Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl – Soundtrack


Tracklisting:

01. Fog Bound
02. The Medaillon Calls
03. The Black Pearl
04. Will and Elizabeth
05. Swords Crossed
06. Walk the Plank
07. Barbossa is Hungry
08. Blood Ritual
09. Moonlight Serenade
10. To the Pirates‘ Cave
11. Skull and Crossbones
12. Bootstrap’s Bootstraps
13. Underwater March
14. One Last Shot
15. He’s a Pirate

Zum Deutschlandstart von „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ habe ich beschlossen, einmal alle fünf (ja, fünf) „Pirates“ Soundtracks durchzureviewn, beginnend mit „The Curse of the Black Pearl“. Und da ich das deutsche Namenswirrwarr nicht unterstützen möchte, bleiben wir einfach bei den Originaltiteln.
Der Soundtrack zu „The Curse of the Black Pearl“, insbesondere das Titelthema He’s a Pirate, gehört zu den beliebtesten Filmmusiken und hat eine durchaus interessante Geschichte. Ursprünglich sollte Alan Silvestri den Score zu Jerry Bruckheimers und Gore Verbinskis Piratenabenteuer komponieren, doch in letzter Sekunde entschied man sich anders und wollte lieber Hans Zimmer – diese war allerdings gerade nicht verfügbar und delegierte den Auftrag an Klaus Badelt, einen Komponisten von Zimmers Firma Remote Control (damals noch Media Ventures). Als Zeichen seines guten Willens steuerte er darüber hinaus ein Stück (Pirates Day One) als Kompositionsgrundlage für Badelt bei. Der Soundtrack zu Jack Sparrows erstem Abstecher wurde dann in sehr kurzer Zeit komponiert, eingespielt und vermarktet – etwas das man dem Soundtrack leider sehr stark anmerkt.
Positiv zu vermerken ist, dass er sehr schnell und gut ins Ohr geht, sehr angenehm zu hören und eine schöne, spaßige Atmosphäre aufbaut. He’s a Pirate ist als Titelthema unheimlich griffig. Ganz allgemein ist dieser Score sehr Einsteigerfreundlich, aber damit beginnen auch schon die Schwäche, denn wenn man es weniger diplomatisch ausdrücken würde, müsste man sagen, dass „The Curse of the Black Pearl“ schlicht ziemlich einfallslos und uninnovativ ist. Wer Pirates Day One hört, stellt sehr schnell fest, dass in diesen 3 Minuten und 46 Sekunden fast alles an Material vorhanden ist, das heraussticht oder einprägsam ist. Klaus Badelts Aufgabe bestand letztendlich hauptsächlich darin, dieses Material auszudehnen, anzuordnen und die Lücken mit ziemlich unkreativem, wenn auch gut hörbarem Underscoring zu füllen. Das hat zur Folge, dass dieser Soundtrack auch nicht wirklich leitmotivisch ist – es gibt zwar Themen, deren Zuordnung ist allerdings ziemlich vage und wird erst durch die Nachfolger besser und genauer definiert. Darüber hinaus erfahren besagte Themen kaum Variationen. He’s a Pirate ist dafür das beste Beispiel. Am ehesten lässt es sich wohl als allgemeines Actionthema einordnen und ist wirklich sehr häufig vertreten – es taucht in fast jedem Track des Albums auf, meistens nur minimal variiert. Als positives Gegenbeispiel sei hier John Williams‘ Imperial March erwähnt, der den Soundtrack von „Das Imperium schlägt zurück“ ebenfalls dominiert und in fast jedem Track der CD vorkommt, aber weitaus kreativer und passend zur Filmhandlung variiert ist. Auf die Ähnlichkeit zu Zimmers Arbeit für „Gladiator“ beim „Curse of the Black Pearl“ Score im Allgemeinen und He’s a Pirate im Besonderen muss ich wohl nicht extra noch hinweisen.
Fazit: „The Curse of the Black Pearl“ besitzt einen sehr eingänglichen und hörerfreundlichen Score, der die Atmosphäre des Films gut zu transportieren weiß, aber fürchterlich einfach gestrickt und uninnovativ ist und seinen Klassikerstatus fast schon zu Unrecht genießt – sind doch die folgenden Soundtracks um einiges besser gelungen.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

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