Star Wars – Die Filme

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt bin ich absoluter „Star Wars“ Fan und natürlich dürfen deshalb Kritiken zu den sechs Filmen und auch zu Werken des Erweiterten Universums nicht fehlen. Diese bekommen sogar eine Sonderkategorie. Aber ersteinmal kommen die Filme…

Story: Die Story der Hexalogie sollte ja eigentlich bekannt sein, es geht schlicht um alles; Zerstörung der Demokratie, Aufstieg eines mächtigen, bösartigen Imperiums, verbotene Liebe, Kriege und Schlachten, Raumschiffe, Schurken, liebenswerte Droiden, die Reise, der Fall und die Erlösung des Helden und natürlich Gut gegen Böse, Jedi gegen Sith.
Ganz großes Kino eben.

Kritik:

Epsiode 4: Eine Neue Hoffnung

Ohne Zweifel ist Episode 4 der wichtigste Film der Reihe, den mit ihm hat alles angefangen, er hat den Ruhm von Star Wars begründet. Allerdings muss ich sagen, dass er in meinen Augen nicht der beste Film der Hexalogie ist.
Genau das, was andere an diesem Film so lieben, stört mich ein wenig: Die Naivität und Märchenhaftigkeit. Wenn man sich „Eine neue Hoffnung“ heute anschaut, wirkt er doch schon etwas altbacken.
Dennoch sollte man die Vorzüge von Episode 4 nicht verschweigen: Da haben wir erst einmal und vor allem die Schurkenriege; Darth Vader ist und bleibt eine imposante Figur und sein erster Auftritt brennt sich einem einfach ins Gedächtnis, ebenso wie sein Atmen und die fabelhafte, tiefe Stimme von James Earl Jones (unbedingt auf Englisch anschauen).
Auch Großmoff Tarkin, der Kommandant des Todessterns, gespielt von Peter Cushing ist eine Augenweide; der Brite spielt ihn fies, unterkühlt und mit diesem herrlichen Queen-Akzent (noch einmal: die englische Version ist zu bevorzugen).
Auch Alec Guinness und Harrison Ford liefern einen soliden Job ab.
Die visuellen Effekte waren damals natürlich atemberaubend und können sich auch durchaus heute noch sehen lassen.
Schon damals war John Williams für die Musik verantwortlich. Der Score zu Episode 4 ist gut, wirkt zwar noch ein wenig ungeschliffen, aber dafür, dass er die orchestrale Filmmusik ins Kino zurück gebracht, hat er seinen Oscar mehr als verdient.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=9gvqpFbRKtQ

Episode 5: Das Imperium schlägt zurück

Eindeutig mein Lieblingsfilm der alten Trilogie. Episode 5 lässt sich mit zwei Worten zusammenfassen: Vader rules. Hier sagt der Dunkle Lord, was Sache ist. Er steht nicht mehr unter Tarkins Fuchtel wie in Episode 4 und kann so richtig die Sau rauslassen. Wer nicht kuscht, wird erwürgt.
Und auch sonst ist „Imperium“ richtig großes Kino: Die Figuren gewinnen Konturen und entwickeln sich weiter und an Schauwerten wird so allerhand geboten, sei es nun die Schlacht um Hoth, die Wolkenstadt oder Dagobah. Auch die neuen Figuren wie etwa Lando Calrissian, Yoda oder Boba Fett fügen sich nahtlos ein.
Nicht vergessen darf man hier die Musik, denn für Episode 5 hat John Williams eines meiner absoluten Lieblingsstücke geschrieben: den Imperialen Marsch, der auch den gesamten Score dominiert (wer den Soundtrack sein Eigen nennt, weiß, was ich meine).
Zusätzlich bietet „Imperium“ auch noch eine der markantesten, berühmtesten, genialsten und am öftesten zitierten Szenen überhaupt.
An diesem Film gibt es einfach nichts zu bemängeln.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=IK0MLkYOz3g

