Wir sind die Nacht


Story: Die Kleinganovin Lena (Karoline Herfurth) wird von einem Vampitrtrio, bestehend aus der Anführerin Louise (Nina Hoss), Charlotte (Jeniffer Ulrich) und Nora (Anna Fischer), „entdeckt“ und ebenfalls zur Vampirin gemacht. Lena kommt mit ihrem neuen Dasein jedoch nicht wirklich klar, sie schafft es nicht, Menschen zu töten und dann ist da auch noch der Polizist Tom (Max Riemelt), in den sie verliebt ist.

Kritik: Ein Genrefilm, noch dazu einer über Vampire, aus deutschen Landen? Das ist wirklich eine Seltenheit (die wir wohl dem Twilight-Hype zu verdanken haben), da wir sonst fast ausschließlich Krimis, Komödien, Schnulzen und Historienfilme (am liebsten über die eigene Vergangenheit) hinbekommen. Leider Gottes merkt man „Wir sind die Nacht“ diesen Umstand an, denn die Optik erinnert zumindest mich irgendwie an den „Tatort“.
Zwar ist der deutsche Beitrag zur aktuellen Vampirwelle nicht ganz so schlimm wie die Streifen über Stephenie Meyers Glitzersauger (die Vampire zerbröseln wenigstens in der Sonne, so wie sich das gehört), aber von einem überzeugenden Gruselfilm ist Dennis Gansels („Die Welle“) Werk leider meilenweit entfernt. Die Grundvoraussetzungen sind denen von „Interview mit einem Vampir“ recht ähnlich (auch wenn es sich hier um Emanzenvampire handelt, die alle männlichen Exemplare vernichtet haben): Louise wirkt ein wenig wie ein blasses weibliches Abziehbild von Lestat, während Lenas moralischer Kampf an Louis erinnert. Im Gegensatz zum oben erwähnten Genreklassiker bleiben die Figuren und schauspielerischen Leistungen hier allerdings völlig blass und uninteressant. Den vier Damen nimmt man ihre Rollen einfach nicht ab – Karoline Herfurth schafft es keine Minute, das moralische Dilemma glaubhaft zu vermitteln, während die anderen drei unentschieden (Nina Hoss), kaum vorhanden (Jeniffer Ulrich) oder schlicht nervig (Anna Fischer) wirken.
Die Handlung an sich wirkt unausgegoren und nicht zu Ende gedacht, während so etwas wie Spannung oder gar Grusel praktisch völlig abwesend ist. Das einzige wirklich gelungene Element ist Lenas langsame Verwandlung zur Vampirin – hier weiß auch Karoline Herfurth zu überzeugen.
Fazit: Enttäuschend. Auf einen wirklich guten neuen Vampirfilm werde ich wohl noch eine ganze Weile warten müssen.

Trailer

Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack


Tracklisting:

01. Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow
02. Angelica
03. Mutiny
04. The Pirate That Should Not Be
05. Mermaids
06. South Of Heavens Chanting Mermaids
07. Palm Tree Escape
08. Blackbeard
09. Angry And Dead Again
10. On Stranger Tides
11. End Credits
12. Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow (Remixed by DJ Earworm)
13. Angelica (Grant Us Peace Remix) (Remixed by Ki: Theory)
14. The Pirate That Should Not Be (Remixed by Photek)
15. Blackbeard (Remixed by Super Mash Bros & Thieves)
16. South of Heaven’s Chanting Mermaids (Remixed by Paper Diamond)
17. Palm Tree Escape (Remixed by Adam Freeland)
18. Angry and Dead Again (Remixed by Static Revenger)

