Aktuell: Trailer zu „X-Men: Days of Future Past“


Der erste Trailer zu „X-Men: Days of Future Past“, welcher Bryan Singers Rückkehr als X-Men-Regisseur markiert, ist online. „X-Men: Days of Future Past“ kommt im Mai 2014 in die Kinos und wird ein Sequel/Prequel/Midquel sowohl zur X-Men-Trilogie als auch zu „X-Men: First Class“, spielt auf mindestens zwei Zeitebenen gleichzeitig und kann wohl als Bryan Singers FixFic verstanden werden, die das X-Men-Filmuniversum reparieren soll. Es gibt bereits viele alte bekannte zu sehen, unter anderem Iceman, Shadowcat, Wolverine, Rogue, Storm, Professor X und Magneto in zwei Ausführungen und die First-Class-Versionen von Mystique und Beast. Darüber hinaus ist auch Peter Dinklage als Bolivar Trask, der Erfinder der Mutanten jagenden Sentinels zu sehen.
Ich finde den Trailer äußerst gelungen, er legt den Fokus auf die Charaktere und macht unheimlich Appetit auf den nächsten X-Men-Film, der das Potential hat, alle anderen zu übertreffen. Hoffen wir, das Bryan Singer zu alter Hochform aufläuft.

Nebenbei bemerkt: Die deutschen Titel der Marvel-Filme werden immer dämlicher. Bei den X-Men-Filmen wird unelegant übersetzt – „Wolverine: Weg des Kriegers“ (Originaltitel: „The Wolverine“) ging ja noch, aber „X-Men: Erste Entscheidungen“ („First Class“) und „Zukunft ist Vergangenheit“ („Days of Future Past)? Das klingt einfach dämlich, in manchen Fällen ist der englische Titel einfach besser und griffiger. Noch schlimmer arbeiten sie gerade im MCU, wo sie den englischen Untertitel durch einen anderen englischen Untertitel ersetzen: „Thor: The Dark World“ heißt auf Deutsch „Thor: The Dark Kingdom“ und „Captain America: The Winter Soldier“ wird hierzulande unter dem Titel „Captain America: The Return of the First Avenger“ vermarktet. Sinn, wo hast du dich versteckt?
Bei derartigem Unsinn werde ich von jetzt an nur noch Originaltitel verwenden. Ich bin schon gespannt, was sie auf „Avengers 2: Age of Ultron“ machen…

Advertisements

8 Kommentare zu “Aktuell: Trailer zu „X-Men: Days of Future Past“

  1. Illuminat sagt:

    Ich frag mich, wieso dieses eindeutschen und englisch durch anderes englisch ersetzen wieder in zu sein scheint! Es schien ne weile, als hätte es sich durchgesetzt, einfach den originalen zu verwenden.

    Ich komme auch inzwischen von Synchronisationen langsam immer mehr weg. Manche Stimmen sind zwar echt cool, nur leider ist mir inzwischen klar, wie viele Übersetzungsfehler sich einschleichen, manche mit Absicht gemacht wurden, hin und wieder ziemlich miese Sprecher genommen werden und man durch eine Synchronisation Ebenfalls Zensuren anstellen kann. Wenn dann noch Namensänderungen hinzukommen, sei es von Charakteren, Gegenständen oder Orten, dann hört der Spaß endgültig auf!

    • hemator sagt:

      Nicht nur du. Die Filme, die mir wirklich wichtig sind, schaue ich mir ohnehin praktisch nur noch im O-Ton an.

      • Illuminat sagt:

        Bei Herr der Ringe, was aber angeblich schon in den Büchern gewesen soll, wurde unter anderem der Name Baggins durch Beutlin ersetzt. Ich finde aber, dass Baggins viel leichter auszusprechen ist!

