Sucker Punch


Story: Nach dem Tod ihrer Mutter und Schwester und diversen Problemen mit ihrem Stiefvater wird Babydoll (Emily Browning) von diesem in eine Irrenanstalt gesteckt. Babydoll will sich mit der harten Realität allerdings nicht abgeben, weshalb die Anstalt in ihrer Vorstellung zu einem Amüsierbetrieb wird, aus der sie und vier weitere Insassen/Prostiuierte – Sweet Pea (Abbie Cornish), Rocket (Jenna Malone), Blondie (Vanessa Hudgens) und Amber (Jamie Chung) – ausbrechen wollen. Um dies zu bewerkstelligen benötigen sie allerdings einige Gegenstände, u.a. eine Karte, einen Schlüssel, Feuer und ein Messer. Während Babydoll tanzt (und sich dabei jedes Mal in eine abgedrehte Fantasiewelt begibt), sollen die anderen die Gegenstände stehlen, was natürlich nicht immer reibungslos verläuft…

Kritik: Zack Snyder hat bisher vier Filme gedreht, von denen zwei („300“ und „Watchmen“) wirklich überragend waren, während die anderen beiden („Dawn of the Dead“ und „Die Legende der Wächter“) eher in die „Sosolala“ Spalte einzuordnen sind.
Die Prämisse von „Sucker Punch“ klang eigentlich sehr überzeugend, immerhin war Snyder hier selbst für das Drehbuch verantwortlich und beschrieb den Film im Voraus als „Alice im Wunderland“ mit Maschinengewehren. Ich hatte vor dem Kinobesuch erwartet, dass sich Zack Snyder dieses Mal wirklich so richtig austoben würde, was sich teilweise als richtig, teilweise aber auch als falsch herausstellte. Ausgetobt hat er sich bei den Fantasiewelten Babydolls, in denen munter alle möglichen Filme, von „Terminator“ bis zum „Herrn der Ringe“ zitiert werden. Diese Actionsequenzen, die jedes Mal einsetzen, wenn Babydoll tanzt, sind war an sich sehr gut gelungen, gehen mir aber nicht weit genug. Orks, Drachen, Roboter und deutsche Cyborgzombiesoldaten sind alle gut und schön, aber gerade im Vergleich zu „300“ oder „Watchmen“ wirkt die Action sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne ein wenig blutleer – Zack Snyder kann das einfach besser.
Die Rahmenhandlung(en) dagegen wollen tiefgründiger sein, scheitern daran allerdings größtenteils und ziehen sich doch mitunter ziemlich, was zum Teil auch an den fünf Hauptdarstellerinnen liegt, die zwar wirklich gut aussehen und in der Actionumgebung auch einiges hermachen, aber ansonsten keine Meisterleistungen abliefern, und zum Teil an den Charakteren, die recht flach bleiben.
Davon ausgenommen ist allerdings der wirklich gelungene und atmosphärische Prolog, unterlegt von einer düster-hypnotischen, von Emily Browning gesungenen Coverversion von „Sweet Dreams“, der ganz ohne Worte auskommt.
Fazit: „Sucker Punch“ ist zwar durchaus unterhaltend, aber letztendlich ziemlich unausgeglichen, da er wie „Watchmen“ versucht, Anspruch und eine grandiose Optik zu vereinen, aber daran im Gegensatz zum vorher genannten scheitert. Vielleicht weiß der angekündigte Director’s Cut mehr zu überzeugen.

Trailer

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