Gleich vorneweg: Ich habe „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ noch nicht gesehen, ich bewerte also ausschließlich, was auf der Soundtrack-CD zu hören ist. Sobald ich den Film gesehen habe, werde ich noch einen Nachtrag erstellen, in dem sich dann zeigen wird, wie der Score zum Film passt und ob interessantes Material gibt, dass es nicht auf die CD geschafft hat.
Nun, da das geklärt wäre, werfen wir einen Blick auf die CD, deren Tracks sich grob in drei Kategorien einordnen lassen: Klassische Orchesterstücke, Stücke des Gitarrenduos Rodrigu y Gabriela (die an Bord geholt wurden, um dem Score einen exotischeren, sprich: spanisch-lateinamerikanischen Touch zu verleihen) und Remixes. Letztere sind dieses Mal geradezu eine Zumutung, wer immer die Idee hatte, gleich sieben dieser unsäglichen Dinger auf die CD zu packen, gehört über die Planke geschickt. Während sich bei „Dead Man’s Chest“ die Anzahl mit einem Remix noch in Grenzen hielt und „Remixed and Unreleased“ Bonusmaterial war, grenzt es bei „On Stranger Tides“ geradezu an Zumutung, dass einem hier eine halbe Stunde unsinniges Zeug auf Tiesto Remix Niveau vorgesetzt wird. Warum nicht mehr vom eigentlichen Soundtrack? Die meisten Käufer orchestraler Soundtracks dürften mit Techno sowieso nicht allzuviel anfangen können.
Aber genug aufgeregt. Wie bereits erwähnt, arbeiteten neben Hans Zimmer und seinen Remote Control Helfershelfern auch das Duo Rodrigo y Gabriela am Soundtrack mit, das vier Stücke alleine (also ohne oder fast ohne Orchester) bestreitet und sich bei vielen anderen dazu mischt (was interessanterweise recht gut passt, insbesondere, wenn es bei He’s a Pirate mitspielt). Besagte Stücke sind Angelica, The Pirate That Should Not Be, South of Heaven’s Chanting Mermaids und Angry and Dead Again. Leider muss ich sagen, dass das nicht unbedingt meinen Geschmack trifft und mit der Zeit recht eintönig wird. Das beste Stück ist eindeutig das sehr beschwingte und tangoartige Angelica; The Pirate That Should Not Be enthält eine ganz interessante reine Gitarrenversion von He’s a Pirate, der Rest ist in meinen Ohren hauptsächlich uninteressantes Geklimper.
Ansonsten muss man leider sagen, dass Hans Zimmer bei „On Stranger Tides“ nicht mal Ansatzweise in die Näher der Qualität von „At World’s End“ kommt, denn die orchestralen Stücke bestehen hauptsächlich aus kaum variierter Widerholung bereits bekannter Themen (wobei viele meiner Lieblinge, etwa Hoist the Colours, nicht mehr zu finden sind). Guilty of Being Innocent of Being Jack Sparrow gibt einen kurzen Querschnitt durch das (bereits bekannte) thematisch Material unseres Lieblingspiraten, Mutiny ist, bis auf den Anfang, in dem Blackbeards Thema vorgstellt wird (hierzu später mehr), ebenfalls reine Wiederholung, bestenfalls durch Rodrigo y Gabriela ein wenig aufgepeppt und auch Palm Tree Escape bietet kaum etwas Neues, nur alte Themen mit zusätzlichem Gitarrenspiel. Zwei neue Themen gibt es, eines für Blackbeard (in Blackbeard und Mutiny) und ein neues Hauptthema (in On Stranger Tides, Mermaids und South of Heaven’s Chanting Mermaids). Leider kann es keines dieser drei mit ähnlich gelagertem Material aus den Vorgängern aufnehmen. Blackbeards Thema ist ganz nett, aber es klingt dem Thema der untoten Piraten aus Teil 1 zu ähnlich und bleibt hinter den anderen Schurkenmotiven von Cutler Beckett und Davy Jones Meilenweit zurück. Ähnlich verhält es sich mit dem „On Stranger Tides“ Thema, das es trotz imposantem Choreinsatz nicht mit dem Liebesthema aufnehmen kann. Sein Einsatz in Mermaids ist allerdings recht interessant, da es dort aus einem mystisch-ätherischen Untermotiv aus „At World’s End“ entwickelt wird und, merkwürdigerweise, in die Untermalung zu Lord Cutler Becketts Tod mündet.
Erwähnenswert ist noch der Abspann (End Credits), der quasi die mit Gitarren aufgepeppte „Dead Man’s Chest“ Variante von He’s a Pirate ist (inklusive des dazwischengeschobenen Actionthemas von Jack Sparrow) – was an sich aber gar nicht so schlecht ist, da es dieses Stück nie auf eine CD geschafft hat.
Fazit: Laut einigen Kritiken bewegt sich „On Stranger Tides“ wieder mehr in den Gewässern des ersten Teils und zumindest was den Soundtrack angeht, stimmt das auch – die Komplexität und der Einfallsreichtum von „At World’s End“ sind meilenweit entfernt, und auch an „Dead Man’s Chest“ reicht dieser Score nicht heran. Die neuen Themen sind ganz nett, mehr aber auch nicht, die Gitarreneinlagen kann man sich durchaus noch gefallen lassen), aber die Remixes sind eine Frechheit. Alles in allem eher enttäuschend.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides
Pirates of the Caribbean: Curse of the Black Pearl – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased


Tracklisting:

01. Pirates Day One, 4.56 AM
02. Marry Me
03. The Heart of Davy Jones
04. Lord Cutler Beckett
05. Jack’s Theme Bare Bones
06. Hoist The Colours Suite
07. The Pirate Lord of Singapore
08. Just Good Business
09. He’s A Pirate (Pete N‘ Red’s Jolly Roger Mix)
10. He’s A Pirate (Friscia & Lamboy Tribal Treasure Mix)
11. He’s A Pirate (Pelo Verde Mix)
12. He’s A Pirate (Chris Joss Ship Ahoy Tribal Mix)
13. Jack’s Suite (Paul Oakenfold Mix)
14. Jack’s Suite (The Crystal Method Mix)
15. Pirates Live Forever (Ryeland Allison Mix)