      • hemator sagt:

        Im HdR wurden die Namen aller Dinge, die mit dem Auenland und Bree zusammenhängen, übersetzt („Baggins“ zu „Beutlin“, „Bagend“ zu „Beutelsend“, „Shire“ zu „Auenland“ etc.) oder eingedeutscht („Samwise“ zu „Samweis“, „Took“ zu „Tuk“). Das ist in der Tat auch in beiden deutschen Versionen des Romans so. Bei der ersten Übersetzung von Margaret Carroux hat Professor Tolkien mitgearbeitet, diese Übersetzungen sind also vom Autor abgesegnet, und die zweite Übersetzung von Wolfgang Krege behält dies zum größten Teil unverändert bei und macht nur bei einigen Namen (in meinen Augen unnötige) Detailveränderungen. So heißt zum Beispiel der Wirt des Tänzelnden Ponys in Bree (im Original „Barliman Butterbur“) bei Carroux Gerstenmann Butterblume und Krege Gerstenmann Butterblüm.

      • Illuminat sagt:

        Ebenfalls viele Namen geändert wurden bei den verschiedenen Sachen, die auf RTL2 liefen (ich habe mich von den Wort „Anime“ distanziert, weil das auch Zeichentrick ist):

        Bei One Piece heißt der dritte, große Bösewicht wohl im Original „Don Krieg“, während im deutschen daraus „Don Creek“ wurde. Außerdem soll der Doktor, den der rentierhafte Chopper (der auch wirklich ein Rentier ist und kein Elch, wie er ständig in der deutschen Fassung sagt) mal kannte, nicht Bader, sondern Hiruruko oder so ähnlich heißen. Auch gab es wohl einige Sprecherfehlbesetzungen. So soll sowohl der Fischmensch „Okta“, der im Original natürlich auch anders heißen soll, als auch der Wächter „Satori“, einer der 4 Krieger des Gottes Enel während des Skypia-Abschnitts, wo jeder für eine Prüfung zuständig ist, im Original Männer sein, während im deutschen daraus Frauen wurden.

        In der Adventure-Staffel von Digimon gibt es Wirklichkeit keine Digi-Ritter, sondern bloß die auserwählten Kinder. Auch heißt die parallele Welt nicht Digiwelt, sondern entweder Welt der Digimon oder (hauptsächlich) „Die Digitale Welt“. Auch sind die 4 vorletzten Feinde nicht „Die Meister der Dunkelheit“, sondern bloß „Die dunklen Meister“. Auch die Level heißen anders (zuerst Aminame, dann Japaname):

        Rookie = Child
        Champion = Adult
        Ultra = Perfect
        Mega = Ultimate

        Auch wurden Namen geändert oder gekürzt. Das gleiche wie bei den Leveln:

        Tai = Taichi
        Matt = Yamato
        Izzy = Koshiro
        Joe = Jou
        T.K. = Takeru
        Kari = Hikari

        In der Tamers-Staffel gab es auch eine ziemlich üble Sprecherfehlbesetzung bei Renamon. Obwohl Digimon angeblich geschlechtslos sind, so hat er im japanischen eine weibliche Stimme, im deutschen hingegen eine männliche. Zur Farce wird letzteres, sobald die letzte Stufe namens Sakuyamon erreicht wird, die eine Frau darstellt. Wer es auf deutsch geguckt hat, wird schockiert gewesen sein, während man im japanischen schon Renamon längst als Frau kennt. Auch wurden hier und da selbst Dialoge im seltensten Fall geändert. Im Kampf gegen Beelzeb(u)mon ist es so, dass, nachdem er scheinbar jeden besiegt hat und zu sich selbst sagt, dass ihm die Götter zwar jetzt mal können, ein Vertrag/Deal trotzdem einer bleibt, sich an die Tamers richtet. Im deutschen sagt er zu ihnen „Ich bin jetzt ein Dämon, und es wird mir ein Vergnügen sein, euch armselige Menschen zu vernichten.“, im japanischen hingegen laut Untertitel was ähnliches wie „Ich werde euch Menschen ebenfalls fressen! Und dann werde ich auch zu einem Gott, aber einem teuflischen.“