Episode 6: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Episode 6 ist kein überragender Film und kommt nicht an Episode 5 heran, aber er ist dennoch ein mehr als würdiger Abschluss der OT.
Die Musik ist wie immer genial, da gibt es nichts zu diskutieren.
Der alte Cast spielt gewohnt solide, vor allem Mark Hamill hat sich in meinen Augen stark verbessert; mir gefällt sein Jedi-Luke weitaus besser als sein Farmer-Luke.
Ein wenig störend ist, dass der Grundplot eigentlich wieder exakt der selbe ist wie in Episode 4, aber wenn man sich anschaut, was man daraus gemacht hat, kann man das gut verzeihen. 
Jabbas Palast zu Beginn wirkt zwar ein wenig überladen an schrägen Viechern, aber der Hausherr selbst ist so richtig schön fies und es macht Spaß, ihn zu hassen.
Störend finde ich vor allem die Ewoks; für meinen Geschmack zu pelzig, zu freundlich und im Vergleich zu den Sturmtruppen zu stark und irgendwie nervig. Die Bodenschlacht hier ist bei weitem nicht so gut gelungen wie die in Episode 5.
Dafür aber stellt die Raumschlacht um den Zweiten Todesstern alles bisher da gewesene in den Schatten und ist in meinen Augen auch heute noch die beste ihrer Art.
Der wahre Höhepunkt des Films sind jedoch die Szenen mit dem Imperator. Das beginnt schon mit seiner Landung, bei der nebenbei meine Lieblingsvariation des Imperialen Marsches gespielt wird und setzt sich vor allem in den Szenen mit Luke und Vader fort. Ich finde es immer wieder fesselnd, wie der Imperator eiskalt mit Luke und Vader spielt. Auch insgesamt ist dieses Lichtschwertduell das wohl emotionalste der ganzen Saga (mit Ausnahme des Duells zwischen Anakin und Obi-Wan auf Mustafar vielleicht).

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=6aD1ZphC0g8

Episode 1: Die Dunkle Bedrohung

„Die Dunkle Bedrohung“ wäre ein Schuss in den Ofen, gäbe es da nicht den einen oder anderen Faktor, der den Film zumindest halbwegs genießbar macht. Aber erstmal zum Schlechten: Jar Jar und Anakin junior gehen mir schlicht und ergreifend auf die Nerven, Ewan McGregor und Natalie Portman sind fürchterlich blass, das Pod-Rennen ist ziemlich unnötig und diese ganzen Albereien hätten nun wirklich nicht sein müssen.
Und nun zum Positiven: Darth Maul ist einfach abartig cool, schade um seinen frühen Tod. Zwar ist der Gute äußerst schweigsam, aber immer, wenn er vorkommt, steht er vollkommen im Mittelpunkt. Auch das Duell zwischen ihm, Obi-Wan und Qui-Gon Jinn bietet sehr viel fürs Auge und ist fabelhaft choreographiert. Qui-Gon Jinn ist auch gleich der nächste Faktor; Liam Neeson spielt hier sehr gut und bringt seine Figur glaubhaft rüber.
Ian McDiamird, schon Imperator in Episode 6, darf nun, 20 Jahre älter, in seine alte Rolle, bzw. deren jüngeres Ich, zurückkehren (irgendwie verwirrend) und weiß auch sofort zu überzeugen.
Und dann wäre da noch die Musik von John Williams. Man mag über Episode 1 sagen, was man will, die Musik erfüllt voll und ganz die Erwartungen und verknüpft alte Themen gekonnt mit schönen neuen (wie zum Beispiel dem marschartigen Motiv der Kampfdroiden oder dem mitreißenden Stück „Duel of the Fates“).

