Solomon Kane


Story: Nach einer Begegnung mit einem Gesandten des Teufels schwört der Pirat Solomon Kane (James Purefoy) der Gewalt ab und zieht sich in ein Kloster zurück. Doch dieses muss er schon bald wieder verlassen und durch die Lande ziehen. Während dieser Zeit nimmt ihn die Familie Crowthorne bei sich auf insbesondere mit Familienoberhaupt William (Pete Postlethwaite) und Tochter Meredith (Rachel Hurd-Wood) freundet sich Solomon an. Doch das friedliche Leben hält nicht an, denn die Schergen des tyrannischen Magiers Malachai (Jason Fleming) verheeren das Land, töten die Crowthornes und entführen Meredith. Da bleibt Solomon natürlich nur eine Möglichkeit: Er greift wieder zu den Waffen…

Kritik: Wie auch Conan der Barbar ist Solomon Kane eine Schöpfung von Pulp-Autor Robert E. Howard, im Gegensatz zu dem bereits von Arnold Schwarzenegger verkörperten Barbaren allerdings eine eher weniger bekannte. Vom Konzept her sind sich beide auch gar nicht so unähnlich; harte Krieger, deren Weste nicht unbedingt die weißeste ist.
Übrigens sollte man sich vom historischen Setting des Films (er spielt um 1600 herum) nicht täuschen lassen, dieses ist kaum mehr als Staffage, die Handlung würde fast genauso in einer reinen Fantasy-Welt oder einem anderen „archaischen“ Zeitalter funktionieren, da die realweltlichen Bezüge kaum vorhanden sind und ohne Weiteres hätten gestrichen werden können.
Ob die Figur gut umgesetzt wurde kann ich, da ich die Vorlage nicht kenne, auch nicht beurteilen, allerdings bin ich der Meinung, dass die Pulp-Wurzeln sehr gut spürbar sind. Die Figuren sind allesamt eher Archetypen, die Charakterisierung hauptsächlich formal, Selbstironie fehlt völlig. Aber ehrlich; wer eine Charakterstudie sehen möchte, wird sich bestimmt nicht diesen Film anschauen. Dementsprechend stehen auch die schauspielerischen Leistungen nicht wirklich im Mittelpunkt. James Purefoy ist da noch am erwähnenswertesten. Er tut in gewissem Sinne das, was er schon in der Serie „Rom“ mit Marcus Antonius getan hat: Er schafft es, einer eigentlich nicht sehr umgänglichen Figur sympathische Züge zu verleihen, sodass man als Zuschauer mitfiebern kann. Vor der deutschen Synchronisation sei allerdings gewarnt; diese ist grottenschlecht. Wer des Englischen mächtig ist, sollte den O-Ton bevorzugen.
Was den Film wirklich sehenswert macht, sofern man die übertriebene religiöse Erlösungssymbolik ertragen kann, sind Atmosphäre und Konzeption. „Solomon Kane“ ist nämlich so richtig schöne klassische Dark Fantasy, die man in Filmform ohne Werwölfe und/oder Vampire sonst eher selten antrifft. Alles ist so richtig dreckig, es gibt finstere, dämonische Widersacher etc. Auch die Action kann sich durchaus sehen lassen.
Fazit: „Solomon Kane“ ist ein richtig nettes, kleines, gewalttätiges, düsteres, dreckiges B-Movie, dem zwar hin und wieder ein Schuss Ironie fehlt, aber das zumindest mich sehr gut unterhalten hat.

Trailer

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