X-Men


Story:
Die ganze Welt fragt sich, was die so genannten Mutanten, Menschen mit besonderen Fähigkeiten, eigentlich sind. Vielleicht die nächste Stufe der Evolution? Oder eine neue menschliche Rasse? Fakt ist, dass den Mutanten überall, wo sie auftauchen, Ablehnung und Hass entgegen gebracht wird. Extreme Politiker wie zum Beispiel Senator Kelly (Bruce Davison) fordern gar eine Mutantenmeldepflicht.
Unter diesen Umständen haben sich Mutanten natürlich schon längst zusammengetan, um sich gegen die feindliche Welt behaupten zu können. Charles Xavier (Patrick Stewart), der mächtigste Telepath der Welt, hat eine „Schule für junge Begabte“ gegründet, in der Mutanten ungestört leben und ihre Kräfte erforschen können.
Aber es gibt auch Mutanten, die nicht so pazifistisch sind: Erik Lehnsherr alias Magneto (Ian McKellen), ein Überlebender des Holocaust, der Metall kontrollieren und manipulieren kann, glaubt, dass ein Krieg zwischen Menschen und Mutanten kommen wird und möchte, dass die Mutanten in jedem Fall als Sieger hervorgehen und verfolgt mit der Hilfe seiner „Bruderschaft der Mutanten“ die Schwächung seiner Gegner. Dazu benötigt er allerdings die junge Mutantin Rogue (Anna Paquin), die mit einer Berührung Lebenskraft entziehen kann. Nun liegt es an dem mit unzerstörbaren Klauen bestückten Wolverine (Hugh Jackman) und den X-Men, Xaviers ersten Schülern, Magneto aufzuhalten. 

Kritik: Innerhalb des Superheldenfilm-Genres nimmt Bryan Singers „X-Men“ einen ganz besonderen Platz ein: Zum ersten ist es der erste wirklich gute Superheldenfilm seit „Batmans Rückkehr“ und zum zweiten startete er die Welle der Comicverfilmungen, die bis heute nicht abgebrochen ist. Mit „X-Men“ bewies Singer, dass auch ein Team aus Superhelden glaubwürdig für die Leinwand adaptiert werden kann.
Die Vorlage wird dabei ausreichend respektiert und gewürdigt, aber auch angemessen an das Medium Film angepasst. Besonders was die Kostüme der X-Men angeht, wird die Situation nicht ganz einfach gewesen sein. Das beste Beispiel ist Wolverine: Sein leicht an Batman angelehntes Outfit (wahlweise in orange-blau oder orange-braun) sieht in den Comics toll aus, würde aber in einer Realverfilmung absolut lächerlich wirken. Ähnlich ist es bei Magneto in seiner violetten Rüstung.
Die Filmlösung ist dabei die einzig richtige: Während Wolverine ein schwarzes Lederoutfit bekommen hat, das denen der anderen X-Men gleicht, gab man Magneto ein Kostüm, das ähnlich wie ein Anzug geschnitten ist und mit Umhang und Helm gerade noch genug an die Comicvorlage erinnert, ohne albern zu sein.
Aber selbstverständlich machen die Kostüme nur einen kleinen Teil eines gelungenen Films aus. Sehr viel wichtiger sind Story und Schauspieler.
Bei Ersterer haben David Hayter und Tom DeSanto, die beiden Drehbuchautoren, wirklich gute Arbeit geleistet. Auch wenn einige Figuren, wie etwas Wolverine oder Rouge stark in den Vordergrund gerückt werden (was gerade bei Fanliebling Wolverine sehr verständlich ist, dessen Präsenz sicher zum Erfolg beigetragen hat) und dafür andere Charaktere, wie etwa Storm eher im Hintergrund bleiben, ist die Story des Films der Vorlage dennoch mehr als angemessen. Die gesellschaftskritischen Töne zum Thema Ausgrenzung und Rassismus bleiben erhalten, ohne mit dem moralischen Holzhammer präsentiert zu werden oder der Spannung und Action zu schaden.
Die Schauspieler sind ebenfalls sehr gut gewählt. Obwohl Hugh Jackman praktisch erst in letzter Sekunde gecastet wurde, kann man sich für Wolverine heute keinen anderen Schauspieler mehr vorstellen. Auch Halle Berry (Storm), Framke Janssen (Jean Grey) und James Marsden (Cyclops) überzeugen als Ur-X-Men und schaffen glaubhafte Figuren. Doch die eindeutig besten Leistungen kommen von den beiden „Schachspielern“ des Films, Patrick Stewart und Ian McKellen. Besonders McKellen haucht dem Mutantenführer Magneto gekonnt Leben ein und macht aus ihm einen tollen und dreidimensionalen Filmschurken mit durchaus nachvollziehbaren Motiven.
Fazit: „X-Men“ ist eine mehr als gelungene Comicverfilmung, die den Weg für ihre Nachfolger geebnet hat.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=6q8UUzkBFSM

Siehe auch:
X-Men: First Class

Zum Vergleich
Wolverine in Comic und Film:


Und Magneto in Comic und Film:

Ein Gedanke zu “X-Men

  1. SauturNuss

    hihi, thats cool
    magneto and wolverin…the actors are greatly chosen
    they really really full fill the comic characters…even if there are some
    differences between them (suits, age, muscle).

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