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=I6hOlI9cg4o

Episode 2: Angriff der Klonkrieger

Es geht aufwärts. „Angriff der Klonkrieger“ braucht zwar recht lange, um in Fahrt zu kommen, aber dafür wird der Zuschauer mit einer spektakulären Schlacht belohnt.
Jar Jar wurde glücklicherweise stark zurückgefahren, ebenso wie die kindischen Späße. Was bei „Angriff der Klonkrieger“ vor allem stört, sind die unheimlich platten Dialoge zwischen Anakin und Padmé, die wohl romantisch sein sollen, aber stattdessen eher einschläfernd wirken. Auch Hayden Christensen ist nicht gerade eine Idealbesetzung, er bleibt ziemlich uninspiriert und scheint Probleme zu haben, seine Mimik einzusetzen. Immerhin, die Arroganz kriegt er ganz gut hin.
Stark weiterentwickelt hat sich dagegen Ewan McGregor. Der Bart steht ihm gut, sein Spiel überzeugt und er darf nette sarkastische Sprüche ablassen, die ein wenig an die Han Solo-Tradition anknüpfen.
Bei den Neuzugängen gibt’s nichts zu meckern; Temura Morrison ist, ganz wie der Sohnemann ist späteren Episoden, eine coole Sau und erinnert ein wenig an den Revolverhelden aus dem Western-Genre – und das steht ihm. Auch Christopher Lee überzeugt mühelos als arroganter, aber dennoch idealistischer Gentleman-Sith Count Dooku.
Die Schlacht um Geonosis ist schließlich einfach überwältigend und zusammen mit der Schlacht um Hoth sicher das beste Bodengefecht der Saga. So viele Jedi auf einem Haufen in Aktion gab es vorher noch nie. Und endlich sehen wir auch mal, was Yoda so drauf hat.
Eine richtige Gänsehaut über den Rücken jagt mir immer die vorletzte Szene, in der Palpatine und einige Senatoren beobachten, wie die Klonkrieger in die Schiffe marschieren, unterlegt von einer majestätischen Variation des Imperialen Marschs.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=-ZQqGs6PwMA

Episode 3: Die Rache der Sith

Auch Episode 3 braucht ein wenig, um in Gang zu kommen. Der Anfang ist beeindruckend (die Schlacht um Coruscant) und ein wenig zu albern (Buzz-Droiden, R2 als Ölspucker). Der erste Höhepunkt ist das Duell zwischen Obi-Wan, Anakin und Dooku, in dem schon das Kommende angedeutet wird. Nur schade, dass Dooku hier schon ins Gras beißen muss, ich mag die Figur, aber Christopher Lee ist wohl zu teuer gewesen.
Der gute Count wird stattdessen mehr oder weniger durch den Cyborg General Grievous ersetzt, der ein ganz netter Schurke ist, es aber mit Kult-Nebenschurken wie Boba Fett oder Darth Maul nicht aufnehmen kann. Dafür hat ihm John Williams ein sehr schönes und passendes Thema geschenkt, das ich immer wieder gerne anhöre.
Die „romantischen“ Dialoge zwischen Anakin und Padmé gibt es zwar immer noch (und sie sind immer noch langweilig), aber immerhin wurden sie auf ein Minimum zurückgefahren.
Dennoch ist der erste Teil von Episode 3 sehr dialoglastig, was dem Film aber nicht schadet. „Die Rache der Sith“ gehört unumstritten Ian McDiamird, der gnadenlos alle anderen gegen die Wand spielt. Ihm hat GL auch ideale Sätze verpasst, so dass er sein ganzes Können zeigen darf und dies auch tut.
Das zweite Duell des Films, Grievous gegen Obi-Wan, ist auch ganz unterhaltsam, aber dennoch erst der Anfang, denn ab da geht’s rund und man kommt kaum noch zu Atemholen. Palpatines Verhaftung (eine weitere geniale Szene, in der Ian McDiamird zeigt, dass er es auch stimmlich voll drauf hat, also auf Englisch anschauen), Anakins Fall zur Dunklen Seite, Order 66, die Ausrufung des Imperiums und die Vernichtung der Separatisten werden zwar recht schnell abgehandelt, aber dennoch bildgewaltig und keineswegs zu schnell, dafür aber ausgezeichnet in Szene gesetzt.
Das Doppel-Duell Anakin gegen Obi-Wan und Yoda gegen Sidious übertrifft dann noch mal alles, was bisher da war, inklusive symbolischer Zerstörung des Senats.
Und auch die letzten zehn Minuten haben es noch mal so richtig in sich. Ein weiteres Mal arbeitet GL mit einer Parallelmontage, mit der er abwechselnd zeigt, wie sowohl Anakin als auch Padmé „sterben“, wobei Padmé Leben schenkt und Anakin endgültig zu dem Monster Darth Vader wird.
Trotz kleinerer Mängel am Anfang ein fast perfekter Film.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=9kdEsZH5ohc&feature=related