Bei dieser CD, der „Pirates of the Caribbean Soundtrack Treasure Collection“ beiliegend, handelt es sich um musikalisches Bonusmaterial, das sich, wie aus dem Titel unschwer zu erkennen ist, aus Remixes und Unveröffentlichtem zusammensetzt. Die Remixes sind zwar geringfügig besser als der Tiesto Remix auf der CD des zweiten Teils, aber im Großen und Ganzen dennoch allesamt Krakenfutter, weshalb ich mich mit diesen auch nicht lange aufhalte und mich stattdessen dem sehr lohnenden Rest widme. Da es sich hierbei nicht ein einen kompletten Soundtrack handelt, sondern eben um Bonusmaterial, werde ich die Stücke einzeln bewerten.

01 Pirates Day One, 4:56 AM
Dieses Stück hatte ich in meinem Review zum Soundtrack von „Curse of the Black Pearl“ bereits erwähnt, es handelt sich dabei um die Kompositionsgrundlage (oder zumindest einen Teil davom), die Hans Zimmer um 4.56 Uhr morgens anfertigte (daher der Titel) und die bereits fast alle wichtigen Themen des ersten Teils enthält, u.a. das Liebesthema des ersten Teils, das Thema der untoten Piraten und natürlich He’s a Pirate, das hier noch sehr stark nach „Gladiator“ klingt. Vor allem für jemanden, der sich für den Entstehungsprozess des ersten Soundtracks interessiert dürfte dieses Stück interessant sein, aber ansonsten finden sich die Themen von Pirates Day One weitaus besser orchestriert auf den anderen drei CDs.

02 Marry Me
Bei der Komposition des Soundtracks zu „At World’s End“ hat Hans Zimmer einen etwas unorthodoxen Weg eingeschlagen und zuerst Orchestersuiten der wichtigen Themen verfasst, bevor er sich an das direkte Szenenvertonen machte (und dabei dann natürlich auf besagten Suiten zurückgriff). Marry Me widmet sich elf Minuten lang dem dreiteiligen und sehr vielseitigen Liebesthema und zeigt uns nochmal die gesamte Bandbreite dieses tollen Stücks, von tragisch über episch bis freudig-ausgelasse. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich in dieser Suite auch Variationen finden, die auf der „At World’s End“ CD gar nicht zu finden sind, etwa die Variation, die bei Jacks und Elizabeths Flucht von der Flying Dutchman per Fallschirm gespielt wird.

03 The Heart of Davy Jones
Hierbei handelt es sich um eine Variation des Davy Jones Themas, das auf die Orgel verzichtet und fast schon depressiv daherkommt. Dennoch verleiht es auf diese Art Bill Nighys Figur noch mehr Vielschichtigkeit, gerade im Vergleich mit dem doch recht kräftigen und finsteren Davy Jones im „Dead Man’s Chest“ Score. Sehr gelungen, auch wenn es empfehlenswert ist, sich dieses Stück bei einer Depression nicht anzuhören.

04 Lord Cutler Beckett
In den vorhergehenden Reviews erwähnte ich bereits mehrmals, dass das Thema des eigentlichen Oberschurken auf den Soundtrack-CDs viel zu kurz kommt – hier ist nun der Ausgleich. Knapp neun Minuten lang widmet sich Hans Zimmer in dieser Suite den Themen von Cutler Beckett und der East India Traiding Company und variiert sie in jede erdenkliche Richtung – einiges davon taucht nicht einmal im Film auf. Eine wunderbare und fast schon überfällige Suite, die für den knappen Einsatz dieses Themas auf den anderen drei CDs entschädigt.

05 Jack’s Theme Bare Bones Demo
Wer Jack Sparrow auf der „Dead Man’s Chest“ CD als seinen persönlichen Favoriten ansieht oder sich wirklich sehr stark für die Entstehung der Soundtracks interessiert, könnte hieran vielleicht Gefallen finden. Ansonsten ist es halt ausschließlich eine Piano-Version des oben genannten Stückes.

06 Hoist the Colours Suite
Dieses Stück ist mein Favorit der CD, ach was sage ich, der gesamten Reihe, und hat auch, in leicht veränderter Version, im Abspann von „At World’s End“ Platz gefunden. So gut mir die anderen Themen (Davy Jones, Liebesthema, He’s a Pirate, Cutler Beckett etc.) auch gefallen, Hoist the Colours steckt sie alle in die Tasche, und diese Suite war letztendlich der ausschlaggebende Faktor dafür. Egal ob walzerartig, leicht angetrunken, mit Teilen des Beckett oder Sparrow Themas verbunden oder als epische Fanfare, Hoist the Colours im Allgemeinen und diese Suite im Besonderen wird bei jedem Anhören immer besser.

