Hellraiser: Hellseeker

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Story: Trevor (Dean Winters) und seine Frau Kirsty (Ashley Laurence) geraten in einen Autounfall. Einen Monat später erwacht Trevor im Krankenhaus, Kirsty ist verschwunden und er hat Probleme mit Kopfschmerzattacken und Gedächtnislücken. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, glaubt die Polizei, er sei für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich und leidet an Wahnvorstellungen, die es schwierig machen, Realität und Traum auseinanderzuhalten. Nach und nach findet Trevor heraus, dass er sich selbst in einem Netz aus Lügen verstrickt hat, in dessen Zentrum sich eine mysteriöse Puzzlebox befindet…

Kritik: „Hellraiser: Hellseeker“ ist der zweite Direct-to-DVD-Film der Serie und markiert das Franchise-Debüt von Regisseur Rick Bota, der nicht nur für diesen, sondern auch die nächsten beiden Hellraiser-Filme verantwortlich ist.
Im Großen und Ganzen wiederholt „Hellseeker“ die Formel des Vorgängers „Inferno“: Abermals steht ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse im Mittelpunkt, der nach einem einschneidenden Ereignis Probleme damit hat, zwischen Wirklichkeit und Wahn zu unterscheiden. Die Hellraiser-Mythologie spielt dabei bestenfalls eine Nebenrolle, und am Ende entdeckt der Protagonist, dass er sich schon die ganze Zeit in seiner eigenen, persönlichen Hölle befindet, was ihm Pinhead am Ende mitteilt. „Hellseeker“ ist „Inferno“ allerdings in fast jeder Hinsicht unterlegen. Wo „Inferno“ dichte Symbolik und alptraumhafte Bilder liefert, ist „Hellseeker“ in kalten, blaustichigen Bildern gehalten und optisch wie inhaltlich ziemlich langweilig. Trevor ist noch unsympathischer als Joseph Thorne, sodass es schwer fällt, ihm Sympathie entgegen zu bringen, was auch an Dean Winters liegt, der immer nur dieselbe Mimik zur Schau stellt. Darüber hinaus fehlt auch die Spannung, und die wenigen Schockeffekte wirken ziemlich uninspiriert.
Neben Doug Bradley, der wie üblich seinen Fünfminutenauftritt als Pinhead absolviert, kehrt in „Hellseeker“ ein weiterer Veteran des Franchise zurück: Ashley Laurence als Kirsty Cotton. Ihr Rolle fällt allerdings verhältnismäßig klein aus, dennoch kommt man nicht umhin zu bemerken, dass es wahrscheinlich viel interessanter wäre, wenn sie statt Trevor die Protagonistin gewesen wäre, da sich Ashley Laurence schauspielerisch seit „Hellbound: Hellraiser II“ sichtlich verbessert hat.
Letztendlich ist „Hellseeker“, genau wie „Inferno“, ein Psychothriller, der in letzter Sekunde zum Hellraiser-Film umgemodelt wurde. Allerdings fehlt all das, was „Inferno“ zumindest ansatzweise interessant gemacht hat, in diesem Film fast völlig.
Fazit: Der Anfang vom Ende des Franchise. „Hellseeker“ ist der erste in einer Reihe völlig uninspirierter Sequels, deren einziges Highlight Doug Bradleys Auftritt als Pinhead ist. Immerhin ist „Hellseeker“ noch besser als „Hellraiser: Revelations“.

Trailer

Siehe auch:
Hellraiser
Hellbound: Hellraiser II
Hellraiser III: Hell on Earth
Hellraiser: Bloodline
Hellraiser: Inferno
Hellraiser: Deader
Hellraiser: Hellworld
Hellraiser: Revelations

Aktuell: Ben Affleck wird neuer Batman

Ben Affleck; John Goodman; Kyle Chandler; Barry Livingston; Tate Donovan; Alan Arkin; Victor Carber; Scoot McNairy, Rory Cochran
In der Fortsetzung zu „Man of Steel“ wird Ben Affleck Batman spielen. Zumindest für mich kam diese Ankündigung sehr überraschend, und irgendwie ist sie auch ernüchternd. Mir geht es da wohl wie vielen anderen Fans auch: Man hat immer noch den Daredevil-Film im Kopf. Zugegebenermaßen habe ich seit „Daredevil“ allerdings so gut wie keinen Film mehr mit ihm gesehen (nicht weil ich ihn boykottieren würde, das war eher zufällig). Zumindest als Regisseur scheint er gute Arbeit zu leisten, wenn man den positiven Argo-Kritiken glauben darf. Wie er sich schauspielerisch entwickelt hat…ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Nachdem, was man so liest, denken viele ähnlich, die Ankündigung hat nicht gerade Jubelstürme hervorgerufen. Ich persönlich hätte es bevorzugt, wenn ein weitestgehend unbekannter Schauspieler gecastet worden wäre, der dann in die Rolle hätte hineinwachsen können. Aber bei Batman-Filmen kam es ja schon öfter vor, dass die Ankündigung eines Schauspielers Ernüchterung bis Protest hervorgerufen hat – siehe Michael Keaton oder Heath Ledger. Man wird sehen…

Quelle
Interessanter Artikel mit Hintergründen