X-Men: Days of Future Continuity

xaviermagneto
Ich hatte es ja schon angekündigt: „X-Men: Days of Future Past“ ist, vor allem Hinblick auf die anderen Filme des Franchise, interessant und kompliziert genug, um eine ausführliche Analyse nicht nur zu rechtfertigen, der Film fordert sie geradezu. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Streifen selbst, sondern vor allem darauf, wie er sich zur „Verwandschaft“ verhält.
Dieser Artikel ist zweigeteilt, die erste Hälfte beschäftigt sich mit dem Verhältnis des Films zur gleichnamigen Comicvorlage, während die zweite Hälfte die Kontinuität des X-Men-Filmuniversums und die Auswirkungen, die „Days of Future Past“ darauf hat, diskutiert. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich auf Spoiler keine Rücksicht nehmen werde, wer den Film also noch nicht gesehen hat und nicht vorher wissen möchte, wie er endet, sollte stattdessen meine spoilerfreie Filmkritik lesen.

Vorlage ist Vergangenheit: Film und Comic
Die meisten X-Men-Filme basieren zumindest teilweise auf genau bestimmbaren Comicvorlagen, allerdings handelt es sich zumeist um eher lose Adaptionen oder sogar Vermischungen einzelner Handlungsstränge. „X-Men: The Last Stand“ basiert zum Beispiel auf der berühmt-berüchtigten Dark-Phoenix-Saga, während der Plot um das Heilmittel aus Joss Whedons (ja, der Joss Whedon) X-Men-Run stammt. Sowohl „X-Men: First Class“ als auch „X-Men: Days of Future Past“ gehen diesbezüglich noch einen Schritt weiter und sind sogar nach der jeweiligen Comicvorlage benannte, auf der sie allerdings abermals nur lose basieren.
comiccover
Das berühmt gewordene Cover von The Uncanny X-Men 141

Die in diesem Fall titelgebende Geschichte stammt aus dem Jahr 1981, wurde von Chris Claremont geschrieben und von John Byrne gezeichnet (Claremont/Byrne gilt als DAS X-Men-Dream-Team, zusammen haben sie einige der wichtigsten und einflussreichsten X-Men-Geschichten zu Papier gebracht, und ohne sie wären die Mutanten heute mit Sicherheit nicht so populär, wie sie es sind). Es handelt sich dabei interessanterweise weder um eine ausgekoppelte Miniserie oder Graphic Novel (wie es etwa bei „God Loves, Man Kills“, der Vorlage für „X2: X-Men United“, der Fall war), noch um einen größeren Handlungsbogen wie bei den oben erwähnten Beispielen. Die Geschichte zieht sich nur über zwei Hefte, The Uncanny X-Men 141 und 142, und fühlt sich beim Lesen ehrlich gesagt auch nicht so „groß“ an, wie man das vielleicht erwarten würde. Dennoch ist die Geschichte nicht nur enorm beliebt, sie hatte auch große Auswirkungen. Die düstere X-Men-Zukunft gehört zu den beliebtesten alternativen Marvel-Settings, es gibt mehrere Comics, die es wieder aufgreifen (etwa „Days of Future Present“ oder „Days of Future Yet To Come“) und auch in den diversen X-Men-Zeichentrickserien wurde sie mal mehr, mal weniger Vorlagengetreu umgesetzt.
Der Film adaptiert vor allem die Grundidee des Comics, passt diese dem Film-Universum an, erweitert und vergrößert sie. Besagte Grundidee lässt sich wie folgt zusammenfassen: In einer dystopischen Zukunft werden Mutanten von Sentinels gejagt und stehen kurz vor der Auslöschung. Um zu verhindern, dass dies geschieht, wird der Geist eines X-Man in seinen früheren Körper geschickt, um Mystique daran zu hindern, eine bestimmte politische Figur zu eliminieren, deren Tod die düstere Zukunft ausgelöst hat.
So weit so gut, alles andere unterscheidet sich allerdings fundamental vom Comic. Das beginnt schon bei der Auswahl der Figuren und der Zeitebene. Im Comic ist es Kitty Pryde, die vom Jahr 2013 aus in ihren Körper des Jahres 1981 geschickt wird, und zwar von Rachel Summers, der in dieser Zeitlinie existierenden Tochter von Scott Summers und Jean Grey. Im Filmuniversum funktioniert das nicht, da „Days of Future Past“ auch als Sequel zu „X-Men: First Class“ fungieren sollte und hauptsächlich im Jahr 1973 spielt, in welchem Film-Kitty noch gar nicht geboren ist. Aus diesem Grund wählte man Wolverine und gab Kitty dafür die Rolle von Rachel Summers. Die Begründung, weshalb es Wolverine und nicht Xavier ist, der zurückgeschickt wird, ist zwar ein wenig fadenscheinig, aber was soll’s, Wolverine ist nun einmal ein Fanliebling.
Die Gestaltung der Zukunft sowie die Konstellation der X-Men und der Bruderschaft unterscheiden sich ebenfalls stark von der Vorlage. Im Comic sind die Mutanten in einem Internierungscamp und tragen Halsbänder, die ihre Kräfte ausschalten. Im Film kämpfen sie, sind aber letztendlich unweigerlich dem Untergang geweiht, da die Sentinels hier nicht nur große fiese Roboter sind, sondern sich an alle Mutantenkräfte anpassen und diese sogar reproduzieren können.
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Ein Comic-Sentinel

Die Zukunfts-X-Men im Comic sind nicht mehr sehr zahlreich, zu diesen gehören Magneto, Shadowcat, Colossus, Franklin Richards (der Sohn von Reed Richards und Sue Storm) und Rachel Summers. Im Film dagegen kämpft, mit Ausnahme von Beast, fast alles, was in „The Last Stand“ nicht gestorben ist, zusätzlich zu neuen Gesichtern wie Bishop oder Blink. In den 70ern dagegen sind sowohl die X-Men als auch die Bruderschaft zu diesem Zeitpunkt nicht existent, Magneto sitzt mal wieder im Plastikgefängnis und Mystique arbeitet auf eigene Faust, während die X-Men praktisch nur aus Xavier, Beast und Wolverine bestehen. Im Comic sind beide Teams gut besetzt und aktiv.
Auch sonst unterscheidet sich der Handlungsablauf im Film stark von der Vorlage, wo es nicht Bolivar Trask ist, den Mystique umbringen will, sondern ein gewisser Senator Kelly – wir erinnern uns dunkel an die beiden Singer-Filme. Nebenbei bemerkt, in den Comics ist Trask nicht kleinwüchsig, aber ich denke, niemand außer den Hardcore-Puristen stört das, wenn Peter Dinklage die Rolle spielt. Viel interessanter ist, dass in „The Last Stand“ ebenfalls ein Bolivar Trask auftaucht (nicht kleinwüchsig, dafür aber Afroamerikaner, gespielt von Bill Duke), der mit den Sentinels allerdings nichts zu tun hat. Wahrscheinlich sollte man das als Zufall werten. Im Comic fehlt ebenfalls der ganze weltpolitische Überbau mit Nixon, JFK etc., ebenso wie Magneto, der lediglich in der Zukunftsrahmenhandlung auftaucht.
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Bolivar Trask in den Comics

