New Moon


Story:
An Bellas (Kristen Stewart) Geburtstag passiert das, was Vampirfreund Edward (Robert Pattinson) immer befürchtet hat: Sie schneidet sich, blutet und weckt den Hungers von Edwards ebenfalls untotem Bruder.
Theatralisch wie er nun mal ist, geht Edward nun davon aus, dass er Bella am besten beschützen kann, in dem er sich von ihr fernhält. Er behauptet, sie nicht zu lieben und verschwindet. Dadurch wird Bella in tiefe Depressionen gestürzt, aus der ihr auch Kumpel und Werwolf in Spee Jacob (Taylor Lautner) nicht helfen kann.
In Momenten größter Gefahr glaubt sie allerdings, Edward zu sehen, was sie zu selbstmörderischen Aktionen ermutigt – inklusive eines Sprunges von einer Klippe, infolgedessen Edward glaubt, sie sei tot. Natürlich kann er nach ihrem vermeintlichen Tod nicht mehr weiterleben (ich erwähnte bereits die Theatralik) und will sich den Volturi, der vampirischen Königsfamilie, ausliefern, damit diese ihm ein Ende machen. Kann Bella ihren Geliebten retten? (Natürlich kann sie, es müssen ja noch drei weitere Filme folgen.

Kritik: Warum tue ich mir das an? Aus Masochismus? Oder der Freude am Verrissschreiben? Wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Fakt ist: „New Moon“ ist mindestens genauso schlimm wie „Twilight“. Wer dachte, dass Bella bereits im ersten Teil völlig deprimiert ist, wird im zweiten Teil noch mal ordentlich überrascht. Um zu zeigen, wie down sie ist, wird wirklich kein Klischee ausgelassen. Die Krönung des Ganzen ist die Montage, die sie über die Monate hinweg unbewegt auf ihrem Bett zeigt. Das wirkt so dermaßen erzwungen und unfreiwillig komisch, dass mir nicht einmal mehr ein passender ironischer Vergleich einfällt.
Über die restliche Laufzeit dümpelt der Film so dahin, während Bella immer passiver und uninteressanter wird. Auch das Auftauchen der Vampire Laurent und Victoria und der schlecht animierten Werwölfe reißt einen nicht aus der Lethargie.
Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind praktisch nicht der Rede wert. Robert Pattinson ist die meiste Zeit einfach nicht anwesend und wenn er mal auftaucht bleibt er fürchterlich blass, trotz toller Glitzereffekte. Kristen Stewart ist entweder grundsätzlich deprimiert (und dabei auch für den Zuschauer deprimierend), oder sie ist eine gute Schauspielerin, die diesen Zustand glaubhaft rüberbringt. Allerdings tendiere ich zu Ersterem. Taylor Lautner schließlich hat außer eine durchtrainierten Oberkörper nicht viel zu bieten.
Nun ja, immerhin etwas gibt es, das mir an „New Moon“ halbwegs gefallen hat: Die Volturi. Im Gegensatz zu den Cullens haben diese wenigstens Eier. Insbesondere Michael Sheens Figur Aro war eine richtig nette Abwechslung, ein wenig zynisch, zurückhaltend und dabei doch gefährlich. Michael Sheen ist eben einfach ein guter Schauspieler und hat mir auch schon als Tony Blair in „Die Queen“, als Lucien in „Underworld“ und als David Frost in „Frost/Nixon“ sehr gut gefallen.
Könnte man nicht vielleicht einfach die Verfilmungen von „Eclipse“ und „Breaking Dawn“ streichen und stattdessen ein Aro- oder Volturi-Spin-off machen?
Fazit: Um Homer Simpson zu zitieren: „Laaaangweilig“. Wie in der Vorlage auch passiert eigentlich nichts, nur dass es im Buch trotzdem irgendwie fesselt und im Film nicht. Einzig Michael Sheen weiß zu überzeugen.

Trailer

Siehe auch:
Twilight – Bis(s) zum Erbrechen.
Eclipse
Breaking Dawn

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