9 Gedanken zu “Star Wars – Die Filme

  1. Stefan Kraft

    Ein persönlicher Blick auf die SW-Filme, kritisch und zugleich enthusiastisch – das gefällt mir. Etwas ungewöhnlich Deine Einschätzung zu Ep. IV (einer solchen Meinung bin ich bis jetzt nur bei Dir, Sir Donnerbold und noch einem Kommentator bei Sir D. begegnet). Was ich selbst sympathisch finde, ist, dass Du auch den für Dich nicht so gelungenen Filmen etwas abgewinnen möchtest bzw. kannst.
    Wie sieht es bei mir aus? Ich habe einen sehr „naiven/kindlichen“ Zugang zu Star Wars. Ja, man kann lange diskutieren, was denn nun gelungen oder misslungen ist, aber wenn ich das Star-Wars-Feeling verspüre, gefällt mir der Film (sehr) gut, mag er auch Schwächen haben. (Oder besser gesagt, die möglichen Schwächen fallen mir dann kaum auf.) Deswegen habe ich auch keinen echten Liebling.
    Lustigerweise ist es dann nur Ep. II, der für mich einfach nicht recht funktionieren will. Die Szenen mit Obi-Wan und Jango (und die Szenen auf Kamino) gefallen mir gut; mein Eindruck ist aber, dass George einfach länger am Film noch hätte arbeiten müssen. Schon eine längere Postproduktion hätte den Film wohl homogener gemacht. Der Musikschnitt wäre zudem sicherlich besser ausgefallen, einige der geschnittenen Szenen hätten wieder den Weg zurück in den Film gefunden und ihm einiges an Hintergrundgeschichte spendiert usw.

    Ep. III ist dann noch der Film, den ich am schwersten einschätzen kann. Ja, er gefällt mir wirklich gut (schon allein grafisch eine Augenweide), ein paar Sachen hätte ich aber anders gemacht. So hätte ich die Szene von Anakins Fall länger gestaltet und einen entsprechend umfangreicheren Dialog zwischen ihm und Sidious im Büro des Kanzlers eingefügt, aber auch so finde ich Anakins Fall eigentlich nicht misslungen. (Übrigens hätte Count Dooku wohl ursprünglich im Film länger leben sollen, sodass er nicht unbedingt aus Geldgründen so früh umgebracht wurde. Zudem war wohl vorgesehen, dass Anakin wirklich glaubt, die Jedi würden die Republik verraten, was seinen Fall noch mehr zu einer Meisterleistung Sidious‘ gemacht hätte und was Anakin eine klarere Motivation gegeben hätte, die Jedi zu töten. Zumindest wird diese Variante bei „The Secret History of Star Wars“ geschildert, siehe http://secrethistoryofstarwars.com/theturn.html . In meinen Augen ist die Website im Übrigen ganz interessant zu lesen, schlägt aber zu sehr in die Kerbe „Ep. IV und V sind das wahre Star Wars, danach hat GL sein eigenes Konzept verraten“; solche Diskussionen kennt man m.E. aber zu Genüge, und die Artikel auf der Website geben mir im Gegenteil eher den Eindruck, dass GL als Filmemacher gar nicht so dumm ist, wie manche glauben…)