07 The Pirate Lord of Singapore
Diese Suite ist dem Stück Singapore sehr ähnlich, allerdings ist sie um einiges länger und von nicht-asiatisch klingendem Material (also dem EITC-Thema und Jacks Einmarschmusik) befreit. Im Gegenzug erforscht Zimmer die asiatische Klangwelt weiter (da ich mich mit selbiger nicht auskenne, kann ich das nicht wirklich belegen, aber für mich klingt es zumindest so). Nicht übel, allerdings ist es schade, dass die Variation von Hoist the Colours, die in der Singapur-Szene vorkommt, auf dem Soundtrack allerdings fehlt, nicht mit eingebunden wurde.

08 Just Good Business
Hiermit wäre der Gerechigkeit endgültig Genüge getan, denn ein weiteres Mal gibt es Beckett und EITC-Material, dieses Mal wilder und actionreicher als in Lord Cutler Beckett, allerdings auch weniger raffiniert und interessant. Dennoch, wer vom thematischen Material der Piratenfeinde nicht genug bekommen kann, dürfte damit sehr gut bedient sein.

Fazit: Die Remixes hätte man sich getrost sparen können, aber was sonst geboten wird, in erster Linie die thematischen Suiten, sind mehr als gelungen und extrem zufriedenstellend, sodass fast keine musikalischen Wünsche offen bleiben – obwohl, eine Komplettveröffentlichung des Soundtracks zu „At World’s End“ im Stile der „Lord of the Rings: The Complete Recordings“ wäre schon was Feines.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End

Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack


Tracklisting:

01. Hoist the Colours
02. Singapore
03. At Wit’s End
04. Multiple Jacks
05. Up Is Down
06. I See Dead People in Boars
07. The Bretheren Court
08. Parlay
09. Calypso
10. Whath Shall We Die For
11. I Don’t Think Now Is the Best Time
12. One Day
13. Drink Up Me Hearties

„Pirates of the Caribbean: At World’s End“ ist, trotz opulenter Bilder, der schwächste Teil der Reihe, allerdings hat er dafür den besten Soundtrack, denn für das Finale der ersten Trilogie schöpft Hans Zimmer aus den Vollen und liefert seinen bis dato besten und vielschichtigsten Soundtrack ab.
Der Score von „At World’s End“ wird von drei Themen dominiert, von denen zwei neu sind.
Da wäre zum ersten natürlich das dreiteilige Hauptthema des Films, meistens als Liebesthema bezeichnet, obwohl das ein wenig beschränkend ist, dieses Thema steht praktisch für den gesamten Film. Ähnlich wie He’s Pirate ist das Liebesthema sehr gegenwärtig, durch seine dreiteilige Natur und Zimmers Einfallsreichtum ist es allerdings um einiges vielseitiger als Ersteres; der Komponist weiß es stets sinnvoll einzusetzen und variiert es über ein großes Spektrum hinweg, von fröhlich (Up Is Down) über romantisch-erhaben (One Day) bis hin zu tieftraurig (I See Dead People in Boats). Die interessanteste ist natürlich die Enio-Morricone-Variation in Parlay.
Das zweite ist das bereits aus Teil 2 bekannte Cutler Beckett Thema, das Zimmer hier oft auf ähnliche Art und Weise einsetzt wie Howard Shore die absteigende Terz des Bösen oder das fünf-Takt-Schema im Soundtrack zu „Der Herr der Ringe“: Es mischt sich in andere Themen ein, „okkupiert“ sie gewissermaßen und steht so symbolisch für Becketts Machtzuwachs. Oftmals geht es mit dem neuen Thema der East India Trading Company einher. Leider ist das Cutler Beckett Thema, gemessen an seiner Wichtigkeit, abermals unterrepräsentiert. Auf den Soundtrack haben es viele der stärkeren Variationen nicht geschafft. Zu hören ist es unter anderem in Singapore und Parlay.
Das dritte wichtige Thema ist schließlich Hoist the Colours, welches sich inzwischen zu meinem persönlichen Favoriten entwickelt hat, noch vor He’s a Pirate. Dieses Thema ist die Melodie des Liedes (Hoist the Colors, erster Track), das die Piratenbruderschaft zusammenruft und steht damit natürlich auch für selbige sowie für die Freiheit des Piratentums. Die gesungene Form ist noch sehr langsam sehr langsam und traurig, doch im Verlauf des Films nimmt das Thema an Fahrt auf, bis es bei Elizabeths Ansprache schließlich als heroische, vom Chor begleitete Fanfare erklingt (What Shall We Die For).
Aber auch neben diesen dreien gibt es noch einiges von Interesse auf diesem Score. Auch die alten Themen werden weiterverwendet und -entwickelt. Tia Dalmas Thema etwa schwillt in Calypso passenderweise mächtig an, Jacks betrunkenes Thema erfährt in Multiple Jacks eine interessante, psychedelische Neuinterpretation und auch sonst taucht viel an Bekanntem an passender Stelle auf, allerdings ohne, dass es eintönig wird.
Der Höhepunkt des Soundtracks ist sicherlich I Don’t Think Now Is the Best Time, das ähnlich konzipiert ist wie Wheel of Fortune, nämlich als großes Actionstück mit Medley-Charakter. Vom Abspann (Drink Up Me Hearties) einmal abgesehen ist dies auch der einzige Ort, an dem man He’s a Pirate auf dieser CD findet, umringt von den meisten anderen wichtigen Themen. Das Charakterstück von „Pirates of the Caribbean“ wird zwei Mal miteingeflochten (im Film ist es noch ein drittes Mal zu hören), erfreulicherweise in der Variation, die am wenigsten nach Gladiator klingt.
Fazit: Im Gegensatz zum Film ist der Soundtrack praktisch optimal; die alten Themen werden gelungen weiterverwendet, es kommt eine Vielzahl neuer Melodien hinzu (Liebesthema, Hoist the Colours, Sao Feng Thema etc.) und alles fügt sich schließlich zu einem gelungen Gesamtpacket ab. Bis heute Hans Zimmers beste Arbeit.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl – Soundtack
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack


