The Dark Knight


Story: Ein halbes Jahr ist seit Batmans (Christian Bale) Auftauchen verstrichen und sein Feldzug scheint erfolgreich zu sein; die Kriminellen Gotham Citys werden immer mehr in die Ecke gedrängt. 
Zusätzlich zum Dunklen Ritter taucht nun auch ein „Weißer Ritter“ auf. Harvey Dent (Aaron Eckhart), der neu gewählte Bezirksstaatsanwalt Gothams hat sich fest vorgenommen, mit den Gangstern und der Korruption aufzuräumen. Batman, Dent und der Polizei-Leutnant James Gordon (Gary Oldman) schließen eine Art Pakt und arbeiten zusammen, um das Verbrechen endgültig zu besiegen. Doch exakt in diesem Moment taucht eine neue Figur auf dem Spielfeld auf und wirbelt alles kräftig durcheinander: Der Joker (Heath Ledger).
Der Joker ist vollkommen anders als die anderen Kriminellen der Stadt; ihm geht es nicht ums Geld, er will, wie Batmans Butler Alfred es ausdrückt, „die Welt einfach brennen sehen.“
Der Joker kennt keine Grenzen, keine Regeln und keine Gnade. Rücksichtslos spielt er alle und jeden in perfiden psychologischen Versuchen gegeneinander aus, um zu beweisen, dass alle im Grunde ihres Herzens schlecht sind.
Und auf eine gewisse Weise obsiegt der Joker sogar; es gelingt ihm nämlich, Harvey Dent, den Weißen Ritter, den aufrichtigsten der drei „Verschwörer“ zu korrumpieren und ihn zum rachebesessenen Two-Face zu machen.

Kritik:
Was wurde dieser Film gehypt. „The Dark Knight“ wurde fast ausschließlich mit dem Tod Heath Ledgers in Verbindung gebracht und, seien wir ehrlich, ohne das tragische Ableben dieses Schauspielers hätte es wohl weder derart hohe Einnahmen, noch den Oscar für den besten Nebendarsteller gegeben.
Diese Tatsache ändert jedoch nichts daran, dass „The Dark Knight“ in meinen Augen diesen Hype vollkommen verdient hat. Natürlich wäre er ohne den Joker nicht dasselbe, aber er besteht eben nicht nur aus ihm. 
Was in „Batman Begins“ begann, wird hier nun logisch fortgeführt. Das große Thema dieses Films ist Eskalation, schon der kurze Dialog am Ende des Vorgängers zwischen Gordon und Batman kündigte das (und auch den Joker) an.
Und das Konzept geht wunderbar auf. Einmal mehr orientieren sich Drehbuchschreiber und Regisseur handlungsmäßig stark an Jeph Loebs „The Long Halloween“, und das Ergebnis ist abermals überzeugend, die Handlung ist rasant und spannend (und in meinen Augen keinesfalls zu lang oder zu überladen) und die Dialoge sind messerscharf.
Bis auf Katie Holmes, deren Rolle, die Staatsanwältin und Jugendfreundin von Bruce, Rachel Dawes, nun von Maggie Gyllenhall gespielt wird, kehrt fast der gesamte Cast des Vorgängers zurück. Christian Bale überzeugt abermals als Batman und Bruce Wayne, auch wenn er dieses Mal weniger Präsenz zeigt, dafür hat Gary Oldmans Jim Gordon (der im Lauf des Films auch zum Comissioner befördert wird) mehr Platz bekommen und weiß seine Leinwandzeit wunderbar zu nutzen. Morgan Freeman und Michael Caine haben wieder die Lacher auf ihrer Seite und dürfen den doch sehr düsteren und ernsten Film etwas aufhellen und zugleich gewissermaßen den moralischen Anker für Bruce darstellen. Und sogar Cillian Murphy darf in einer Szene als Scarecrow zurückkehren, auch wenn diese etwas erzwungen wirkt.
Die Neuzugänge wissen ebenfalls zu überzeugen; Maggie Gyllenhall sieht zwar vielleicht nicht so gut aus wie Katie Holmes (was allerdings Geschmackssache ist), aber sie kann eindeutig besser schauspielern, ihr nimmt man die idealistische Staatsanwältin auch ab. Doch die wahren schauspielerischen Perlen des Films sind Heath Ledger und Aaron Eckhart.
Was wurde nicht schon alles über den Joker dieses Films geschrieben? Heath Ledger spielt wirklich eine absolut diabolische Figur, eine fesselnde und einzigartige Leistung; in wirklich jeder Szene, in der er vorkommt, steht er im Mittelpunkt. Dem steht Aaron Eckhart allerdings in nichts nach. Zwar darf er nicht so auf die Pauke hauen wie Ledger und bleibt deshalb auch nicht ganz so gut in Erinnerung, aber sein Spiel ist dennoch großartig, denn er schafft es, sowohl den sympathischen Staatsanwalt Harvey Dent als auch dessen rachdurstiges Alter Ego Two-Face völlig glaubhaft darzustellen (im Gegensatz zu Tommy Lee Jones).
Die einzigen Kritikpunkte sind Atmosphäre und Musik: Ein wenig mehr Gothic-Stimmung (wie zum Beispiel in „Batman Begins“) hätte dem Film gut getan. Das Gotham City, das dem Zuschauer hier präsentiert wird, wirkt fast ein wenig zu normal und alltäglich. Die Narrows, Arkham Asylum, Wayne Manor, die Einschienenbahn und der Wayne Tower, die in „Batmans Begins“ dafür gesorgt haben, dass Gotham einzigartig wirkt, fehlen in „The Dark Knight“ alle.
Hans Zimmers und James Newton Howards Soundtrack hat sich im Vergleich zu „Batman Begins“ zwar merklich verbessert (vor allem das Joker-Thema ist wunderbar gelungen), aber ein wirklich markantes Batman-Thema vermisse ich immer noch. Ich weiß, dass Hans Zimmer das extra vermeiden wollte, aber für mich gehört zum Dunklen Ritter einfach ein einprägsames Leitmotiv.
Fazit: Fast perfekte Leinwandumsetzung des Dunklen Ritters, die zusammen mit „Batman Begins“ ein homogenes Ganzes ergibt.

Trailer

Siehe auch:
The Dark Knight – Soundtrack
Batman Begins
The Dark Knight Rises
Batman Begins – Soundtrack
The Dark Knight Rises – Soundtrack

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