Batman Begins


Story: Als seine Eltern nach einem Opernbesuch von einem Ganoven ermordet werden, bricht für den jungen Milliardärssohn Bruce Wayne (Gus Lewis) buchstäblich die Welt zusammen. Der mit einer Fledermausphobie geplagte Junge muss nun ein Trauma überwinden, was ihm nicht wirklich gelingt.
Viele Jahre später plant Bruce (Christian Bale), inzwischen ein Student, den Mörder seiner Eltern umzubringen, doch der Mafiaboss Carmine Falcone (Tom Wilkinson) kommt ihm zuvor, was Bruce dazu veranlasst, sich selbst massiv zu hinterfragen. Er flieht vor der „zivilisierten  Welt“ der Oberschicht seiner Heimatstadt Gotham City, um das Leben auf der anderen Seite kennen zu lernen: Er geht in den fernen Osten, lebt in Armut, stiehlt, um nicht zu verhungern und landet schließlich im Gefängnis.
Dort wird er von dem rätselhaften Henry Ducard (Liam Neeson) aufgespürt, der ihm ein Angebot macht: Einen neuen Sinn im Leben. Ducard führt Bruce in die Welt der Gesellschaft der Schatten, einer Ninjasekte, die von einem gewissen Ra’s al Ghul (Ken Watanabe) geführt wird. Bruce beendet seine Ausbildung zum Kämpfer, doch als er einen Mörder töten soll, bricht er mit seinen Ausbildern und kehrt in seine Heimat zurück, um einen anderen Weg zu wählen, das Verbrechen zu bekämpfen. Bruce wird zu einem Symbol, er wird zu Batman…

Kritik:
Acht Jahre sollte es nach dem Totalausfall von „Batman und Robin“ dauern, bis der Dunkle Ritter auf die Leinwand zurückkehren durfte. In dieser Zeit überlegte man sich bei Warner Brothers fieberhaft, wie man mit Batman weiterverfahren könnte. Eine Verfilmung von Frank Millers „Year One“ wurde angedacht, ein „Batman versus Superman“ und was nicht noch alles.
Aber schließlich traf man die richtige Entscheidung und legte die Bürde in die Hände des Regisseurs Chris Nolan und des Drehbuchschreibers David S. Goyer, die dafür sorgten, dass Batman in Glanz auferstehen sollte.
Man entschied sich, die Ursprungsgeschichte des Dunklen Ritters und seinen Werdegang zu beleuchten und dabei auf Realismus zu setzen. Und das Konzept geht auf.
„Batman Begins“ macht so gut wie alles richtig. Batman/Bruce Wayne ist ein dreidimensionaler und glaubhafter Charakter, der sehr gut von Christian Bale gespielt wird. Meiner Ansicht nach ist Bale der beste bisherige Batman-Darsteller. Zwar ist er nicht so düster/grüblerisch wie Michael Keaton, aber das war zumindest der Comic Bruce Wayne bei seinen öffentlichen Auftritten auch nie. Bale gelingt es wunderbar, den überzogenen Playboy zu spielen, und gleichzeitig einen bedrohlichen, einschüchternden Batman abzugeben. Lediglich die Stimme ist etwas übertrieben.
Auch der Rest der Schauspieler weiß zu überzeugen: Liam Neeson darf ein weiteres Mal den Lehrmeister spielen und hat endlich auch Mal die Gelegenheit zu beweisen, dass er auch als Schurke etwas drauf hat. Michael Caine und Morgan Freeman spielen ebenfalls hervorragend und sorgen für einen zusätzlichen Sympathiebonus.
Der Brite Tom Wilkinson will zwar nicht so recht zu dem italienischen Mafiaboss Falcone passen, liefert aber trotzdem sehr gute Arbeit ab.
Einzig Katie Holmes stört irgendwie und wirkt neben dem Rest der Darstellerriege blass und uninspiriert; die idealistische Staatsanwältin nimmt man ihr nicht so recht ab.
Auch die Handlung ist bei diesem Film um einiges ausgereifter als bei den bisherigen Batman-Streifen. Wie oben bereits erwähnt wird in „Batman Begins“ sehr viel mehr wert auf Charakterzeichnung gelegt, die Motive der Figuren erscheinen nachvollziehbar und die Handlung orientiert sich mehr an den Comics, vor allem an „The Long Halloween“ und natürlich „Batman: Year One“.
Lediglich die Filmmusik fällt gegenüber den Burton-Filmen ab; Hans Zimmers und James Newton Howards Soundtrack ist nicht schlecht, allerdings vermisse ich wirklich markante Themen, das ganze kommt doch etwas breiig herüber, ganz anders, als es bei Danny Elfmans Soundtrack zu „Batman“ und „Batmans Rückkehr“ der Fall war. Aber das ist, neben Katie Holmes, auch schon so ziemlich das einzige Manko.
Fazit: Endlich ein Batmanfilm, der dem Dunklen Ritter wirklich gerecht wird und sich, anders als zum Beispiel die beiden Burton-Filme, voll auf den Titelhelden konzentriert.
So hat ein Batman-Film zu sein, Herr Schumacher.

Trailer

Siehe auch:
Batman Begins – Soundtrack
The Dark Knight
The Dark Knight Rises
The Dark Knight – Soundtrack
The Dark Knight Rises – Soundtrack

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s