Tracklisting:

01. Jack Sparrow
02. The Kraken
03. Davy Jones
04. I’ve Got My Eye on You
05. Dinner is Served
06. Tia Dalma
07. Two Hornpipes (Tortuga)
08. A Family Affair
09. Wheel of Fortune
10. You Look Good Jack
11. Hello Beastie
12. He’s a Pirate Tiesto Remix

Für den zweiten Teil der „Pirates of the Caribbean“ Reihe – mein Lieblingsteil der Trilogie – ergriff Hans Zimmer persönlich den Taktstock. Zwar ist der deutsche Komponist auch nicht immer der innovativste Soundtrack-Schreiberling, aber im Großen und Ganzen ist seine Arbeit für diesen Film um einiges interessanter und ausgefallener als der erste Teil – allerdings bei Weitem nicht so leicht konsumierbar. Einerseits hat sich Zimmer durchaus weiter von „Curse of the Black“ entfernt, ohne sich allerdings völlig davon zu distanzieren, wie das die Komponisten der „Harry Potter“ Filme regelmäßig tun.
Schon allein die Track-Aufteilung spricht in dieser Hinsicht Bände. War beim ersten Soundtrack alles irgendwie hingeklatscht und zum Teil mit völlig unpassenden Titeln versehen, wählt Zimmer bei „Dead Man’s Chest“ zumindest bei der ersten Soundtrack-Hälfte einen anderen Weg: Statt die Tracks wie so häufig chronologisch oder irgendwie (ebenso häufig, man betrachte mal den Soundtrack zu „Harry Potter und der Orden des Phönix“) anzuordnen, sortiert Zimmer thematisch. So wird dem Hörer im ersten Track allerhand Material zu Jack Sparrow (passenderweise ist das Stück auch so betitelt) präsentiert, unter anderem eine Weiterentwicklung des „betrunkenen Themas“ aus Teil 1 und ein neues Actionthema, das, obwohl einige Ähnlichkeiten vorhanden sind, ein wenig düsterer daherkommt als He’s a Pirate. The Kraken und Davy Jones gehören beide mit zu den stärksten Stücken, vor allem Davy Jones hat es mir angetan – dort wird das Thema besagter Figur zuerst von der Spieluhr und dann von der Orgel vorgetragen. Selbiges Motiv taucht auch in The Kraken auf, zusätzlich zum rockigen Thema des possierlichen Tierchens, das entfernt an das Thema des Weißen Hais erinnert.
Im Mittelteil gibt es dann auch das eine oder andere Wiedersehen mit bekannten Themen, unter anderem mit Jacks triumphaler Einmarschmelodie (in I’ve Got My Eye on You) und dem Motiv von Barbossas Piraten in Tia Dalma. Hier wird natürlich auch gleich das mysteriöse Thema besagter Figur vorgestellt, das allerdings reichlich unmarkant ausfällt.
Der spaßigste Track ist sicherlich Two Hornpipes (Tortuga) – dieses Stück untermalt die Wirtshausprügelei und macht einfach gute Laune. In eine ganz ähnliche Richtung geht auch Dinner is Served.
Die restlichen Stücke sind wieder „gewöhnlicher“, will heißen: nicht mehr thematisch geordnet. Interessant zu erwähnen ist sicher, dass He’s a Pirate, welches in Teil 1 geradezu überrepräsentiert war, auf der „Dead Man’s Chest“ CD nur ein einziges Mal vorkommt, nämlich im Actionhöhepunkt Wheel of Fortune, dass gewissermaßen ein Medley vieler wichtiger Themen des ersten und zweiten Teils darstellt. A Family Affair, You Look Good Jack und Hello Beastie schließlich sind drei eher düstere und fast schon traurige Stücke, die es in diesem Ausmaß im ersten Teil nicht gab. In Letzterem hört man auch – zum einzigen Mal auf dieser CD – das (zumindest auf den gewöhnlichen Soundtracks) gnadenlos unterrepräsentierte Cutler Beckett Thema (hierzu später mehr).
Geschlossen wird die CD vom He’s a Pirate Tiesto Remix, völlig überflüssigem und nutzlosem Techno-Gedudel, in dem ich besagtes Stück bis heute nicht gefunden habe. Statt des Remixes hätte man lieber das Abspannstück noch mit auf den Soundtrack packen sollen.
Fazit: Musikalisch und thematisch ist „Dead Man’s Chest“ weitaus interessanter als „Curse of the Black Pearl“, allerdings auch ein wenig anspruchsvoller und weitaus weniger angenehm zu hören. Gelungen sind vor allem die neuen Themen für Davy Jones und den Kraken, die alten Themen werden sinnvoll eingegliedert und insgesamt wird erfreulicherweise auch mehr variiert. Ein sehr gelungener Score, allerdings noch nicht der Höhepunkt der Reihe.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean – The Curse of the Black Pearl – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl – Soundtrack


