Darkness – Das ewige Dunkel


Enthalten in US-Star Wars (Republic) 32-35 (engl.) und Star Wars 30-31 (dt.).
In gewissem Sinne ist „Darkness“ so, wie „Das Dunkle Portal“ hätte sein sollen. Diese vierteilige Storyline der Republic-Serie bringt das Zeichener/Autorem-Dream-Team Ostrander/Duursema zu Quinlan Vos zurück. Die Ausgangslage ist der von „Das Dunkle Portal“ gar nicht unähnlich: Auch hier gilt es merkwürdige Vorkommnisse (in diesem Fall eine Störung in der Macht und Sicherheitsprobleme) auf einem Planeten zu untersuchen und der Jedi-Rat schickt ein weiteres Mal Quinlan Vos. Doch dieses Mal handelt es sich um Kiffex, den Zwillingsplanet von Vos‘ Heimatwelt Kiffu, der als Gefängnisplanet genutzt wird. Diese Rückkehr in die Umgebung seiner Jugend konfrontiert den noch immer unter Gedächtnislücken leidenden Vos abermals mit seiner Vergangenheit, und dieses Mal wirklich im großen Stil. Statt eines planetenverschlingenden Plots dreht sich in „Darkness“ alles um weitaus persönlichere Konflikte und deren Bewältigung. So lernt der Leser nicht nur Quinlan Vos‘ Jedi-Ausbilder Tholme (zusammen mit einige anderen etwas ungewöhnlicheren Jedi wie der baumartigen Neti T’ra Saa und dem blinden Meister Zao), sondern erfährt auch, wie Quinlan zum Jedi-Orden kam. Darüber hinaus wird auch der Handlungsstrang um Vos‘ Schülerin Aayla Secura wieder aufgenommen, denn es stellt sich heraus, dass sie, unter dem Einfluss des dunklen Jedi Volfe Karkko, für die merkwürdigen Vorkommnisse verantwortlich ist. Ebenso kehrt auch Vilmahr Grahrk wieder zurück und sorgt dafür, dass die doch recht düstere Geschichte von ein wenig Humor aufgelockert wird, ohne dass es aufdringlich oder gezwungen wirkt. Dennoch trägt dieser Comic seinen Namen zu Recht, denn vor allem die innere Dunkelheit der Protagonisten steht im Zentrum, ebenso wie tiefsitzende Ängste und deren Bewältigung. „Darkness“ geht mit seinen Charakteren sehr sorgsam um, entwickelt diese weiter und ergründet ihre Vergangenheit. Und da es sich trotz allem um Star Wars handelt, kommt natürlich auch die Action nicht zu kurz, gekrönt von einem Lichtschwertduell zwischen Quinlan Vos und Volfe Karrko. Das alles setzt Jan Duursema in atmosphärische, düstere und wunderbar anzusehende Bilder um.
Fazit: „Darkness“ ist in jeder Hinsicht, sowohl was Story, Charaktere als auch Zeichnungen angeht, dem extrem gelungenen „Twilight“ noch ein wenig überlegen und lässt „Infinity’s End“ weit hinter sich.

Siehe auch:
Twilight – Jedi-Dämmerung
Infinity’s End – Das dunkle Portal

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