Hellraiser: Deader

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Story: Die Reporterin Amy Klein (Kari Wuher) ermittelt in Bukarest wegen eines merkwürdigen Kultes, der mörderische Rituale auf Video aufnimmt und angeblich die Toten wiederauferwecken kann. Die sogenannten „Deaders“ werden vom ominösen Winter (Paul Rhys) angeführt, der behauptet, die Grenze zwischen Leben und Tod überwunden zu haben. Natürlich spielt dabei auch eine gewisse Puzzlebox eine Rolle, durch die Pinhead (Doug Bradley) und die Cenobiten auf den Plan gerufen werden…

Kritik: Rick Botas zweiter Hellraiser-Film ist praktisch eine Mischung aus „Hellraiser III: Hell in Earth“ und „Hellraiser: Hellseeker“. Gegenüber Letzterem ist er eine eindeutige Verbesserung; im Gegensatz zu „Inferno“ und „Hellseeker“ ist die Protagonistin von „Deader“ wenigstens kein absolutes Arschloch, sondern jemand, mit dem der Zuschauer durchaus mitfiebern kann – sie erinnert ein wenig an Joey Summerskill. Beide sind Reporterinnen, die sich mit merkwürdigen, durch die Puzzlebox ausgelösten Ereignissen auseinandersetzen müssen. Obwohl „Hellseeker“ strukturell durchaus an die beiden direkten Vorgänger erinnert – Pinhead hat erst am Schluss seinen großen Auftritt und zuvor hat der Protagonist Probleme, Realität von Wahn zu unterscheiden – ist das Ergebnis ein anderes, denn Amy befindet sich nicht schon die ganze Zeit lang in ihrer eigenen, privaten Hölle.
„Hellseeker“ fehlt zwar die Symbolik und die Atmosphäre von „Inferno“, der Film ist allerdings bei Weitem spannender und sehr viel weniger dröge als „Hellseeker“. Allerdings merkt man auch dem siebten Film der Serie an, dass er auf einem Drehbuch basiert, das nicht ursprünglich als Hellraise-Drehbuch konzipiert war. Gerade die Deaders wirken irgendwie fehl am Platz, da Unsterblichkeit und Nekromantie eigentlich keine Themen sind, die im Hellraiser-Franchise eine große Rolle spielen – es geht eher um Lust und Schmerz. So wirkt die Verbindung zur Puzzlebox auch recht ungeschickt. Der von Paul Rhys gespielte Winter ist ein weiteres Zugeständnis an den Hellraiser-Mythos, da er von Pinhead als Nachfahre Philipe Lemerchands identifiziert wird – die Verknüpfung wirkt allerdings ebenfalls sehr erzwungen.
Schauspielerisch überzeugt vor allem Kari Wuher, Rhys bleibt in seiner Rolle recht blass und uninteressant. Doug Bradley holt wie üblich alles raus, was aus seinen fünf Minuten Leinwandzeit herauszuholen ist. Ebenso auffällig wie schade ist, dass alle anderen Cenobiten außer Pinhead zur puren Staffage werden, in diesem Film fast noch stärker als im Letzten. Sie tauchen zusammen mit Pinhead auf, sind aber zu nichts mehr nütze, und darüber hinaus nur noch billige Kopien der ursprünglichen Cenobiten.
Fazit: „Hellraiser: Deader“ ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger und funktioniert als netter kleiner Mysterythriller noch ganz gut, ähnlich wie bei „Inferno“ und „Hellseeker“ wirken die Verbindungen zur Hellraiser-Mythologie allerdings erzwungen.

Trailer

Siehe auch:
Hellraiser
Hellbound: Hellraiser II
Hellraiser III: Hell on Earth
Hellraiser: Bloodline
Hellraiser: Inferno
Hellraiser: Hellseeker
Hellraiser: Hellworld
Hellraiser: Revelations

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