Die vielleicht gravierendste Änderung findet sich allerdings am Ende: Für die Zukunfts-X-Men im Comic gibt es kein Happy-End; wie sich die Zukunft nach dem gescheiterten Attentat verändert, bleibt offen, während wir im Film eine kurze Szene zu sehen bekommen, in welcher noch alle X-Men auftauchen, die bisher noch nicht zu sehen waren, mit der Ausnahme von Nightcrawler und Angel.
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mir die Umsetzung des Grundplots im Film besser gefällt als im Comic. Die Idee ist heute noch mehr als damals alles andere als revolutionär, insbesondere, da es seit dem erscheinen der beiden Hefte vier Terminator-Filme gab, die einem ähnlichen Handlungsmuster folgen, aber die Geschichte hat zweifelsohne viel Potential, das in der Vorlage in meinen Augen bei Weitem nicht ausgeschöpft wird.

Der Gordische Knoten: Die Kontinuität der X-Men-Filme
Die X-Men-Filme sind nicht gerade ein Musterbeispiel an stimmiger Kontinuität. Während die Trilogie noch halbwegs in sich konsistent ist, fangen die Probleme bei „X-Men Origins: Wolverine“ bereits an, wirklich problematisch wird es allerdings mit „X-Men: First Class“, da er sich einerseits an den bisherigen Filmen zu orientieren scheint (Hinweis hierauf sind Mystiques Aussehen, die Cameos von Hugh Jackman und Rebecca Romjin, die Reproduktion der Konzentrationslagerszene u.ä.), andererseits gibt es aber einige massive Kontinuitätsschnitzer. Selbst wenn man annimmt, dass „First Class“ nur die beiden Singer-Filme akzeptiert, gibt es einige Probleme, da Xavier in „X-Men“ beispielsweise behauptet, er hätte Magneto mit 17 Jahren kennen gelernt und dieser hätte ihm dabei geholfen, Cerebro zu bauen. In „First Class“ ist beides nicht der Fall, Xavier ist wesentlich älter, als er Magneto kennen lernt und Cerebro – zumindest der Prototyp – wurde von Hank McKoy gebaut. Ebenso ist Xavier in „X-Men“ überrascht, dass Magneto durch seinen Helm gegen Telepathie immun ist, während er in „First Class“ dabei war, als Magneto den Helm erwarb. Auch scheint es merkwürdig, dass Xavier und Mystique zusammen aufgewachsen sind, wo sie ihn in „X-Men“ doch bereitwillig vergiftet.
Manche der Kontinuitätsprobleme werden durch „X-Men: Days of Future Past“ gelöst, andere werden ignoriert (etwa der 17-jährige Xavier). Wer sich in der Film-Kontinuität allerdings nicht gut auskennt und mit Zeitreisen Probleme hat, der könnte nach der Sichtung von „Days of Future Past“ etwas verwirrt sein, denn Singers Film tut dasselbe wie J. J. Abrams‘ „Star Trek“: Durch Wolverines Reise in die Vergangenheit wird eine neue Zeitlinie gestartet.
Betrachten wir zuerst einmal, wo wir zu Beginn des Films stehen. Die dystopische Zukunft gehört zur ursprünglichen Zeitlinie, in der mit einer Ausnahme alle bisherigen X-Men-Filme spielen – Singer und sein Drehbuchteam machen im Verlauf des Films ziemlich klar, dass „X-Men Origins: Wolverine“ so, wie der Film ist, nicht mehr zur Kontinuität gehört, deswegen werde ich ihn im Folgenden auch nicht mehr beachten.
Die ursprüngliche Zeitlinie beginnt mit „X-Men: First Class“, die Welt wird durch die Kuba-Krise zum ersten Mal auf Mutanten aufmerksam. Danach spielen sich die Ereignisse so ab, wie Xavier und Magneto sie zu Beginn von „Days of Future Past“ schildern: Mystique tötet Bolivar Trask, wird gefangengenommen und mithilfe ihrer DNS werden die Sentinels weiterentwickelt – dieser Prozess erstreckt sich wohl über mehrere Jahrzehnte. Xavier erklärt, dass Raven Darkholme an dem Tag, an dem sie Trask tötet, erst wirklich zu Mystique wird. Ihre folgende Gefangenschaft, die Experimente etc. sorgen dafür, dass sie zu der kalten Killerin wird, die sie in der ursprünglichen Trilogie ist.
Das Serum, das Xavier sich spritzt, um seine Telepathie auszuschalten, sorgt auch dafür, dass die Rückblickszene mit dem laufenden Xavier zu Beginn von „The Last Stand“ wieder funktioniert: In der alten Zeitlinie muss Xavier seine Depressionen selbst überwunden haben (vielleicht ausgelöst durch den Mord an Trask?) und die Dosis zumindest reduziert haben. An Beast sehen wir ja, dass eine geringere Dosis seine Kräfte nicht völlig ausschaltet. Xavier nimmt das Serum bis in die 80er, reduziert dann aber irgendwann die Dosis immer weiter und entscheidet schließlich, dass er es überhaupt nicht mehr braucht oder will. Auch eine zeitweilige Versöhnung mit Magneto scheint zwar nicht besonders wahrscheinlich, aber immerhin nicht völlig ausgeschlossen.
Es folgen die Ereignisse von „X-Men“, „X2: X-Men United“ und „X-Men: The Last Stand“: Der Ellis-Island-Vorfall, die Sache mit Stryker und schließlich das Heilmitel und das Erwachen von Dark Phoenix. Ebenfalls zu dieser Zeitlinie gehört James Mangolds „The Wolverine“, das auf den Ereignissen von „The Last Stand“ aufbaut und in der Mid-Credits-Szene wiederrum auf „Days of Future Past“ hindeutet. Zwischen „The Last Stand“ (bzw. „The Wolverine“) und dem Anfang von „Days of Future Past“ fehlt nun praktisch ein Film – zumindest empfinde ich es so, denn es gibt ein paar Lücken. Die Lösung für Fragen wie „Warum lebt Xavier noch?“ wird zwar angedeutet (in der Post-Credits-Szene von „The Last Stand“ erfährt man, dass er sein Bewusstsein in einen anderen Körper transferiert hat), aber es wird doch auch vieles offen gelassen, etwa weshalb Kitty Pryde plötzlich Zeitreisefähigkeiten hat. Am Ende dieser primären Zeitlinie steht die finstere Zukunft, in der die Mutanten von den Sentinels gejagt und nach und nach vernichtet werden.
Dann wird Wolverines Geist in den Körper seines früheren Ichs geschickt, und damit beginnt die neue, sekundäre Zeitlinie. Während des Films laufen, vor allem aus dramaturgischen Gründen, sowohl die alte als auch die neue Zeitlinie parallel zueinander – ob das nun logisch ist sei einmal dahingestellt, aber immerhin wird es, im Gegensatz zu vielen anderen Zeitreisefilmen, wenigstens erwähnt und erklärt.
Zur sekundären Zeitlinie gehören nach wie vor die Ereignisse von „X-Men: First Class“ und der Teil von „Days of Future Past“, der im Jahr 1973 spielt. Alle anderen Filme gehören allerdings nicht mehr dazu.
Im Internet existiert noch eine weitere Theorie, um die oben erwähnten Kontinuitätsprobleme zu Erklären: Ihr zufolge gibt es nicht zwei, sondern drei Kontinuitäten. In der ersten, die von den anderen völlig losgelöst ist, spielen „X-Men Origins: Wolverine“, „X-Men“, „X2: X-Men United“ und „X-Men: The Last Stand“. Zur zweiten gehören „X-Men: First Class“, „The Wolverine“ und die Zukunftsteile von „Days of Future Past“. Zwischen „First Class“ und „The Wolverine“ finden Ereignisse statt, die denen der ursprünglichen Trilogie sehr ähnlich, aber nicht mit ihnen identisch sind. Die dritte Kontinuität ist die oben beschriebene, durch Wolverines Zeitreise veränderte. Vermutlich ist diese Theorie für den gemeinen Filmschauenden wahrscheinlich ein wenig zu pedantisch.
Am Ende von „Days of Future Past“ erhalten wir noch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der sekundären Zeitlinie, die nicht allzu viel verrät, die aber immerhin einige Schlüsse zulässt und zu Vermutungen anregt: Die Ereignisse von „X-Men“ und „X2: X-Men United“ könnten in groben Zügen in dieser Kontinuität ebenfalls passiert sein, allerdings nicht identisch wie in den alten Filmen. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Wolverine Teil der X-Men ist und Rogue weiße Strähnen hat und mit Bobby Drake/Iceman zusammen ist. Die Ereignisse von „The Last Stand“ dagegen haben sich gar nicht oder zumindest anders abgespielt, da Jean und Cyclops noch leben. Ich persönlich glaube allerdings, dass man diesen Ausblick nur als mögliche Zukunft verstehen sollte, schon allein weil man nicht weiß, was in zukünftigen Filmen noch alles passiert.
Betrachten wir zum Schluss noch einmal, wie „Days of Future Past“ im Jahr 1973 endet und was das für die sekundäre Zeitlinie und die kommenden X-Men-Filme bedeuten könnte. Xavier eröffnet seine Schule wieder, was zu erwarten war. Das heißt, dass wir in „X-Men: Apocalypse“, dem bereits angekündigten Sequel zu „Days of Future Past“, wieder ein funktionsfähiges X-Men-Team unter Leitung des McAvoy-Xaviers zu sehen bekommen werden. Da Magneto entkommt, könnte auch die Bruderschaft wieder auftauchen, mögliche Kandidaten gab es im Film bereits zu sehen, etwa eine jüngere Version von Toad.
Die interessanteste Frage ist nun, wie sich Mystique wohl entwickelt. Sie hat weder Trask noch Magneto getötet und sich mit Xavier zumindest teilweise versöhnt. Vermutlich wird sie sich nicht erneut der Bruderschaft anschließen. Am Ende des Films hat sie die Gestalt des jungen William Stryker angenommen, was auch Fragen bezüglich Logans weiterem Schicksal aufwirft. Bekommt er nun kein Adamantium-Skelett?
Wie auch immer sich die neue Zeitlinie entwickelt, nun ist klar, wie Bryan Singer und Co. den Kontinuitätsknoten des X-Men-Filmuniversums gelöst haben, nämlich genau so, wie Alexander der Große es mit dem Gordischen Knoten getan hat: Sie haben ihn durchgehauen, in dem sie mit „Days of Future Past“ einen Quasi-Reboot initialisiert haben. Diese Lösung ist zweifelsohne reichlich unelegant, ermöglicht aber nun weitere X-Men-Filme ohne den Ballast der bisherigen Teile. Nun stellt sich allerdings noch die Frage, in welcher Kontinuität der dritte Wolverine-Film spielen wird, der für 2017 angekündigt ist und bei dem James Mangold wieder Regie führen soll. Wird er als Sequel zu „The Wolverine“ konzipiert und spielt damit in der primären Zeitlinie, oder spielt er in der sekundären Zeitlinie und steht in irgendeiner Form mit „X-Men: Apcoalypse“ in Verbindung? Only time can tell.

