The Wolfman

Story: Nach langer Zeit der Abwesenheit kehrt der Schauspieler Lawrence Talbot (Benicio del Toro) zu seinem Elternhaus in dem abgeschiedenen englischen Ort Blackmoor zurück, da sein Bruder brutal ermodert wurde. Die Umstände dieses Mordes sind allerdings nicht wirklich klar. War es ein Wahnsinniger? Oder der Tanzbär der Ziegeuner, die sich derzeit im Dorf aufhalten? Oder handelt es sich doch um einen Werwolf?
Natürlich ist Letzteres der Fall, und kurz darauf wird Lawrence von der Bestie gebissen, was nicht nur zu Komplikationen mit den Dorfbewohnern führt, sondern auch von Talbots Vater (Anthony Hopkins), der Witwe seines Bruders (Emily Blunt) und dem bekannten Inspektor Abberline (Hugo Weaving) mit „Interesse“ verfolgt wird…

Kritik: Dieses Remake des Schwarzweiß-Klassikers von Universal nutzt seine Möglichkeiten leider bei Weitem nicht aus. Die Charaktere bleiben relativ blass, die Story ist äußerst traditionell und vorhersehbar und der eine oder andere Logikfehler, vor allem bezüglich des Vollmondes, schleicht sich hin und wieder ein. Das heißt aber nicht, dass „The Wolfman“ nicht trotzdem Spaß macht. Die Atmosphäre des Films ist tadellos gelungen, das alte Herrenhaus der Talbots und das nächtliche London sind vorzüglich im Stil der Gothic Novels getroffen. Auch die Schauspieler liefern durchaus gute Arbeit ab; Benicio del Toro, der Lawrence Talbot spielt, kommt zwar nicht an seine Darstellung des Jack Rafferty in „Sin City“ heran, liefert aber einen soliden Werwolf. Hugo Weavings Abberline ist leider bei weitem nicht so interessant wie Johnny Depp in dieser Rolle oder Depp als Ichabod Crane in ähnlicher Konstellation, was aber vor allem dem Drehbuch geschuldet ist; Weaving holt aus der Rolle heraus, was herauszuholen ist. Die beste Darstellung liefert allerdings Anthony Hopkins ab, der beweist, dass er auch in seinem fortgeschrittenen Alter noch sehr gut dazu in der Lage ist, eine hintergründige Bestie zu verkörpern, die dieses Mal sogar ein „echtes“ Monster ist. Einzig Emily Blunt ist so blass wie ihre Rolle.
Fazit: Kein Meisterwerk des Horrorfilms, aber ein amüsanter und traditioneller Werwolffilm mit ein paar nett-blutigen Einlagen und gutem Cast. Werwolfverhunzungen á la Twilight-Saga auf jeden Fall vorzuziehen.

Trailer

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