        Dennoch wurde im deutschen nicht alles von Grund auf geändert, weil die japanischen Fassungen als Vorlage gedient haben sollen und nur wegen Lizenz-Gründen Namen und manche Dialoge von den Amifassungen genommen werden mussten, die ziemlich übel sein sollen. Dadurch konnte man auch hier die Original-Musik hören und nicht den sogenannten Digi-Rap (ab 4:43):

        Yu-Gi-Oh hat es auch ziemlich übel erwischt, weil hier wegen Lizenzgründen die Amifassung übernommen werden musste, weil diese sich einst die Weltrechte gesichert hatten (und inzwischen verloren haben). So gibt es eigentlich kein Reich der Schatten, sondern der Verlierer einen sogenannten Schattenduells/Finsternisduells geht drauf, sobald er verliert. Auch spielt das Thema „Weltrettung“ eine viel kleinere Rolle und seit dem der Geist des Pharao im Millennium-Puzzle haust, sind nicht schon 5000, sondern bloß 3000 Jahre vergangen. Auch wurden zahlreiche Dialoge geändert, oft zum schlechteren und sogar an Stellen gelabert, wo im Original stille ist. Und natürlich auch hier Namensänderungen, sowohl bei Charakteren, als auch bei Karten:

        Joey Wheeler = Jounouchi Katsuya/Katsuya Jounouchi
        Slifer, der Himmelsdrache = Osiris, der Himmelsdrache
        Alligator-Schwert = Wyvern-Krieger
        Maximillian Pegasus = Pegasus J. Crawford/Crawford J. Pegasus
        Der geflügelte Drache des Ra = Ra, der geflügelte Sonnendrache
        Monsterreanimation = Wiederauferstehung von den Toden

        Auch wurden die Karten selbst zensiert, sowohl in der Serie, als auch in echt. Ihre Namen wurden von Wörtern wie Tod/Death und heilig/holy gereinigt und auch die Bilder bearbeitet, falls zu viel Nacktheit oder Gewalt vorkommt oder was religiöses wie ein Heiligenschein oder Kreuz/Pentagramm oder Hexakram zu sehen war.

        Bei Pokemon, wo auch wieder eine Amifassung als Vorlage diente, heißt jeder Charakter, jede Stadt und fast jedes Pokemon in jedem Land anders. Hier ein Bespiel eines bekanntesten Namen in deutsch. englisch, französich, koreanisch und japanisch:

        Glumanda, Charmander, Salameche, Pairi, Hitokage
        Glutexo, Charmeleon, Reptincel, Rijadeu, Lizardo
        Glurak, Charizard, Dracaufeu, Rijamong, Lizardon

        Auch Hauptcharakter Satoshi, der nach dem Erfinder von Pokemon benannt ist, hat es erwischt, so heißt dieser außerhalb Japans fast überall Ash. Nur in Frankreich allerdings wurde er nochmal umbenannt, und zwar in Sasha.

        Den absoluten Vogel schiesst aber Saber Rider ab, wo man die Serie Musketeer Bismarck nahm, alle Namen veränderte, sich eine komplett neue Hintergrundgeschichte ausdachte, den eigentlich Hauptcharakter zum Nebencharakter machte und dafür einen anderen zum jetzigen Hauptcharakter und zusätzlich 5 Folgen aus der ursprünglichen Serie strich und durch 6 neue ersetzte (hab das originale Serie noch nicht gesehen, deshalb labere ich jetzt mal nur das selbe nach wie viel andere).

        Kannst zwar mit dem ganzen Kram sicherlich nichts mehr anfangen (bei Pokemon und Digimon ist mein Intresse eigentlich auch schon langen nicht mehr vorhanden), aber es hat grade so super gepasst und zeigt, wie stark Zensur sein kann und dass man sich langsam vorbereiten sollte, nur noch im Original zu gucken. Ganz egal, in welcher Sprache!

      • hemator sagt:

        Das lässt sich alles mit zwei Worten wunderbar zusammenfassen: 4Kids Entertainment 😉

      • Illuminat sagt:

        Woher kennst du 4Kids = „For Kids“?