Siehe auch:
X-Men
X-Men: First Class
Wolverine: Weg des Kriegers
X-Men: Days of Future Past
X-Men: Days of Future Past – Soundtrack

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31 Kommentare zu “X-Men: Days of Future Continuity

  1. Illuminat sagt:

    Ich werde den Film erst in ein paar Monaten sehen, weil der bei mir nur in 3D läuft und ich inzwischen nicht mehr ins KIno gehe, wenn es nur noch 3D ist, was leider inzwischen hauptsächlich der Fall ist.

    Deinem Text nach passt das mit den mit den 3 Zeitlinien besser, weil trotz der veränderten Zeit passt First Class als Vorgeschichte zu 1 und 2 immer noch nicht. X-Men 1-3 müssen ja angeblich auch mal passiert sein und trotz der veränderten Zeit ist die Sache mit Cerebro und das kennenlernen von Charles und Magneto noch immer nicht passend.

    Und Charles hatte mit Mystique in den ersten X-Men Filmen nie was zu tun gehabt. Das ist alles die Schuld von Matthew Vaughn. Dieser hat sich mehr als einmal als riesiger Fan von Singers Filmen geoutet (ähnlich wie Singer bei Superman). Und First Class war die Liebeserklärung an diese und hat Wolverine und X-Men 3 ignoriert (ähnlich wie Superman Returns, der 3 und 4 ignorierte). Und Mystique wurde halt zum einen deswegen eingefügt, weil die wohl eine der Lieblingsfiguren Vaughn ist und zum anderen deswegen zu ner Art Schwester von Charles gemacht, um der ne größere und wichtigere Rolle zu geben.

    Ich würde jetzt eher sagen, dass der erste Wolverine und die ersten drei X-Men Filme in einem Universum spielen und die beiden neuen X-Men in einem anderen Universum und beide zusammen ein Multiversum bilden. Und bei letzterem gibt es halt jetzt 2 Zeitlinien. Bei den Comics sollen sich viele Charakete in anderen Universen auch total ähneln, obwohl es verschiedene Universen sind. Deshalb muss man die Sache mit Mystique auf die Weise hinnehmen. Der einzige Problemfall ist der zweite Wolverine, der zwar zweifellos nach X-Men 3 spielt, aber wohl tatsächlich auch Jahrzehnte nach First Class spielen könnte.

