die berühmte Anstalt ist allerdings kein Zuckerschlecken, immerhin sitzen dort Psychopathen wie der Joker (Troy Baker), und wer nach Gotham kommt, muss darüber hinaus damit rechnen, auch auf Batman (Kevin Conroy) zu treffen…

Kritik: Seit „The Dark Knight Returns“ habe ich keine DC Universe Animated Original Movies mehr besprochen, was vor allem den Grund hat, dass nach der Miller-Adaption keine mehr in Deutschland erschienen sind, aber auch, weil sie qualitativ eher nachgelassen haben. Dies liegt vor allem daran, dass einerseits sehr viele aktuelle Geschichten, vor allem New-52-Material, adaptiert wurde, bei dem man sich fragt, ob es nun wirklich nötig war, das zu einem Zeichentrickfilm zu verarbeiten, und dass der Fokus stark verengt wurde. Bereits seit einigen Jahren konzentrieren sich alle DCUAO-Filme auf Batman, Superman oder die Justice League, was sehr schade ist, denn im DC-Universum gibt es viele interessante Figuren, die sich gut in einem eigenen Film machen würden.
Wie dem auch sei, „Batman: Assault on Arkham“ (das auch wieder hierzulande erschienen ist) ist jedenfalls ein ziemlich interessantes Objekt, und das in vielerlei Hinsicht. Obwohl er in der Kontinuität der Arkham-Spiele stattfindet (nach „Arkham Origins“ und vor „Arkham Asylum“), basiert er letztendlich doch auf einem Originaldrehbuch und hat keine Comicvorlage. Darüber hinaus ist der Titel eigentlich falsch und wohl vor allem auf den oben erläuterten, eingeschränkten Fokus zurückzuführen. Batman kommt in diesem Film zwar vor, spielt aber letztendlich nur eine Nebenrolle, ein passenderer Titel wäre: „Suicide Squad: Assault on Arkham“ gewesen.
Das Design ist, wie nicht anders zu erwarten, stark an das der Arkham-Spiele angelehnt (inklusive des etwas übertriebenen Fanservice), vor allem die diversen Batman Schurken, die im Verlauf des Films auftauchen, sowie einige der Örtlichkeiten (das Asylum selbst, die Iceberg Lounge etc.), sorgen für Wiedererkennungswert. Stimmung und Atmosphäre des Films unterscheiden sich allerdings stark von denen der Spiele – diese sind grimmiger, ernster und dramatischer. „Assault on Arkham“ ist vom Tonfall her dagegen sehr viel lockerer und humorvoller. Parallelen zu Marvels „Guardians of the Galaxy“ lassen sich nicht von der Hand weisen. Der eigentliche Plot ist vergleichsweise dünn, es geht vor allem um die Figuren, ihre Interaktion und die Situationen, in die sie geraten. Bei der Suicide Squad handelt es sich nur eben nicht um Außenseiter, sondern um Mörder und Psychopathen. Dennoch funktioniert das Ganze in den ersten beiden Dritteln des Films verdammt gut und ist auch sehr unterhaltsam, die Charakterdynamik stimmt, der Humor ist schwarz und treffsicher.
Die größte Schwäche ist der dritte Akt: Nach einem Massenausbruch der Insassen der Anstalt (der wie eine Zeitrafferversion des Spiels „Arkham Asylum“ wirkt und wohl vor allem deshalb stattfindet, damit noch mehr Batman-Schurken einen kurzen Auftritt bekommen können) findet eine Fokusverschiebung auf den Konflikt Batman-Joker statt, um das Auftauchen des Dunklen Ritters im Filmtitel doch noch zu rechtfertigen. Leider passt dieses Finale nicht so recht zum Rest des Films, beim Showdown sind mit Deadshot und Harley sogar nur noch zwei Mitglieder der Squad anwesend, was schon verdammt schade ist.
Die Sprecher der Figuren sind, wie so oft bei den DCUAOM, ziemlich gut gewählt, vor allem, weil viele von ihnen die jeweilige Figur bereits in den Arkham-Spielen gesprochen haben, sei es Kevin Conroy (ohnehin DER Batman), Troy Baker (der bereits in „Arkham Origins“ bewies, dass er Mark Hamill ziemlich gut imitieren kann) oder Nolan North (der sowohl in „Arkham City“ als auch „Arkham Origins“ dem Pinguin seine Stimme lieh). Besonders gefreut habe ich mich allerdings über C.C.H. Pounder als Amanda Waller – Pounder sprach diese Rolle bereits mit Bravour in „Justice League Unlimited“ und absolvierte einen Cameo-Auftritt in „Arkham Origins“. Ebenso erfreulich finde ich, dass Waller hier wieder fett ist. Mit dem New-52-Reboot von DC wurden viele Figuren einer optischen Generalüberholung unterzogen, dazu gehörte auch, dass Amanda Waller nun plötzlich schlank und attraktiv war, was ich ziemlich bescheuert fand (und finde). Was Waller als Figur unter anderem so interessant macht ist, dass sie eben gerade nicht wie eine stereotype attraktive Frau aus einem Superheldencomic aussieht, aber trotzdem eine der gefährlichsten Figuren des DC-Universums ist – diesen Gegensatz findet man nur bei wenigen anderen Figuren.
Fazit: „Assault on Arkham“ mag nicht wirklich ein Batman-Film sein, aber als Suicide-Squad-Film mit unterhaltsamer Action und viel schwarzem Humor funktioniert er sehr gut, auch wenn der dritte Akt nicht so recht zum Rest passt.

Trailer

Happy Birthday Batman:
Prämisse
Batman: Gotham Noir

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2 Kommentare zu “Batman: Assault on Arkham

  1. Hm, den Animationsstil mag ich sehr gern – wenn ich das beurteile, was ich im Trailer sehe. V.A. beim Joker und Batman. Aber blöd, dass der Fokus eigentlich auf der Suicide Squad liegt. Die kenne ich kaum (nur die einzelnen Mitglieder) und hab auch nicht so wirklich Lust auf die … also gut zu wissen! Danke!

    • hemator sagt:

      Unterhaltsam ist der Film allemal, wenn du aber etwas mit Batman in der Hauptrolle suchst, bist wahrscheinlich mit einem der anderen DCUAOM, etwa „Under the Red Hood“ oder „Year One“ in der Tat besser bedient.

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