Paul – Ein Alien auf der Flucht


Story: Graeme Willy (Simon Pegg) und Clive Gollings (Nick Frost) sind zwei britische Comicfans, die sich auf einem Rod-Trip durch Amerika befinden und dort auf das Alien Paul (O-Ton: Seth Rogen, deutsche Version: Bela B.) treffen, das aus Area 51 fliehen konnte und nun nachhause möchte. Paul ist allerdings so gar nicht wie E.T., er raucht, flucht und sein Humor ist mehr als anstößig. Das muss auch Ruth Buggs (Kristen Wiig), die Tochter eines evangelikalen Hinterwäldlers feststellen, die auf dem Weg aufgegabelt und deren Weltbild durch Paul kräftig durcheinander gebracht wird. Und natürlich sind auch die Agenten der Regierung hinter dem Alien her…

Kritik: Im Großen und Ganzen hat mich „Paul“ sehr stark an „Fanboys“ erinnert. Wie auch Kyle Newmans liebevolle „Star Wars“ Hommage ist „Paul“ in erster Linie ein Film von Fans für Fans, verpackt als Road Movie und voller Anspielungen und Referenzen an das Sci-Fi-Genre. Das geht in der Tat fast schon so weit, dass man viele der Gags, vor allem, wenn es um die subtileren geht (etwa, wenn in einer Kneipe das Cantina Band Stück aus „Eine neue Hoffnung“ gespielt wird), ohne eine gewisse einschlägige Vorbildung nicht verstehen kann – für mich ist das allerdings kein Kritikpunkt, im Gegenteil.
Darüber hinaus hat „Paul“ vor allem sehr liebenswerte Hauptfiguren vorzuweisen, allen voran Graeme und Clive, bei deren Charakterisierung es erfreulicherweise vermieden wurde, allzu sehr in die Nerd-Klischeekiste zu greifen. Auch Paul ist trotz seiner derben Ausdrucksweise einfach allerliebst – zwar ist er rein äußerlich nicht gerade das innovativste Alien, das man sich vorstellen kann, allerdings wird dieser Umstand sehr gelungen und ironisch gehandhabt.
Und sein Charakter ist dafür umso interessanter, da er eben nicht nur auf die derbe und versoffene Seite reduziert wird.
Nach und nach gesellen sich weitere Figuren zum Ensemble hinzu, etwa die bereits erwähnte Ruth, Regierungsagenten (von denen einer ein doppeltes Spiel spielt) und wunderbar trottelige Sheriffs. Diese und die aberwitzigen Situationen, in die sie geraten (etwa der Comicshop, in dem sich Paul als Cowboy-Alien verkleiden muss) sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Auch die Actionszenen sind, passend zum Rest, herrlich übertrieben.
Unbedingt erwähnt werden muss noch der grandiose Auftritt von Alienkillerin Nummer 1 Sigourney Weaver, der mit einem äußerst unrühmlichen Ende für den „Big Boss“ endet.
Fazit: Überaus gelungenes Sci-Fi-Road-Movie, gewürzt mit Anspielungen und Genre-Hommagen en masse. Allerdings ungeeignet für überzeugte Kreationisten und Evangelikale.

Trailer

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