    Im Falle von Days of Future Past und den neuen Star Trek Filmen frag ich mich , wieso die Macher sich so eine Schwierigkeit machen und ausgerechnet eine Zeitreise als angeblichen Neustart nehmen, anstatt alles davorige zu ignorieren und wirklich bei Null anzufangen. Bei Batman Begins, Amazing Spider-Man und Man of Steel wurde doch alles vorige ignoriert, wobei Man of Steel wohl doch besser Superman Returns fortgesetzt hätte, weil dieser wie ein aufgemotzter Mischmarsch von Superman 1 und 2 wirkt und zum anderen sich mehr als einmal an Superman 2 bedient. Ich finde ja inzwischen, dass Man of Steel quasi eine Art Mittelfinger der Bosse an Bryan Singer war, der bei seinem zweiten Superman ja selber schon Zod bringen wollte, gespielt von Jude Law.

    Bezüglich Multiversum und Zeitreise zerbrich ich mir schon länger die Birne. Wird eine neue Zeitlinie eigentlich auch als eigenes Universum gehandelt? Um es etwas verständlicher zu machen:

    laut dem Multiversum-Artikel auf Wiki gab es einmal die Theorie, dass es mehrere Universen gibt und jedes einzelne wie eine Seifenblase ist. Wie ist es also nun bei Zeitreisen? Würde sich also wieder eine neue Blase bilden oder bilden sich in einer Blase (=einem Universum) dann 2 kleine Blasen (=2 Zeitlinien), die parallel ablaufen ab einem Zeitpunkt?

    • hemator sagt:

      Das Problem an der Sache ist, dass „Days of Future Past“ sich eben sowohl auf „First Class“ als auch auf die alte Trilogie bezieht – es gibt sogar Rückblenden, man sieht Bryan Cox‘ William Stryker und Jean Greys Tod. Zuschauer, die sich keine Gedanken über Kontinuität machen (und das sind halt nunmal die meisten), gehen damit automatisch – und nicht ganz zu unrecht – davon aus, das alles, so wie es ist, zusammengehört. Wahrscheinlich haben sich die Macher weitaus weniger Gedanken gemacht als die Fans und die Ungereimtheiten (und den ersten Wolverine-Film) mehr oder weniger einfach wegignoriert.

      „Wird eine neue Zeitlinie eigentlich auch als eigenes Universum gehandelt?“

      Die Frage darauf ist ziemlich einfach: Kommt darauf an, wen man fragt bzw. wer schreibt. 😉 In Comics, Romanen und Filmen gab es da schon so ziemlich jede möglich Abwandlung und Variation.

      • Illuminat sagt:

        „Die Frage darauf ist ziemlich einfach: Kommt darauf an, wen man fragt bzw. wer schreibt. 😉 In Comics, Romanen und Filmen gab es da schon so ziemlich jede möglich Abwandlung und Variation.“

        Für was wärst du denn am ehesten?

        Wieso hat X-Men 3 eigentlich nochmal einen ziemlich beschissenen Ruf? Hat es echt zu einem Großteil damit zu tun, dass ein paar der liebgewonnenen Figuren draufgehen und dass das respektlos ist und sich einfach nicht gehört? Ich glaube ein Punkt ist auch der, dass es immer heißt, dass sich Magneto plötzlich ganz anders verhält. Allerdings wollte er die Menschheit auch schon in den Vorgängern auslöschen.

      • hemator sagt:

        „Für was wärst du denn am ehesten?“

        Auch hier kommt es darauf an, was der Geschichte am besten dient. Die meisten Geschichten funktionieren immer nur mit der Version, die sie auch verwenden. Und die meisten Zeitreise-Geschichten haben irgendwo Logiklöcher. Die meisten Parallelkontinuitäten werden gerne verwendet, um Fans von klassischem Material nicht zu verägern, nach dem Motte: Das alte existiert weiter und wird nicht einfach überschrieben. Trotzdem stellt sich auch bei mir die Frage, ob ein vollständiger Reboot bei Star Trek und X-Men nicht vielleicht zweckdienlicher gewesen wäre.

        „Wieso hat X-Men 3 eigentlich nochmal einen ziemlich beschissenen Ruf? Hat es echt zu einem Großteil damit zu tun, dass ein paar der liebgewonnenen Figuren draufgehen und dass das respektlos ist und sich einfach nicht gehört? Ich glaube ein Punkt ist auch der, dass es immer heißt, dass sich Magneto plötzlich ganz anders verhält. Allerdings wollte er die Menschheit auch schon in den Vorgängern auslöschen.“

        Zu viele Figuren werden neu eingeführt, aber nicht entwickelt – mal ehrlich, weshalb sind Fanlieblinge wie Juggernaut und Angel im Film, wo sie für den Plot doch praktisch keine Funktion haben? Sie sind lediglich drin, damit es den Fans gefällt, was aber nach hinten losgegangen ist, da sie einerseits (zumindest teilweise) unpassend adaptiert und andererseits einfach nicht relevant sind.
        Dazu kommt, dass Figuren nicht nur sterben, sondern regelrecht verheizt werden, was ebenfalls unnötig erscheint.
        Bezüglich Magneto: Dieses Mal hat er es vor allem darauf abgesehen, das Heilmittel und seine Quelle zu vernichten. Ich denke, die Kritiker des Films nehmen nicht daran Anstoß, DASS er es tut, sondern WIE er es tut. In „The Last Stand“ geht die Ambivalenz des Charakters zum Großteil verloren, und gerade die war es, die ihn für viele so interessant gemacht hat.
        Viele Fans fanden auch die Umsetzung der Dark-Phoenix-Saga unangemessen.
        Ich persönlich finde „The Last Stand“ ja nicht ganz so schlimm wie viele andere, aber trotzdem ist es der in meinen Augen schwächste Teil der Trilogie, und das nicht nur wegen der oben erwähnten Punkte. Insgesamt finde ich Regieführung und Drehbuch sehr viel schwächer, das soll allerdings nicht heißen, dass es nicht auch gelungene Elemente gibt. John Powells Soundtrack finde ich grandios, und auch Xaviers Tod ist in meinen Augen beispielsweise sehr gelungen inszeniert.

      • Illuminat sagt:

        „Die meisten Parallelkontinuitäten werden gerne verwendet, um Fans von klassischem Material nicht zu verägern, nach dem Motte: Das alte existiert weiter und wird nicht einfach überschrieben.“

        Beim Thema Multiversum wird doch nichts überschrieben. Das erste Universum und das, in dem die neue Geschichte spielt, sind ja verschieden. Überschrieben würde ein Universum nur per Zeitreise, was auch die Gedanken des jenigen, der in die Vergangenheit reiste, betreffen würde. Und bei den Comics von Marvel soll es sowieso ziemlich bekloppt sein, dass bei dem Hauptuniversum zwar die Jahrzehnte vergehen, die Figuren aber einfach nicht altern.