Tracklisting:

01. Fog Bound
02. The Medaillon Calls
03. The Black Pearl
04. Will and Elizabeth
05. Swords Crossed
06. Walk the Plank
07. Barbossa is Hungry
08. Blood Ritual
09. Moonlight Serenade
10. To the Pirates‘ Cave
11. Skull and Crossbones
12. Bootstrap’s Bootstraps
13. Underwater March
14. One Last Shot
15. He’s a Pirate

Zum Deutschlandstart von „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ habe ich beschlossen, einmal alle fünf (ja, fünf) „Pirates“ Soundtracks durchzureviewn, beginnend mit „The Curse of the Black Pearl“. Und da ich das deutsche Namenswirrwarr nicht unterstützen möchte, bleiben wir einfach bei den Originaltiteln.
Der Soundtrack zu „The Curse of the Black Pearl“, insbesondere das Titelthema He’s a Pirate, gehört zu den beliebtesten Filmmusiken und hat eine durchaus interessante Geschichte. Ursprünglich sollte Alan Silvestri den Score zu Jerry Bruckheimers und Gore Verbinskis Piratenabenteuer komponieren, doch in letzter Sekunde entschied man sich anders und wollte lieber Hans Zimmer – diese war allerdings gerade nicht verfügbar und delegierte den Auftrag an Klaus Badelt, einen Komponisten von Zimmers Firma Remote Control (damals noch Media Ventures). Als Zeichen seines guten Willens steuerte er darüber hinaus ein Stück (Pirates Day One) als Kompositionsgrundlage für Badelt bei. Der Soundtrack zu Jack Sparrows erstem Abstecher wurde dann in sehr kurzer Zeit komponiert, eingespielt und vermarktet – etwas das man dem Soundtrack leider sehr stark anmerkt.
Positiv zu vermerken ist, dass er sehr schnell und gut ins Ohr geht, sehr angenehm zu hören und eine schöne, spaßige Atmosphäre aufbaut. He’s a Pirate ist als Titelthema unheimlich griffig. Ganz allgemein ist dieser Score sehr Einsteigerfreundlich, aber damit beginnen auch schon die Schwäche, denn wenn man es weniger diplomatisch ausdrücken würde, müsste man sagen, dass „The Curse of the Black Pearl“ schlicht ziemlich einfallslos und uninnovativ ist. Wer Pirates Day One hört, stellt sehr schnell fest, dass in diesen 3 Minuten und 46 Sekunden fast alles an Material vorhanden ist, das heraussticht oder einprägsam ist. Klaus Badelts Aufgabe bestand letztendlich hauptsächlich darin, dieses Material auszudehnen, anzuordnen und die Lücken mit ziemlich unkreativem, wenn auch gut hörbarem Underscoring zu füllen. Das hat zur Folge, dass dieser Soundtrack auch nicht wirklich leitmotivisch ist – es gibt zwar Themen, deren Zuordnung ist allerdings ziemlich vage und wird erst durch die Nachfolger besser und genauer definiert. Darüber hinaus erfahren besagte Themen kaum Variationen. He’s a Pirate ist dafür das beste Beispiel. Am ehesten lässt es sich wohl als allgemeines Actionthema einordnen und ist wirklich sehr häufig vertreten – es taucht in fast jedem Track des Albums auf, meistens nur minimal variiert. Als positives Gegenbeispiel sei hier John Williams‘ Imperial March erwähnt, der den Soundtrack von „Das Imperium schlägt zurück“ ebenfalls dominiert und in fast jedem Track der CD vorkommt, aber weitaus kreativer und passend zur Filmhandlung variiert ist. Auf die Ähnlichkeit zu Zimmers Arbeit für „Gladiator“ beim „Curse of the Black Pearl“ Score im Allgemeinen und He’s a Pirate im Besonderen muss ich wohl nicht extra noch hinweisen.
Fazit: „The Curse of the Black Pearl“ besitzt einen sehr eingänglichen und hörerfreundlichen Score, der die Atmosphäre des Films gut zu transportieren weiß, aber fürchterlich einfach gestrickt und uninnovativ ist und seinen Klassikerstatus fast schon zu Unrecht genießt – sind doch die folgenden Soundtracks um einiges besser gelungen.