        Bei Digimon und One Piece hat aber wie gesagt die die Japanfassung als Vorlage gedient. Bei Digimon mussten aus Lizenzgründen Namen von der Amifassung übernommen werden (allerdings hat die deutsche Fassung aber auch Sachen getilgt, unter anderem alle Erwähnungen zu Japan). Außerdem sollen die Amifassungen nicht von 4Kids sein, sondern von Disney. Zumindest soll es bei Adventure so gewesen sein, Und bei One Piece dienten wohl die deutschen Übersetzungen der Comics (komm mir nicht mit dem Mangageschwätz) als Vorlage, die aber massenhaft Fehler und Fehlübersetzungen beinhalten sollen. Bezüglich One Piece soll es zumindest von den ersten 143 Folgen tatsächlich mal eine 4Kids-Fassung gegeben haben, die so stark runtergeschnitten wurden, dass von den ursprünglich 143 nur noch 104 übrig waren. Und das sollen ein paar der weiteren Unterschiede sein:

        Mittlerweile gibt sowohl von den ersten 143, als auch von den späteren Folgen, eine neue Sprachfassung aus dem Amiland, die nicht nur recht gut sein soll angeblich, wenn man bedenkt, dass die Amis als Sprecher einen miesen Ruf haben, sondern auch die deutsche Fassung weit in den Schatten stellen soll. Bezüglich der deutschen Fassung gab es natürlich auch Sprachverharmlosungen, die aber jetzt nicht groß besprochen werden sollen.

        Bei Pokemon und Yu-Gi-Oh hingegen wurden tatsächlich die 4Kids-Fassungen wegen Weltrechten genommen. An beiden hat es aber inzwischen die Rechte wieder verloren. Bei Pokemon hat dann wohl Warner den Vertrieb aufgenommen. Allerdings mussten sie dann natürlich die veränderten Namen übernehmen, weil sich sonst alle außerhalb Japans gefragt hätten, wieso Ash (Sasha im falle Frankreichs) plötzlich Satoshi heißt. Und bei Yu-Gi-Oh wurden die Nachfolger GX und 5D’s nicht mal zu ende gebracht, weil man unbedingt sofort zum nächsten wollte. Und hier nochmal 2 Beispiele, was 4Kids aus dem (außerhalb Japans) ersten Yu-Gi-Oh gemacht hat:

  2. Illuminat sagt:

    Um nochmal wirklich zu Synchronisationen zurückzukommen:

    Einen großen Schnitzer gibt es beim ersten Terminator. Als dieser auf die Punks trifft, sagt einer von denen im deutschen kurz vor der Wende „Ziemlich ätzend, der Typ! Ich wüsste zu gern, wo der herkommt.“, im Original hingegen irgendwas über Bodybuilding und Muskeln (natürlich auf Schwarzeneggers Aussehen bezogen). Noch schwerwiegender ist, nachdem der Terminator Klamotten will. Da sagt der gleiche Punk, nach dem er sein Messer bereit gemacht hat, in der Übersetzung „Schnauze halten, du Arschloch!“, im Original hingegen „Fuck you, asshole!“. Und genau das speichert der Terminator und sagt das später zum Hausmeister (in Kombination mit dem Schwarzenegger-Akzent natürlich zum Todlachen), im deutschen hingegen „Fick dich selber, du Arschloch!“. Dabei sieht man zum einen in der Datenbank-Sicht ganz deutlich „Fuck you“ und zum anderen hat der Hausmeister dass nicht schon zu dem gesagt, wodurch das „selber“ noch weniger Sinn ergibt.

    Eine Sprecherfehlbesetzung hingegen ist für mich die von Geena Davis in „Die Fliege“. Im Original hört die sich tief an, während die im deutsche dagegen im Vergleich eine Piepsstimme bekommen hat. Außerdem wurde der Ton am Ende etwas zensiert. Wenn der Fliege zu beginn der endgültigen Verwandlung der Kiefer versehentlich runtergerissen wird, hört man im Original ganz deutlich das Röcheln.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s