Star Wars: The Clone Wars – Soundtrack


Tracklisting:

01. Star Wars Main Title & A Galaxy Divided
02. Admiral Yularen
03. Battle of Christophsis
04. Meet Ahsoka
05. Obi-Wan to the Rescue
06. Sneaking Under the Shield
07. Jabba’s Palace
08. Anakin vs. Dooku
09. Landing on Teth
10. Destroying the Shield
11. B’omarr Monastery
12. General Loathsom/Battle Strategy
13. The Shield
14. Battle of Teth
15. Jedi Don’t Run!
16. Obi-Wan’s Negotiation
17. The Jedi Council
18. General Loathsom/Ahsoka
19. Jabba’s Chamber Dance
20. Ziro Surrounded
21. Scaling the Cliff
22. Ziro’s Nightclub Band
23. Seedy City Swing
24. Escape from the Monastery
25. Infiltrating Ziro’s Lair
26. Courtyard Fight
27. Dunes of Tatooine
28. Rough Landing
29. Padme Imprisoned
30. Dooku Speaks With Jabba
31. Fight to the End
32. End Credits

2008, drei Jahre nach „Die Rache der Sith“, kehrte Star Wars mit dem Pilotfilm zur Serie „The Clone Wars“ auf die Leinwand zurück und enttäuschte mich dabei auf so ziemlich jede erdenkliche Weise, wie ich schon öfters dargelegt habe. Eine der größten Enttäuschungen war dabei der Soundtrack. Ohne Zweifel kann man sagen, dass John Williams‘ Meisterwerke meinen Einstieg in die Welt der Soundtracks darstellten. Der Imperiale Marsch war das erste Leitmotiv, das ich bewusst wahrnahm und auch noch heute liebe ich alle sechs Star Wars Scores heiß und innig. Ein neuer Soundtrack aus der weit, weit entfernten Galaxis klang (wie die Ankündigung von „The Clone Wars“ selbst auch) recht vielversprechend. Zwar würde der Meister nicht selbst Hand anlegen, aber ein fähiger Komponist könnte die Themen sicher sinnvoll adaptieren und dem typischen Stil treu bleiben. Leider erwies sich Kevin Kiner, der letztendlich den Taktstock für „The Clone Wars“ schwang, in dieser Hinsicht nicht als fähig, oder zumindest nicht als willig. Letztendlich wurden gerade Mal die, nennen wir es mal „absoluten Minimalanforderungen“ erfüllt: Der Film (und auch jede Episode der Serie) beginnt und endet mit dem berühmten Titelthema – und das in einer wirklich unschönen, knalligen Variation, die zwar zur Serie passt, aber dem Thema nicht gerecht wird. Ansonsten kann man die Einsätze bekannter Williams-Themen an einer Hand abzählen: Zu den bereits erwähnten beiden Statements des Hauptthemas in den Tracks A Galaxy Divided und End Credits kommt in Fight to the End noch das Macht-Thema und in Admiral Yularen eine abgewandelte und völlig deplatzierte Version des Bespin-Underscorings aus „Das Imperium schlägt zurück“ vor (der Track Betrayal at Bespin bei 1:15 auf dem Soundtrack von Episode V). Mit sehr viel gutem Willen kann man in Fight to the End auch noch eine Anspielung an den Imperialen Marsch heraushören, aber dabei könnte es sich auch um eine zufällige Ähnlichkeit handeln. Ansonsten war’s das! Keines der weiteren Themen hat seinen Weg in Kiners Score gefunden, obwohl es an Gelegenheiten nicht gemangelt hätte. Wo ist das Jabba-Thema, das in den Episoden I und VI zum Einsatz kam? Wo ist Across the Stars, das Liebesthema von Anakin und Padmé, wo ist das Anakin-Thema, wo das Sith-Thema, der Marsch der Handelsföderation und, und, und? Williams hat für dieses Universum eine derart reichhaltige Themensprache geschaffen, wie man sie sonst nur noch bei Shores „Herr der Ringe“ Soundtracks findet, aber nichts davon wendet Kiner an.
Ebenso verhält es sich mit dem Williams’schen Stil, der ebenso essentiell wie die Themen ist. Stattdessen gibt es zum Beispiel in Obi-Wan to the Rescue Heavy-Metal-artige E-Gitarrenriffs, die absolut gar nicht ins Star Wars Universum passen. Zwar verwendete Williams im Soundtrack zu „Angriff der Klonkrieger“ ebenfalls eine E-Gitarre, allerdings tat er das auf zum Rest passende Weise. Auch ansonsten versucht Kiner gar nicht erst, an Williams‘ Stil anzuknüpfen, stattdessen hört man vieles, das von Hans Zimmer oder einem seiner Remot-Control-Schüler/Klone stammen könnte, zusätzlich zur Verwendung möglichst vieler exotischer Instrumente, die für einen möglichst außerirdischen Klang sorgen sollen, aber lediglich bewirken, dass sich dieser Score nur noch weiter vom passenden Klangbild entfernt.
Im Allgemeinen arbeitet Kiner stärker mit Underscoring als mit Themen. Zu seinen eigenen Werken in dieser Hinsicht gehören ein Thema für Anakins Padawan Ahsoka, die Jedi und Anakin selbst (das mit Williams‘ Thema für diese Figur allerdings nichts zu tun hat), jedoch sind diese Themen meilenweit von den klassischen Leitmotiven der beiden Trilogien entfernt.
Fazit: Als Soundtrack für einen beliebigen Sci-Fi- oder Actionfilm wäre Kiners durchaus abwechslungsreicher Score sicher sehr brauchbar, aber als Star-Wars-Soundtrack versagt er wegen der Abkehr von den Williams’schen Themen und dem Stil des Maestro völlig.

Siehe auch:
Die Klonkriege – Persönliche Einschätzung
Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung – Soundtrack
Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück – Soundtrack
Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter – Soundtrack
Star Wars Episode I: Die Dunkle Bedrohung – Soundtrack
Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger
Star Wars Episode III: Die Rache der Sith – Soundtrack
Shadows of the Empire – Soundtrack
Shadows of the Empire – Soundtrack
Star Wars: The Old Republic – Soundtrack

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s