Siehe auch:
Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: At World’s End – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides – Soundtrack
Pirates of the Caribbean: Remixed and Unreleased

The Duck Knight Returns


Wer wie ich mit den Zeichentrickserien der 90er aufgewachsen ist, kennt ihn sicher, den Schrecken, der die Nacht durchflattert. Darkwing Duck, Disneys Entenparodie auf Superhelden im Allgemeinen und Batman und The Shadow im Besonderen erfreut sich noch immer enormer Beliebtheit, vor allem unter Kalibern meines Jahrgangs. Wie könnte man diesen ungeschickten Helden, der an gigantischer Selbstüberschätzung leidet, nicht ins Herz schließen.
Nun, fast zwanzig Jahre nach der Erstausstrahlung, werden die Abenteuer des maskierten Erpels endlich in Comicform weitererzählt – gerade heutzutage ein weitverbreiteter Trend, siehe etwa „Gargoyles“, „Firefly“, „Buffy“, „Angel“ und noch viele andere.
Wie bei dem Titel „The Duck Knight Returns“ nicht anders zu erwarten orientiert sich dieses erste Paperback (wenn auch sehr lose) an Frank Millers „Batman: The Dark Knight Returns“: Seit St. Erpelsburg (St. Canard) von Robotern sauber gehalten wird, hat sich Darkwing Duck ins Privatleben zurückgezogen, wie auch die meisten seiner Widersacher (Megavolt ist nun zum Beispiel Darkwings Chef, ohne etwas von dessen Identität zu ahnen). Seine Tochter Kiki (Gosalyn) ist auf einer Privatschule und mit seinem einstigen Gefährten Quack (Launchpad McQuack) hat er keinen Kontakt mehr.
Doch irgendwann wird die Sicherheit verdächtig, und Darkwing streift sein altes Kostüm über, um Nachforschungen anzustellen. Dabei findet er heraus, dass einer seiner alten Widersacher hinter allem steckt…
Schon ab der ersten Seite dieses Comics merkt man die Liebe der Macher zu ihrem Sujet an. Das beginnt bei den Zeichungen, die denen der Serie wirklich fast eins zu eins gleichen und endet bei den vielen großen und kleinen Anspielungen. Viele der Schurken tauchen auf, unter anderem die Furchtbaren Fünf, bestehend aus dem Liquidator, Megavolt, Quackerjack, Buchsbaum (Bushroot) und Fiesoduck (Negaduck, dieser allerdings fast ausschließlich in Rückblenden). Darüber hinaus gibt es einen Quasi-Auftritt von Eisenbeiß (Stealbeak) und auch Darkwings erster Schurke gibt sich die Ehre.
Und auch sonst kommt der Fan voll auf seine Kosten; der Humor ist genauso, wie man ihn aus der Vorlage kennt, übertrieben und zum Teil sehr sarkastisch, die obligatorischen Running-Gags fehlen ebenfalls nicht und als Schmankerl gibt es noch ein ganz besonderes Gastspiel am Schluss.
Fazit: Sehr gelungene Fortsetzung der Zeichentrickserie. Gerne mehr davon.

