Toy Story 3


Story: Der Tag, den alle Spielzeuge gefürchtete haben, ist gekommen: Andy ist nun erwachsen und geht aufs College – natürlich ohne Spielzeug. Woody (engl. Tom Hanks, dt. Michael „Bully“ Herbig), Buzz (engl. Tim Allen, dt. Walter von Hauff) und Co., mit denen schon seit Langem nicht mehr gespielt wird, fürchten nun, dass sie auf dem Dachboden, oder, schlimmer noch, auf dem Müll landen.
Doch stattdessen geraten sie durch einen Zufall in die Kindertagestätte „Sunnyside“, die auf den ersten Blick wie das Paradies für Spielzeuge wirkt. Der pinke Bär Lotso (engl. Ned Beatty, dt. Klaus Sonnenschein), der väterliche und knuddelige Anführer der Spielzeuge dort heißt die Neuankömmlinge auch sofort Willkommen. Und während Woody wieder zu seinem Besitzer zurück will, finden Andys andere Spielzeuge gefallen an dem Gedanken, dass wieder mit ihnen gespielt werden soll.
Doch schon bald müssen sie feststellen, dass „Sunnyside“ keinesfalls ein Paradies ist, sondern vielmehr eine Spielzeughölle, in der Lotso ein strenges Regime führt…

Kritik: „Toy Story“ war als erster vollständig animierter Spielfilm natürlich ein technischer Meilenstein, und er war auch durchaus unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Er hatte (bzw. hat) ganz nette Figuren, die ihr Potential allerdings bei Weitem nicht ausschöpfen.
Weitaus besser gefallen hat mir da „Toy Story 2“. Die Charaktere gewinnen Konturen, die Handlung ist spannender und lustiger und, zu meiner besonderen Freude, fand sich in diesem zweiten Teil eine äußerst gelungene „Star Wars“ Referenz, und über eine solche freue ich mich immer.
Und der dritte Teil, den es (welche Überraschung) in 3D zu bestaunen gibt? Kümmern wir uns zuerst um den 3D Teil, denn das ist schnell erledigt: Es lohnt sich absolut nicht, das Extrageld für die 3D-Version zu bezahlen. Zwar ist die Technik nicht ganz so schlampig wie bei „Kampf der Titanen“, aber sie ist hier keinesfalls ihr Geld wert oder wertet das Filmerlebnis in irgendeiner Weise auf.
Der Film selbst hingegen ist sein Geld sehr wohl wert. „Toy Story 3“ geht in Sachen Charaktere, Action und Spannung noch ein Stück weiter als der Vorgänger. Die Szene in der Müllverbrennungsanlage ist ein ideales Beispiel dafür, da sie es schafft, auf engstem Raum eine unheimlich Spannung und zugleich einen sehr emotionalen Augenblick zu erschaffen.
Sehr gut stehen „Toy Story 3“ auch die Anleihen aus dem Gefängnisfilm – der Ausbruch der Spielzeuge aus „Sunnyside“ – und der Dystopie – in Form des diktatorischen Kuschelbärs. Und apropos diktatorischer Kuschelbär; mit Lotso ist Pixar eine ihrer besten und tragischsten Schurkenfiguren gelungen, die am Ende, ganz ähnlich wie Stinke-Pete im Vorgänger, auf höchst unterhaltsame Weise erhält, was sie verdient.
Auch der Humor kommt erfreulicherweise nicht zu kurz; zu den komischen Highlights dieses Films gehören ohne Zweifel der von Christian Tramitz gesprochene Ken und seine Modenschau sowie der kurzzeitig Spanisch sprechende Buzz Lightyear.
Zum Abschluss noch ein Wort zur deutschen Synchronisation, bei der ja dieses Mal die Mitglieder der Bullyparade mitmischen: Der von Rick Kavanian gesprochene Rex fällt leider kaum auf, weder positiv, noch negativ. Bully, der Woody spricht, macht seine Sache durchaus gut (wie auch schon in „Ein Königreich für ein Lama“), aber es wirkt dennoch merkwürdig, weil man von den Vorgängern einfach noch Peer Augustinski im Kopf hat. Christian Tramitz hat eindeutig die besten Karten, da er eine neue Figur spricht und dies auch noch unglaublich gut.
Fazit: „Toy Story 3“ übertrifft den ersten Teil mühelos und befindet sich mindestens auf Augenhöhe mit dem zweiten, wenn nicht sogar ein wenig darüber. Leider hat es der böse Imperator Zurg nicht über ein kleines Cameo hinausgeschafft. Dennoch ist es erfreulich, dass sich zu den wenigen gelungenen dritten Teilen der Filmgeschichte ein weiterer hinzugesellt.

Trailer

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