Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack


Tracklisting:

01. Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow
02. Angelica
03. Mutiny
04. The Pirate That Should Not Be
05. Mermaids
06. South Of Heavens Chanting Mermaids
07. Palm Tree Escape
08. Blackbeard
09. Angry And Dead Again
10. On Stranger Tides
11. End Credits
12. Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow (Remixed by DJ Earworm)
13. Angelica (Grant Us Peace Remix) (Remixed by Ki: Theory)
14. The Pirate That Should Not Be (Remixed by Photek)
15. Blackbeard (Remixed by Super Mash Bros & Thieves)
16. South of Heaven’s Chanting Mermaids (Remixed by Paper Diamond)
17. Palm Tree Escape (Remixed by Adam Freeland)
18. Angry and Dead Again (Remixed by Static Revenger)

Gleich vorneweg: Ich habe „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ noch nicht gesehen, ich bewerte also ausschließlich, was auf der Soundtrack-CD zu hören ist. Sobald ich den Film gesehen habe, werde ich noch einen Nachtrag erstellen, in dem sich dann zeigen wird, wie der Score zum Film passt und ob interessantes Material gibt, dass es nicht auf die CD geschafft hat.
Nun, da das geklärt wäre, werfen wir einen Blick auf die CD, deren Tracks sich grob in drei Kategorien einordnen lassen: Klassische Orchesterstücke, Stücke des Gitarrenduos Rodrigu y Gabriela (die an Bord geholt wurden, um dem Score einen exotischeren, sprich: spanisch-lateinamerikanischen Touch zu verleihen) und Remixes. Letztere sind dieses Mal geradezu eine Zumutung, wer immer die Idee hatte, gleich sieben dieser unsäglichen Dinger auf die CD zu packen, gehört über die Planke geschickt. Während sich bei „Dead Man’s Chest“ die Anzahl mit einem Remix noch in Grenzen hielt und „Remixed and Unreleased“ Bonusmaterial war, grenzt es bei „On Stranger Tides“ geradezu an Zumutung, dass einem hier eine halbe Stunde unsinniges Zeug auf Tiesto Remix Niveau vorgesetzt wird. Warum nicht mehr vom eigentlichen Soundtrack? Die meisten Käufer orchestraler Soundtracks dürften mit Techno sowieso nicht allzuviel anfangen können.
Aber genug aufgeregt. Wie bereits erwähnt, arbeiteten neben Hans Zimmer und seinen Remote Control Helfershelfern auch das Duo Rodrigo y Gabriela am Soundtrack mit, das vier Stücke alleine (also ohne oder fast ohne Orchester) bestreitet und sich bei vielen anderen dazu mischt (was interessanterweise recht gut passt, insbesondere, wenn es bei He’s a Pirate mitspielt). Besagte Stücke sind Angelica, The Pirate That Should Not Be, South of Heaven’s Chanting Mermaids und Angry and Dead Again. Leider muss ich sagen, dass das nicht unbedingt meinen Geschmack trifft und mit der Zeit recht eintönig wird. Das beste Stück ist eindeutig das sehr beschwingte und tangoartige Angelica; The Pirate That Should Not Be enthält eine ganz interessante reine Gitarrenversion von He’s a Pirate, der Rest ist in meinen Ohren hauptsächlich uninteressantes Geklimper.
Ansonsten muss man leider sagen, dass Hans Zimmer bei „On Stranger Tides“ nicht mal Ansatzweise in die Näher der Qualität von „At World’s End“ kommt, denn die orchestralen Stücke bestehen hauptsächlich aus kaum variierter Widerholung bereits bekannter Themen (wobei viele meiner Lieblinge, etwa Hoist the Colours, nicht mehr zu finden sind). Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow gibt einen kurzen Querschnitt durch das (bereits bekannte) thematisch Material unseres Lieblingspiraten, Mutiny ist, bis auf den Anfang, in dem Blackbeards Thema vorgstellt wird (hierzu später mehr), ebenfalls reine Wiederholung, bestenfalls durch Rodrigo y Gabriela ein wenig aufgepeppt und auch Palm Tree Escape bietet kaum etwas Neues, nur alte Themen mit zusätzlichem Gitarrenspiel. Zwei neue Themen gibt es, eines für Blackbeard (in Blackbeard und Mutiny) und ein neues Hauptthema (in On Stranger Tides, Mermaids und South of Heaven’s Chanting Mermaids). Leider kann es keines dieser drei mit ähnlich gelagertem Material aus den Vorgängern aufnehmen. Blackbeards Thema ist ganz nett, aber es klingt dem Thema der untoten Piraten aus Teil 1 zu ähnlich und bleibt hinter den anderen Schurkenmotiven von Cutler Beckett und Davy Jones Meilenweit zurück. Ähnlich verhält es sich mit dem „On Stranger Tides“ Thema, das es trotz imposantem Choreinsatz nicht mit dem Liebesthema aufnehmen kann. Sein Einsatz in Mermaids ist allerdings recht interessant, da es dort aus einem mystisch-ätherischen Untermotiv aus „At World’s End“ entwickelt wird und, merkwürdigerweise, in die Untermalung zu Lord Cutler Becketts Tod mündet.
Erwähnenswert ist noch der Abspann (End Credits), der quasi die mit Gitarren aufgepeppte „Dead Man’s Chest“ Variante von He’s a Pirate ist (inklusive des dazwischengeschobenen Actionthemas von Jack Sparrow) – was an sich aber gar nicht so schlecht ist, da es dieses Stück nie auf eine CD geschafft hat.
Fazit: Laut einigen Kritiken bewegt sich „On Stranger Tides“ wieder mehr in den Gewässern des ersten Teils und zumindest was den Soundtrack angeht, stimmt das auch – die Komplexität und der Einfallsreichtum von „At World’s End“ sind meilenweit entfernt, und auch an „Dead Man’s Chest“ reicht dieser Score nicht heran. Die neuen Themen sind ganz nett, mehr aber auch nicht, die Gitarreneinlagen kann man sich durchaus noch gefallen lassen), aber die Remixes sind eine Frechheit. Alles in allem eher enttäuschend.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides
Pirates of the Caribbean: Curse of the Black Pearl – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

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