Siehe auch:
Crisis on Infinite Darkwings

Thor


Story: Thor (Chris Hemsworth), Sohn des Allvaters Odin (Anthony Hopkins), reagiert auf einer Provokation der Eisriesen, die in Asgard eindringen, äußerst aggressiv und begibt sich mit einigen Gefährten in deren Heimat Jötunheim, um sich zu rächen. Damit bricht er allerding einen Krieg vom Zaun, weshalb Odin den ungehorsamen Sprössling, seiner Kräfte und seines Hammers beraubt, auf die Erde verbannt. Dort trifft Thor die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman), die nicht so recht weiß, was sie von diesem merkwürdigen Fremden halten soll. Währenddessen nutzt Thors Bruder Loki (Tom Hiddleston) die Gelegenheit, die Macht in Asgard an sich zu reißen…

Kritik: Mit „Thor“ folgt nach „Iron Man“, „Iron Man 2“ und „Der unglaubliche Hulk“ bereits der vierte Film der Marvel-Studios, der das Großereignis „The Avengers“ vorbereitet, dieses Mal unter der Regie des Shakespeare Veteranen Kenneth Branagh. Wie schon zuvor galt es auch hier, nicht einfach nur einen Comichelden auf die Leinwand zu bringen, sondern gleichzeitig auch noch „The Avengers“ weiter vorzubereiten, aber dennoch zu gewährleisten, dass „Thor“ als eigenständiger Film funktioniert. Kenneth Branagh ist es durchaus gut gelungen, die Balance zu halten; Fans und Kenner der Materie werden viele Anspielungen entdecken, von denen manche wirklich wichtig für das Kommende sind, etwa der Gastauftritt des Bogenschützen und zukünftigen Rächermitglieds Hawkeye, während andere einfach nur amüsante kleine Seitenhiebe sind; so schlüpft Thor für kurze Zeit in die Rolle von Doktor Thomas Blake – diesen Namen trug Thors Alter Ego früher in den Comics.
Alles in Allem sind die Anspielungen auf das größere Marvel-Universum um einiges subtiler ausgefallen als in „Iron Man 2“.
Kommen wir nun aber zum eigentlichen Film: „Thor“ ist gut, aber leider nicht überragend, dazu hat der Film zu viele Schwächen. Zu diesen gehört zum Beispiel das Design von Asgard, das fürchterlich künstlich und steril wirkt und dem man seine Herkunft aus dem Computer deutlich ansieht. Branagh verzichtete auf das von George Lucas erfundene Stilmittle der „Used Future“ bzw. „Used Fantasy“, das Filmen dieses Genres einen realistischen Touch verleiht, da alles benutzt und ein wenig schmuddelig aussieht (man denke nur an den Millenium Falken). Dasselbe gilt auch für die Kleidung von Odin und Konsorten.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Action, der man Branaghs Unerfahrenheit auf diesem Gebiet durchaus anmerkt.
Der Plot des Films bleibt relativ einfach und gerade der Teil auf der Erde spielt sich äußerst schnell ab, was einerseits schade ist, da hier einiges an Potential verschenkt wird (man denke nur wie es wäre, hätten sich Thor, Sif, Volstagg und Fandral in einer Großstadt gezeigt), aber andererseits dient es dem „Marvel Cinematic Universe“, da sich sonst die Frage stellen würde, warum Iron Man nicht eingreift.
Viele der oben genannten Schwächen werden glücklicherweise von dem enorm spielfreudigen und gut gewählten Cast kompensiert. Chris Hemsworth als Thor ist eine wahre Freude; der bisher eher unbekannte Schauspieler entspricht körperlich den Anforderungen und schafft es darüber hinaus auch, sowohl die Liebenswürdigkeit als auch die Arroganz und den Zorn seiner Figur glaubhaft zu verkörpern. In ähnlichem Maße verhält es sich auch mit dem Rest. Sir Anthony Hopkins ist immer genial, egal was er spielt. Auch Natalie Portman schafft es einmal mehr, aus einer Rolle herauszuholen, was möglich ist, auch wenn Jane Foster nicht wirklich ergiebig ist. Am meisten Potential hat allerdings Tom Hiddleston als Loki, leider wird es nicht vollends ausgeschöpft, wie üblich hat der Gegenspieler für meinen Geschmack zu wenig Leinwandzeit. Man kann Loki in diesem Film durchaus verstehen, er ist sympathisch, zeigt gegen Ende aber auch dass er äußerst schurkisch sein kann. Umso erfreulicher ist es, dass Loki auch in „The Avengers“ die, bzw. eine Schurkenrolle einnimmt. Sehr schön ist auch, dass der nötige Humor und die Selbstironie nicht fehlt, die glücklicherweise verhindern, dass der Film lächerlich wirkt, was sonst sehr leicht der Fall hätte sein können.
Fazit: „Thor“ kommt qualitativ und unterhaltungstechnisch nicht an die beiden „Iron Mans“ heran, ist aber trotz einiger Schwächen äußerst gut und kurzweilig, nicht zuletzt wegen seines hervorragenden Casts.

Trailer

Siehe auch:
Iron Man
Iron Man 2
Captain America: The First Avenger
The Avengers
Iron Man 3