    Was ich mir für Deinen Blog noch wünschen würde, wäre eine Übersicht über die neuesten Kommentare – hin und wieder werde ich vielleicht einen älteren Artikel kommentieren, und es ist dann doch etwas mühsam, sich zum entsprechenden Artikel durchzuklicken um zu sehen, ob Du (oder jemand anderes) geantwortet hat.
    Ansonsten ein Lob für Deinen Blog: Mir gefällt Deine analytische und gelassene Herangehensweise an Filme und Comics, auch bei denen, die Dir nicht zusagen (wie eben hier bei einigen SW-Filmen) – Fanboy-Diskussionen, wie sehr George Lucas durch die Special Edition die Kindheit ruiniert hat, gibt es beileibe genug und verderben mir einfach den Spaß am Franchise. Auch gut gefällt mir Dein Ansatz, in Deinen Reviews absichtlich keine Endnote zu vergeben.

  2. Vielen Dank, derart lobende Kommentare (insbesondere lange und ausführliche) liest man natürlich besonders gerne 😉 Und wie du siehst, wenn du an den rechten Rand der Startseite schaust, habe ich deinen Rat auch sofort beherzigt.
    Zu Episode III: Bei den angesprochenen Kritikpunkten stimme ich durchaus zu, ich rate dabei jedem, sich Matthew Stovers Romandaption von „Die Rache der Sith“ zu Gemüte zu führen, welche den Filmen wirklich übertrifft (bei Romandapationen zu Filmen durchaus eine Seltenheit) und gerade in dieser Hinsicht sehr viel Tiefe hinzufügt (falls du das nicht schon getan hast;-)). Stover verändert den Fokus doch stark und konzentriert sich vor allem auf die Charaktere und deren Innenleben. So ist zum Beispiel die erste Hälfte der Geschichte weitaus ausführlicher geschildert als die zweite, manches, wie zum Beispiel die Schlacht um Kashyyyk wird lediglich am Rande erwähnt, und stattdessen sind u.a. die Szenen die quasi die Gründung der Rebellion behandeln, stärker miteingebaut (das Review zu diesem, meiner Meinung nach besten Star-Wars-Roman kommt auch noch früher oder später, ich plane die sog. „Dark Lord Trilogie“ – „Labyrinth des Bösen“, „Rache der Sith“ und „Aufstieg des Darth Vader“ in Angriff zu nehmen, wenn ich die restlichen beiden Darth-Bane-Bände abgearbeitet habe).

    1. Stefan Kraft

      Danke für die Ansicht der neuesten Kommentare. 🙂
      Zugegeben, den Roman habe ich (noch?) nicht gelesen – auch wenn mich „Star Wars“ doch ziemlich fasziniert, gebe ich mein Geld meist für Disney-Comics aus (so z.B. die Don-Rosa-Collection).
      Über den Roman habe ich mich natürlich trotzdem ein wenig auf der Wookieepedia informiert – interessant, dass der Roman teilweise sogar vom Film in bestimmten Kleinigkeiten abweicht (so ist der Kampf Sidious vs. Jedi im Buch länger, auch unterscheidet sich der Kampf Yoda vs. Palpatine), obwohl Lucas laut Stover wohl selbst den Roman gegengelesen und einiges verändert hat.
      Jetzt kann man natürlich einwerfen, dass man gefälligst nicht den Roman zum Film lesen muss, um den Film voll zu verstehen bzw. voll zu schätzen. Dein Ansatz, Film und Buch zu kombinieren, ist aber trotzdem nicht uninteressant. Und wie bereits angedeutet, gefällt mir Anakins Fall eben ganz gut (im Kino war ich damals sogar eher positiv überrascht, was der Auslöser war, Anakin in Verzweiflung zu stürzen und ihn dazu zu bringen, sich der Dunklen Seite hinzugeben) – nur etwas länger hätte es eben sein sollen. Aber genug davon. 😉
      Planst Du eigentlich auch ein Review der Hörspiele von „Labyrinth des Bösen“ und „Aufstieg des Darth Vader“?

