Shadow of the Vampire


Story: Deutschland in der 1920ern: Der ambitionierte Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau (John Malkovich) möchte den realistischsten Film aller Zeiten drehen, doch dabei handelt es sich um eine nicht autorisierte Adaption von Bram Stokers „Dracula“ (die aus diesem Grund den Namen „Nosferatu“ trägt). Bei den Dreharbeiten in Osteuropa mutet Max Schreck (Willem Dafoe), der Darsteller des Vampirgrafen, allerdings sehr seltsam an und scheint seine Rolle ein wenig zu ernst zu nehmen. Murnau erklärt das mit Method Acting, doch schon bald wird dem Produzenten Albin Grau (Udo Kier) und der restlichen Crew klar, dass Schreck keinesfalls nur vorgibt, ein Blutsauger zu sein…

Kritik: „Shadow of the Vampire“ ist ein recht außergewöhnlicher Film, bei dem sich schon die Genrezuordnung schwierig gestaltet. Es handelt sich nicht wirklich um einen Horrorfilm, eine Komödie ist es, trotz des dezenten, aber mitunter ziemlich schwarzen Humors auch nicht. Die Beschreibung des Regisseurs E. Elias Mehrige als „Film über das Filmemachen“ trifft es wohl am ehesten, immerhin zeigt er auch ausführlich die Produktion eines Stummfilmklassikers. Die kleine, aber feine Modifikation an der Realität, die aus Max Schreck einen echten Vampir macht, liefert dem Film dabei das Nötige Potential zu einem wirklich gelungenen Werk. Und die Schauspieler sind es, die dieses Potential ausschöpfen, allen voran natürlich John Malkovich und Willem Dafoe, die beide wirklich gut spielen und sich ebenbürtig sind. Malkovichs Murnau ist ein von einer kreativen Vision getriebener, fast schon wahnsinniger Regisseur, während Dafoe als müder, alter, aber nichtsdestotrotz gieriger und gefährlicher Vampir überzeugt.
Im Verlauf merkt man schließlich, wie sowohl Schreck als auch Murnau immer vampirischer und unmenschlicher werden. Schrecks Hunger auf die Hauptdarstellerin wächst, während Murnau dem Vampir willentlich seine Mitarbeiter opfert, um seinen perfekten Film zu bekommen. Der Höhepunkt ist natürlich die Schlussszene, welche das Ende des Originals wiederspiegelt, diese allerdings im Kontext noch erweitert.
Und natürlich ist „Shadow of the Vampire“ auch eine einzige Hommage an den wirklichen „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“. Das beginnt bei der wunderbaren 20er Jahre Atmosphäre und geht bis zur genauen Nachstellung einiger der Szenen des Originals, was auch gleich noch Lust macht, sich dieses zu Gemüte zu führen.
Fazit: Ein Vampirfilm, der sich wirklich von allen anderen abhebt. Die Schauspieler wissen voll zu überzeugen, die Handlung ist eine geschickt gestrickte Hommage an „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ und die Atmosphäre ist einfach wunderbar.

Trailer

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