Hellraiser: Revelations

Halloween 2012

Story: Die beiden Freunde Steven (Nick Eversman) und Nico (Jay Gillespie) machen einen Trip nach Mexico, auf dem sie mit einer bestimmten Puzzlebox in Kontakt kommen. Von diesem Trip kommen die beiden nicht wieder zurück, sodass sich ein Jahr späte die Familien der beiden Jungen versammeln. Besonders Emma (Tracey Fairaway), Stevens Schwester und Nicos Freundin, macht sich Gedanken und findet in den Hinterlassenschaften der beiden schließlich die Puzzlebox. Kurz darauf scheint Steven wieder aufzutauchen, blutig und verwirrt. Doch Pinhead (Stephan Smith Collins, gesprochen von Fred Tatasciore) und die Cenobiten sind ihm dicht auf den Versen…

Kritik: Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu den Teilen fünf bis acht handelt es sich beim neunten Hellraiser-Film auch wirklich um einen „echten“ Hellraiser-Film und nicht um ein bereits bestehendes Drehbuch, in das kurzfristig Pinhead eingefügt wurde. Die schlechte Nachricht: Der Film ist praktisch kompletter Müll. Da die Weinstein-Company vor der Entscheidung stand, entweder die Rechte am Franchise zu verlieren oder einen weiteren Film zu drehen, wurde das Juwel mit dem Namen „Hellraiser: Revelations“ innerhalb von zwei Wochen mit einem Budget von 300.000 Dollar abgedreht. Nicht einmal Doug Bradley, dessen Darstellung des Pinhead das einzige konstante Element der Serie ist (bzw. war), konnte gewonnen werden. Stattdessen wird der Vorzeige-Cenobit von Stephan Collins gespielt und Fred Tatasciore gesprochen. Es ist wohl kaum nötig zu erwähnen, dass beide es mit Bradley nicht aufnehmen können. Pinhead sieht eher aus wie eine Actionfigur seiner selbst, die Darstellung ist hölzern, absolut nicht furchterregend und Doug Bradleys markante Stimme wird schmerzlich vermisst.
Im Großen und Ganzen handelt es sich bei „Hellraiser: Revelations“ eigentlich lediglich um einen Aufguss des Originalfilms, der Plot ist stark von „Hellraiser“ inspiriert, um es höflich auszudrücken. Nico ist eindeutig an Frank Cotton angelehnt und macht praktisch dieselbe Reise durch: Er öffnet die Puzzlebox und wird von den Cenobiten in deren Dimension verschleppt, aus der er allerdings entkommen kann und von Steven, der hier quasi die Rolle von Julia einnimmt, mit Blut versorgt werden muss. Steven muss auch für Larry herhalten, da es seine Haut ist, die Nico schließlich stiehlt. Der Twist am Ende ist schließlich so einfallslos wie vorhersehbar
Auch sonst merkt man dem neunten Teil der Filmreihe sein mageres Budget und die fehlende Drehzeit stets an. Die Schauplätze sind einfallslos und lassen sich an einer Hand abzählen, die Schauspieler wirken amateurhaft, die Dialoge aufgesetzt und was möglicherweise als Hommage an den ersten Film der Serie gedacht war, wirkt wie einfallsloses Recycling. Besonders zeigt sich das an Pinheads Auftritten. Vor allem in den ersten Hellraiser-Filmen waren diese stets enorm beeindruckend, nicht zuletzt Dank des Gespürs des jeweiligen Regisseurs, Doug Bradleys Präsenz und Christopher Youngs grandioser Musik. Hier sind sie einfach nur langweilig. Das einzig Gute, das sich über diesen Film sagen lässt, ist, dass die Laufzeit nur etwas über einer Stunde beträgt.
Fazit: „Hellraiser: Revelations“ ist der absolute Tiefpunkt der Serie, ein C-Movie, das ausschließlich gedreht wurde, damit die Weinstein-Company die Rechte am Stoff behalten kann. Von hier ab kann es eigentlich nur noch bergauf gehen.

Trailer

Halloween 2012:
Prämisse
Hellraiser
Hellraiser: Inferno
Gehenna: Die letzte Nacht
Sodium Babies
Die zehn besten Horror-Soundtracks
American Horror Story
Finale

Siehe auch:
Hellbound: Hellraiser II
Hellraiser III: Hell on Earth
Hellraiser: Bloodline
Hellraiser: Hellseeker
Hellraiser: Deader
Hellraiser: Hellworld

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