        „Trotzdem stellt sich auch bei mir die Frage, ob ein vollständiger Reboot bei Star Trek und X-Men nicht vielleicht zweckdienlicher gewesen wäre.“

        Bei Star Trek wäre es jedenfalls besser gewesen. Man hat es nur gemacht, um den Nimoy als alten Spock präsentieren zu können und nicht als einer der Vulkanier-Ältesten. Es war eh nicht konsequent, weil der ursprünglich angeblich noch den Shatner im Schlepptau haben sollte, der aber wohl zu wenig Kohle angeboten bekam und/oder keine/n Zeit/bock hatte.

        Zu viele Figuren werden neu eingeführt, aber nicht entwickelt – mal ehrlich, weshalb sind Fanlieblinge wie Juggernaut und Angel im Film, wo sie für den Plot doch praktisch keine Funktion haben?

        Angel wurde im Vorfeld sogar als einer der neuen Hauptfiguren gehandelt, kam aber nur ca. 5 Minuten vor. Und Juggernaut soll eigentlich einer der gefährlichsten Feinde der X-Men sein, hat aber ne ähnliche Rolle wie Bane in Batman & Robin. Dass sie keine große Funktion haben, stärt mich hingegen nicht. Man hat hier eine Geschichte namens X-Men vor sich (auch wenn „Wolverine & the X-Men“ passender wäre), wo es um mehrere Mutanten geht und nicht jeder kann die gleiche Bedeutung bekommen.

        „Dazu kommt, dass Figuren nicht nur sterben, sondern regelrecht verheizt werden, was ebenfalls unnötig erscheint.“

        Was war denn groß mit Cyclops? Den hätte man auch gleich am Ende des ersten draufgehen lassen können. Hätte sich nicht groß auf die anderen Teile ausgewirkt. Der ist sowieso nur gekillt wurden, damit Wolverine noch mehr freie Bahn hat. Deswegen wurde auch Gambit gestrichen, damit noch mehr Zeit für Wolverine da ist.

        „Viele Fans fanden auch die Umsetzung der Dark-Phoenix-Saga unangemessen.“

        Die typischen Comictypen sind doch generell von den bisherigen Filmen enttäuscht. Unter anderem deswegen, weil die X-Men keine Kostüme tragen, sondern so Zeug, dass sie aussehen lässt, als wären sie eben noch in nem Sadomaso-Studio oder in ner Schwulenbar gewesen. Ist nicht meine Ansicht. Hab ich nur mehrmals von wo anders aufgeschnappt. Diese Lady Deathstrike soll eigentlich auch ne ziemlich große Nummer sein, wurde in X-Men 2 ehrlich gesagt aber auch eher unter Wert verkauft. Und Paquin als Rouge hat wohl den meisten Zorn zu spüren gekriegt.

        „Ich persönlich finde “The Last Stand” ja nicht ganz so schlimm wie viele andere, aber trotzdem ist es der in meinen Augen schwächste Teil der Trilogie,“

        Ganz ehrlich, als ich die Trilogie letztes Jahr mal wieder sah, hat der mir diesmal deutlich am besten gefallen. Der wirkte irgendwie viel kurzweiliger. Die ersten beiden haben sich, besonders der zweite, teilweise ziemlich gezogen und dermaßen tiefgründig, wie immer gemacht wird, fand ich die diesmal nicht mehr. Dass der Schwächen hat, will ich nicht abstreiten, aber die sind bei den anderen beiden auch vorhanden.

        „und auch Xaviers Tod ist in meinen Augen beispielsweise sehr gelungen inszeniert.“

        Die Szenen finde ich nicht nur auch gut, sie hat auch viel dramaturgisches Potenzial, weil die X-Men somit ihren eigentlichen Anführer verlieren.

        Aber durch Wolverine 2 und First Class 2 kann man aber nun sagen: die „Zukunft ist Vergangenheit“. Und wie schon gesagt: es ist respektlos und gehört sich einfach nicht, eine liebgewonnene Figur wie den Professor auf den Friedhof zu befördern.

  2. Sword_Dragon sagt:

    Sehr schöner Beitrag!
    Kann mich dir anschließen, dass man sich fühlt als würde zwischen „The Wolverine“ und „Days of Future Past“ einfach ein Film fehlen… Mich überrascht allerdings, dass du eine Sache unangesprochen lässt bei den ‚offenen Fragen‘. Warum hat Wolverine in der Zukunft wieder seine Adamantiumklauen, nachdem sie ihm abgeschlagen wurden? Es gibt zwar Spekulationen, dass Magneto was damit zu tun hat aber ich fand es unterm Strich unbefriedigend ihm nur der Krallen wegen wieder Metall zu eigen werden zu lassen 🙂

    • hemator sagt:

      Vielen Dank.
      Ehrlich gesagt, die Erklärung, dass Wolverine Dank Magneto wieder Adamantiumklauen hat, würde ich am ehesten noch ohne Widerspruch schlucken (es gibt sogar einen Comic, in dem Magneto Wolverines Adamantium entfernt, da ist da neuüberziehen in meinen Augen weniger problematisch). Xaviers Rücckehr im alten Körper und Kitty Prydes Zeitreisekräfte bereiten mir da eher Kopfzerbrechen 😉

      • Sword_Dragon sagt:

        Ja das er ihm das mal entrissen hat stimmt und wo ich drüber nachdenke sagt er doch in „X2“ sogar mit Hinweis auf Stryker es würde neben ihm selber nur wenige geben die Adamantium verarbeiten können…
        Zum Körper von Xavier – ich hab mal irgendwo gelesen, dass Xavier in der Filmkontinuität ein Zwilling gewesen sein soll, aber dieser auf Grund Xaviers Mutation, die schon im Mutterleib sehr ausgeprägt war, ohne Bewusstsein geboren wurde. Xaviers Geist soll seinen faktisch im Mutterleib zerstört haben… Und dieser Bewusstseinslose Zwilling ist der Körper in den Charles seinen Geist flüchtet als Pheonix ihn tötet…
        Was ich mich dann aber in dem Zusammenhang frage: warum sitzt er auch dann im Rollstuhl? Muskeldystrophie weil sein Bruder knappe 50 Jahre nur im Bett gelegen hat?

      • hemator sagt:

        Diese Theorie ist mir auch untergekommen, aber sie wirkt schon arg konstruiert. Manchmal gibt es ja Hintergrundinfos im Bonusmaterial der Blu-Ray, und vielleicht kommt ja sogar irgendwann ein Director’s Cut, der einige dieser Fragen aufklärt – nach allem, was ich weiß, gibt es noch verdammt viele Szene aus der düsteren Zukunft, die geschnitten wurde.

