The Duck Knight Returns


Wer wie ich mit den Zeichentrickserien der 90er aufgewachsen ist, kennt ihn sicher, den Schrecken, der die Nacht durchflattert. Darkwing Duck, Disneys Entenparodie auf Superhelden im Allgemeinen und Batman und The Shadow im Besonderen erfreut sich noch immer enormer Beliebtheit, vor allem unter Kalibern meines Jahrgangs. Wie könnte man diesen ungeschickten Helden, der an gigantischer Selbstüberschätzung leidet, nicht ins Herz schließen.
Nun, fast zwanzig Jahre nach der Erstausstrahlung, werden die Abenteuer des maskierten Erpels endlich in Comicform weitererzählt – gerade heutzutage ein weitverbreiteter Trend, siehe etwa „Gargoyles“, „Firefly“, „Buffy“, „Angel“ und noch viele andere.
Wie bei dem Titel „The Duck Knight Returns“ nicht anders zu erwarten orientiert sich dieses erste Paperback (wenn auch sehr lose) an Frank Millers „Batman: The Dark Knight Returns“: Seit St. Erpelsburg (St. Canard) von Robotern sauber gehalten wird, hat sich Darkwing Duck ins Privatleben zurückgezogen, wie auch die meisten seiner Widersacher (Megavolt ist nun zum Beispiel Darkwings Chef, ohne etwas von dessen Identität zu ahnen). Seine Tochter Kiki (Gosalyn) ist auf einer Privatschule und mit seinem einstigen Gefährten Quack (Launchpad McQuack) hat er keinen Kontakt mehr.
Doch irgendwann wird die Sicherheit verdächtig, und Darkwing streift sein altes Kostüm über, um Nachforschungen anzustellen. Dabei findet er heraus, dass einer seiner alten Widersacher hinter allem steckt…
Schon ab der ersten Seite dieses Comics merkt man die Liebe der Macher zu ihrem Sujet an. Das beginnt bei den Zeichungen, die denen der Serie wirklich fast eins zu eins gleichen und endet bei den vielen großen und kleinen Anspielungen. Viele der Schurken tauchen auf, unter anderem die Furchtbaren Fünf, bestehend aus dem Liquidator, Megavolt, Quackerjack, Buchsbaum (Bushroot) und Fiesoduck (Negaduck, dieser allerdings fast ausschließlich in Rückblenden). Darüber hinaus gibt es einen Quasi-Auftritt von Eisenbeiß (Stealbeak) und auch Darkwings erster Schurke gibt sich die Ehre.
Und auch sonst kommt der Fan voll auf seine Kosten; der Humor ist genauso, wie man ihn aus der Vorlage kennt, übertrieben und zum Teil sehr sarkastisch, die obligatorischen Running-Gags fehlen ebenfalls nicht und als Schmankerl gibt es noch ein ganz besonderes Gastspiel am Schluss.
Fazit: Sehr gelungene Fortsetzung der Zeichentrickserie. Gerne mehr davon.

Siehe auch:
Crisis on Infinite Darkwings

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