  3. Einzigartige tiefschürfende Analyse über den Film. Könnte mit den aufgezeigten Widersprüchen ja noch leben, solange ein in sich stimmiges neues Film-Universum raus springt. Aber ewig können die X-Filme nicht in der Vergangenheit spielen. Das wäre zumindest langweilig. Aber X-Filme in der Gegenwart müssten dann wegen der End-Szene von DOFP den alten Cast zeigen. Der ist aber eigentlich jetzt schon zu alt. Allein Famke Janssen, die Darstellerin von Jean Grey, ist fast 50. Nimmt man das reale Alter der Schauspielerin als Grundlage müsste sie in der Endszene von DOFP also fast 60 sein.
    Vielleicht wäre da ein Reboot der Reihe sinnvoller gewesen. Dafür hätte man dann aber Hugh Jackman opfern müssen – und auf ihn als Erfolgsgaranten verzichten müssen. Tja…

    • hemator sagt:

      Vielen Dank.
      Genau aus den von dir genannten Gründen denke ich, dass die DoFP-Schlussszene eine mögliche Zukunft zeigt, an die sich die Filmemacher wahrscheinlich nicht halten werden, wenn sie nicht mehr dazupasst.
      Wobei ich mir vorstelle, dass sie den alten Cast schon noch irgendwie mit unterbringen. Es hieß ja in Bezug auf „X-Men: Apocalypse“ zuerst, es sollte nur der First-Class-Cast beteiligt sein, nun gibt es allerdings wieder Gerüchte unf Aussagen, wonach doch wieder Schauspieler der alten Garde beteiligt werden könnten. Auch bei Wolverine: Hugh Jackman sagt im Vorfeld von DoFP, der dritte Wolverine-Solo-Film sei sein letzter Einsatz als Logan, aber dann ist er doch wieder zurückgerudert und war sich nicht mehr ganz so sicher (wahrscheinlich kann er nach dem Erfolg von DoFP nun noch mehr fordern :D)

  4. Illuminat sagt:

    Stimmt es eigentlich wirklich, dass man Jackmans blanken Arsch zu sehen bekommt?

      • Illuminat sagt:

        Das ist jetzt keine Hassrede an diese Gruppe, aber ich muss es trotzdem loswerden:

        manchmal bekommt man dadurch echt das Gefühl dass die Amis schwul sind. Nackte Männer-Oberkörper und – Ärsche gehen in Ordnung, aber wehe, es sind die einer Frau, dann ist der Film erst ab 21.

        Vielleicht sollte ich wirklich langsam auf Serien umsteigen. Da hat man ja keine Probleme, ständig nackte Frauen und Sexorgien unterzubringen.

  5. @Illuminat: Also, ich habe in meinem Leben schon viel mehr nackte Busen als nackte Männerärsche in Filmen – auch amerikanischen – gesehen! Gut, vielleicht nicht gerade in einem Comicfilm ab 12… Ich finde, wenn, dann ist das insgesamt ein Problem, dass Nacktheit in den USA ein größeres Kriterium für ein R-Rating ist als etwa Gewalt. DAS finde ich problematischer!

    @hemator: Danke für diesen ausführlichen Blick auf die Kontinuität der X-Men-Reihe! Ich fürchte, ich muss mir mal ein X-Men-Wochenende mit allen Filmen (außer dem „Origins“-Film) gönnen, um das alles nochmal nachzuvollziehen…

  6. Prima, danke für den Beitrag! Genau so eine Zusammenstellung habe ich gesucht und hat gleichzeitig zig Fragen beantwortet. Da ich mich mit dem X-Men-Comic-Universum nicht so gut auskenne, hat sich da einiges angesammelt. Fand es außerdem sehr erfrischend mal zu hören, dass ein Comic-Kenner den Film gut gelöst findet. (So fasse ich es jetzt mal insgesamt auf 😉 )

    • hemator sagt:

      Freut mich, dass ich helfen konnte 🙂
      Gut gelöst im Bezug auf den Grundplot ist „Days of Future Past“ auf jeden Fall. Ob es auch in Bezug auf den Kontinuitätsknoten gut gelöst ist, wird sich noch zeigen. Aber auf jeden Fall haben sich Fox und Singer jetzt wieder alle Möglichkeiten eröffnet. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, was bei „X-Men: Apocalypse“ herauskommt.

      • Illuminat sagt:

        Da das Ende so aussehen soll, dass alle wieder leben, wird das durchaus Einschränkungen zu folge haben, wenn man sich daran hält.

        Darf der Singer überhaupt noch? Dem drohte ja vor kurzem wegen einer bestimmten Sache, gefeuert zu werden.

      • hemator sagt:

        Stichwort „wenn“. Wie ich oben schon geschrieben habe, wenn ihnen der kurze Zukunftsblick nicht zusagt, erklären sie das einfach zu einer möglichen Zukunft.
        Zum jetzigen Zeitpunkt ist Singer immer noch als Regisseur für „X-Men: Apocalypse“ verpflichtet.

  7. Illuminat sagt:

    Mir ist gerade was eingefallen. Wie würdest du es finden, würden die X-Men Filme nicht in der aktuellen Gegenwart spielen, sondern weiter in der Zukunft, wo es unter anderem schwebende Karren und Laserknarren gäbe? Ich kannte vor Jahren mal einen, der das nannte und fand, dass das viel besser zur Mutantenthematik passen würde.

    Und hast du zufällig auch Ausgaben zu diesem Age of Apocalypse gelesen? Würde man sich das Ziel setzen, eine in sich stimmige Filmreihe oder Serie zu X-Men zu verwirklichen, in der viele mögliche Comicgeschichten umgesetzt werden würden, aber angepasst, mit mehr Dramatik versehen (es gibt tote und die bleiben auch tot) und in eine fortlaufenden Handlung eingebunden, wie und wann würde Age of Apocalypse mit Days of Future Past zusammenpassen?

    • hemator sagt:

      Die Idee hat natürlich was, und in den Comics gab es natürlich auch schon immer mal wieder ähnlich geartete Ableger (man hat wirklich schon sehr viel versucht, u.a. wurde das gesamte Marveluniversum mal ins Jahr 1602 verlegt).

      Comics in denen Apocalypse vorkommt habe ich leider nicht. „Age of Apocalypse“ ist allerdings eine Geschichte mit einem alternativen Geschichtsverlauf, meines Wissens auch mal wieder ausgelöst durch eine Zeitreise. Dabei wird Charles Xavier versehentlich von dem Mutanten Legion, der in der Zeit zurückgereist ist, um Magneto umzubringen, getötet. Das hat zur Folge, dass Apocalypse früher erwacht als in der normalen Kontinuität, Magneto zum Anführer der X-Men wird und mit Rogue zusammenkommt, Wolverine mit nur einer Hand durch die Gegend springt und ähnliche lustige Sachen. Aber wie gesagt, ich habe das nicht gelesen, ich kenne nur den groben Inhalt.
      Ich glaube allerdings nicht, dass diese Geschichte zur Vorlage von „X-Men: Apocalypse“ wird (deshalb auch das Fehlen von „Age of“ im Titel), sondern dass sie sich Elemente mehrerer Apocalypse-Geschichten nehmen und daraus etwas neues machen, wie es ja die Standardprozedur bei Superheldenfilmen ist. Inwiefern das dann mit „Days of Future Past“ oder einem wie von dir beschriebenen Vorhaben zusammenpasst, lässt sich schwer sagen. Vielleicht ähnelt der Inhalt des Films ja dann ein wenig der dritten und vierten Staffel der Zeichentrickserie „X-Men: Evolution“, in welcher Apocalypse ebenfalls zum Hauptgegner wird, was Xavier und Magneto zwingt, sich zu verbünden. Was auch immer adaptiert, es wird sicher massive Änderungen geben, um es an das X-Men-Filmuniversum anzupassen.

      • Illuminat sagt:

        Ich hatte vergessen zu sagen, dass der meinte, dass das besser zur Mutantenthematik passen würde und dass es genannt wurde, als ich mich mit dem über X-Men unterhielt. Mir hat der Grundgedanke aber auch gut gefallen. Ich finde, dass X-Men als eigene Geschichte viel besser funktioniert, wie man in den bisherigen Filmen sieht. Aber damit es noch immer zu Marvel gehört, muss es eben weiter in der Zukunft spielen, weil die Mutanten eine Art Fortschritt sind. Damit die Avengers dennoch mit ihnen agieren können, müssen eben Zeitreisen her. So könnte es z.B. Spider-Man mal in die Zukunft verschlagen, in welcher er dann für eine weile feststecken würde In diesem Abschnitt würde dann seine Mutation beginnen, die in Man-Spider endet. So wäre es möglich, dass er ähnlich wie in der 90er-Zeichentrickserie die X-Men um Hilfe bittet und diese ihn dann, anstatt Punisher und Kraven, nach seiner Verwandlung bekämpfen. Eben so könnte Mr. Sinister in die Verwandlung reisen, um das auftauchen der Mutanten zu beschleunigen und so, ähnlich wie der 90er-Zeichentrickserie von X-Men, der Urvater der Mutanten zu sein ab dem Zeitpunkt.

        Ich hab vorhin nochmal bei der Marvel Wikia vorbeigeguckt und das originale Age of Apocalypse findet auf Erde 295 statt. Ich finde das Erden-Prinzip auf die Art aber bekloppt, weil die Comics mit dem filmischen Medium und den Spielen zusammengezählt werden. Nur passt das mir nicht. Die Erde 616 ist eine ewig weitergehende Geschichte und Erde 1999999, das Cinematic Universe, wird irgendwann ganz bestimmt einen Abschluss haben, auch wenn es erst mal noch weitergeht, wegen der Kohle, die stimmt.

        Dass Age of Apocalypse nicht 1:1 verfilmt wird, wenn überhaupt, ist mir klar. Die ganzen Superheldenfilme sind das ja nie, was aber nicht falsch ist, weil die meisten Comics sicherlich keine Drehbücher sind, auch wenn die Transformers-Filme gezeigt haben, dass man auf ein Drehbuch ebenso gut scheißen kann.

        Ich habe derzeit ein bisschen Lust, privat eine kleine, eigene Marvel-Zeittafel zu erstellen. Allerdings soll das keine Abbildung der bisherigen Verfilmungen oder Comics sein, sondern ich würde mich nur an denen orientieren und die Geschichte so zusammenfassen, wie ich es gerne hätte. So würden die X-Men hier in der Zukunft spielen und das Jahr, in dem Wolverine ihnen Beitritt, wäre 2099 und beim Silvester 2099/2100 gäbe es einen Kampf mit Magneto, der ähnlich wäre wie der beim ersten Film.

        Hier mal ein Beispiel mit Spider-Man:

        2004

        Peter Parker wird geboren.

        2010

        Die Eltern von Peter Parker sind in eine Verschwörung verwickelt. Um Peter zu schützen, obergeben sie ihn seinen Onkel Ben Parker und dessen Frau May, Als sie darauf hören, dass die Eltern bei einen Flugzeugabsturz gestorben sind, beschließen Ben und May, Peter vorerst nichts davon zu erzählen.

        2018

        Peter Parker wird bei einem Schulausflugs während einem Labor-Aufenthalt von einer genveränderten Spinne gebissen und erlangt dadurch neben übermenschlicher Kraft die Fähigkeiten einer Spinne.

        Nach einigen, persönlichen Sachen und ein bisschen Training beschließt Peter, seine Kräfte dafür zu nutzen, ein bisschen Kohle zu verdienen, unter anderem beim Wrestling. Dafür nimmt er die Identität als Spider-Man an. Nach einem Kampf lässt er aus Arroganz einen Dieb laufen.

        Auf dem Rückweg erfährt er, dass sein Onkel Ben erschossen wurde. Schockiert darüber und darüber bescheid wissend, dass es wohl der Dieb war, den er laufen ließ und es dadurch seine Schuld ist. So beschließt er, von nun an, als Spider-Man für Gerechtigkeit zu sorgen.

        2018-2021

        Spider-Man wird immer bekannter und nebenbei trainiert Peter Körper und Kräfte, um stark zu sein.

        2021

        Ein Terrorist, bekannt als Chamäleon, hält die Stadt in Atem. Spider-Ma besiegt ihn samt seiner Handlanger Rhino, Schocker und Vulture und befördert diese in den Knast.

        Peter Parker kommt mit seiner Klasennekameradin Gwen Stacy zusammen.

        2022

        Peter Parker und Gwen Stacy beenden die High-School.

        Und bezüglich Age of Apocalypse hätte ich gern gewusst, wie das nun mit Days of Future Past, natürlich der Grundhandlung, nicht mit der Verfilmung, zusammenpasst, weil Days of Future Past später noch passiert und damit ich darüber bescheid weiß, wann Apocalypse auftauchen und wann er Age of Apocalypse ausrufen könnte.

      • hemator sagt:

        „Ich hab vorhin nochmal bei der Marvel Wikia vorbeigeguckt und das originale Age of Apocalypse findet auf Erde 295 statt. Ich finde das Erden-Prinzip auf die Art aber bekloppt, weil die Comics mit dem filmischen Medium und den Spielen zusammengezählt werden. Nur passt das mir nicht. Die Erde 616 ist eine ewig weitergehende Geschichte und Erde 1999999, das Cinematic Universe, wird irgendwann ganz bestimmt einen Abschluss haben, auch wenn es erst mal noch weitergeht, wegen der Kohle, die stimmt. “

        Ich denke, das ist in diesem Zusammenhang letztendlich eher Kosmetik, solange es kein Crossover zwischen Cinematic Universe und Erde 616 gibt (wie es etwa beim normalen MU und dem Ultimativen MU der Fall war). In der Tat ist es aber natürlich ein wenig verwirrend, weil damit genau so etwas angedeutet wird. Da ist das DC-Universum mit seinen 52 relativ klar definierten Universen (zumindest waren sie das vor dem Reboot) besser dran, da ist das von „Man of Steel“ begründete Filmuniversum auch bislang noch nicht mit dabei.

        „Und bezüglich Age of Apocalypse hätte ich gern gewusst, wie das nun mit Days of Future Past, natürlich der Grundhandlung, nicht mit der Verfilmung, zusammenpasst, weil Days of Future Past später noch passiert und damit ich darüber bescheid weiß, wann Apocalypse auftauchen und wann er Age of Apocalypse ausrufen könnte.“

        Apcoalypse ist in den Comics 1986 zum ersten Mal aufgetaucht, also nach der Gegenwartshandlung von DoFP, damit kann er in der Zukunftshandlung auch nicht mit einkalkuliert werden. Wie genau das passt (oder nicht passt, oder passen könnte) kann ich aber auch nicht sagen da ich, wie gesagt, keinen Comic mit Apocalypse gelesen habe.

        „Ich habe derzeit ein bisschen Lust, privat eine kleine, eigene Marvel-Zeittafel zu erstellen.“

        Warum nicht? Ich habe mir auch schon einmal überlegt, eine eigene Version des Marvel-Universums zu basteln und das dann Fanfiction-mäßig umzusetzen. Nun, Zeit müsste man haben.

  8. Illuminat sagt:

    „Apcoalypse ist in den Comics 1986 zum ersten Mal aufgetaucht, also nach der Gegenwartshandlung von DoFP, damit kann er in der Zukunftshandlung auch nicht mit einkalkuliert werden. Wie genau das passt (oder nicht passt, oder passen könnte) kann ich aber auch nicht sagen da ich, wie gesagt, keinen Comic mit Apocalypse gelesen habe.“

    Dann werde ich es eben so zusammenfassen, dass er auftaucht, als es langsam losgeht und er es, passend zu seinem Namen, auslöst und in der düsteren Zukunft herrscht.

    „Warum nicht? Ich habe mir auch schon einmal überlegt, eine eigene Version des Marvel-Universums zu basteln und das dann Fanfiction-mäßig umzusetzen. Nun, Zeit müsste man haben.“

    Gingen ein paar Details, als Gegenleistung zu meinem Beispiel?

    • hemator sagt:

      „Dann werde ich es eben so zusammenfassen, dass er auftaucht, als es langsam losgeht und er es, passend zu seinem Namen, auslöst und in der düsteren Zukunft herrscht.“

      Wie wäre es damit: Trask baut die Sentinels, die fangen an, Mutanten zu jagen, Apocalypse kommt dazu, übernimmt die Dinger und benutzt sie, um eine Diktatur zu errichten.

      „Gingen ein paar Details, als Gegenleistung zu meinem Beispiel?“

      Nicht wirklich, weil ich mir noch nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht habe, es war mehr eine fixe Idee und ist auch schon ein paar Jahre her. Ich hatte auch einmal die ganz ähnlich gelagerte fixe Idee (ausgelöst durch diverse Crossover aus den 90ern), mal eine Fanfiction zu schreiben, in dem die DC- und Marvel-Helden all dasselbe Universum bewohnen, in dem Captain America und Namor während des zweiten Weltkriegs Teil der Justice Society of America waren und die größten Helden der Welt sich als Judgement League of Avengers (kurz natürlich JLA) zusammentun.

      • Illuminat sagt:

        „Wie wäre es damit: Trask baut die Sentinels, die fangen an, Mutanten zu jagen, Apocalypse kommt dazu, übernimmt die Dinger und benutzt sie, um eine Diktatur zu errichten.“

        Joar, ginge auch!

        „Ich hatte auch einmal die ganz ähnlich gelagerte fixe Idee (ausgelöst durch diverse Crossover aus den 90ern), mal eine Fanfiction zu schreiben, in dem die DC- und Marvel-Helden all dasselbe Universum bewohnen, in dem Captain America und Namor während des zweiten Weltkriegs Teil der Justice Society of America waren und die größten Helden der Welt sich als Judgement League of Avengers (kurz natürlich JLA) zusammentun.“

        Ein bisschen Kacke ist es schon, dass das zwei verschiedene Vereine sind. Aber dann wäre alles nicht nur noch etwas verwirrender, sondern der Ami-Kontinent wäre erst recht überfüllt. Bei meiner Zeittafel würde ich außerdem ein paar Figuren uminterpretieren, damit es keine Amis mehr sind und sie dadurch in einem anderen Land geboren wurden. Dazu würde z.B. Tony Stark zählen, der stattdessen Japaner wäre.

        Ich bin mir seit einiger Zeit ziemlich sicher, dass Disney irgendwann für ebenfalls 4 Milliarden auch DC kaufen wird und es mit Marvel zusammenfügen wird. Grade Batman wäre für die ein gefundenes Fressen und es müssten keine Fragen mehr geben wie „Wieso sind sich Batman und Spider-Man noch nie in einem Film begegnet?“ oder „Wieso hat man in Avengers nicht auch noch Superman um Hilfe gebeten?“. Natürlich wird es so was wie das Ende von Man of Steel nicht mehr geben, nachdem das jemals passiert.

      • hemator sagt:

        „Aber dann wäre alles nicht nur noch etwas verwirrender, sondern der Ami-Kontinent wäre erst recht überfüllt.“

        In den Comics ist es ja noch schlimmer, die hocken da ja fast alle in New York, oder taten es zumindest lange Zeit (das MCU hat das erfreulicherweise ein wenig entzerrt). Wenigstens gibt es noch Captain Britain.

        „Dazu würde z.B. Tony Stark zählen, der stattdessen Japaner wäre“

        Im Ultimativen Marvel Universum ist er immerhin Lateinamerikaner (Antonio Stark).

        „Ich bin mir seit einiger Zeit ziemlich sicher, dass Disney irgendwann für ebenfalls 4 Milliarden auch DC kaufen wird und es mit Marvel zusammenfügen wird. Grade Batman wäre für die ein gefundenes Fressen und es müssten keine Fragen mehr geben wie “Wieso sind sich Batman und Spider-Man noch nie in einem Film begegnet?” oder “Wieso hat man in Avengers nicht auch noch Superman um Hilfe gebeten?”. Natürlich wird es so was wie das Ende von Man of Steel nicht mehr geben, nachdem das jemals passiert.“

        Ich bezweifel, dass Warner da mitmacht – bei DC ist die Lage mit den Figurenrechten halt ganz anders als bei Marvel, und in Zeiten, in denen Superheldenfilme erfolgreicher denn je sind, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Studio wie Warner den Verlag verkauft. Marvel war ja vor der Disney-Übernahme autonom, DC gehört schon seit vielen Jahren zu Warner. Die einzige Möglichkeit wäre, dass Warner bankrott geht und entweder DC verkaufen muss, oder als Gesamtpaket von Disney erworden wird. Momentan sieht es allerdings nicht danach aus.

      • Illuminat sagt:

        Ich halt es zwar nicht für jetzt sofort, aber in naher Zukunft für wahrscheinlich. Nach Pixar, Marvel und Lucasfilm scheint Disney sich jetzt, mit ein bisschen Zeitsprung dazwischen, einen Firmaverein nach dem anderen einzuverleiben, bis denen irgendwann alles gehört.

  9. Illuminat sagt:

    Bezüglich Warner und Disney gibt es nun Gerüchte, dass Disney nun genau das versuchen will, was ich schon seit längerem geahnt habe:

    http://www.comicbookmovie.com/fansites/JoshWildingNewsAndReviews/news/?a=106023

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