  3. In gewissem Sinne – ich plane die Hörpsielreviews in meine Buchreviews von „Labyrinth“ und „Dark Lord“ zu integrieren, bietet sich ja irgendwie an 😉
    Nebenbei: Schon mitbekommen, dass dieses Jahr auch Timothy Zahns Thrawn-Trilogie von Oliver Döring als Hörspiel umgesetzt wird?
    Bei Don Rosa ist das natürlich sehr verständlich, aber gerade die SW-Romane von Stover lohnen sich wirklich. Zur Zeit gibt es auch eine recht billige Ausgabe für rund zehn Euro, die nicht nur den Episode III-Roman enthält, sondern auch die zu Episode I und II. Beide Romane reichen nicht an Stovers „Die Rache der Sith“ heran, aber sind trotzdem noch sehr gute Umsetzungen und durchaus lohnenswert.

  4. Stefan Kraft

    Ja, das mit der Thrawn-Trilogie habe ich auf SWU mitgekriegt. Zugegebenermaßen kenne ich die drei Thrawn-Romane so gut wie nicht (ich habe mal bei uns in der Stadtbibliothek einen Blick in die Comicumsetzung geworfen). Ich bin aber am Überlegen, ob ich statt der Romane „Labyrinth“ und „Dark Lord“ nicht gleich die Hörspielfassung kaufen soll… Und 10 € für drei Romane sind ja nicht schlecht. Mal schauen. (Ja, was Kaufentscheidungen angeht, bin ich manchmal wirklich sehr konservativ. 😉 )

  5. Illuminat

    Da ich die Filme im laufe des Jahres mal wieder gesehen habe (Prequels Anfang des Jahres, Originale Anfang Mai bei einem Kinomarathon), poste ich mal meine Rangliste samt Punktwertung:

    Episode 4 = 8/10
    Episode 5 = 8/10
    Episode 2 = 7/10
    Episode 3 = 7/10
    Episode 6 = 7/10
    Episode 1 = 6/10

    1. Tja, so gehen die Meinungen auseinander – für mich ist Episode 4 eindeutig der schwächste Film der OT, während „Die Rache der Sith“ weit über die anderen beiden Prequels hinausragt (prinzipiell ist für mich mehr Palpatine immer wichtiges Kriterium). Die oben stehenden Kritiken stimmen zwar in der Essenz noch, für mich heute sind sie allerdings inzwischen viel zu knapp. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal neue.

      1. Illuminat

        Episode 4 ist allein deshalb schon besser als Episode 6, da letzterer seine Handlung im groben bloß von ersterem kopiert und zusätzlich gibt es einige Sachen, die zusätzlich Schaden anrichten. Die Ewoks und teilweise auch der Jabba-Abschnitt lassen das ganze etwas zu sehr nach nem Kinderfilm aussehen. Auch war es echt keine gute Entscheidung, Leia zu Lukes Schwester zu machen und es auch noch so hinzubiegen, dass sie sich an die Mutter erinnern kann, Luke aber nicht. Denn wäre es wirklich eingetroffen, dass die Mutter überlebt und Leia sich dadurch an die erinnern kann, wieso durfte sie dann bei ihr bleiben, während Luke verstoßen wurden wäre, von einem gewissen Standpunkt aus? Und was das ganze noch übler macht: während Leia im Luxus aufwächst und dazu bestimmt mehrmals in einem riesigen Saal zusammen mit Senatoren, Gouverneuren und dem Imperator Speisen von königlicher Qualität zu sich nimmt, muss Luke in der Zwischenzeit im Wüstenkaff rumgammeln. Einfach nur klasse! Und wer soll sie noch ausbilden, falls Luke fällt? Yoda meinte doch, dass Luke der letzte ist, sobald Yoda hinüber ist.

        Und besser als Episode 5 finde ich ihn deswegen, weil Episode 4 ein komplett heller Film ist, während Episode 4 zwar dunkler ist, aber immer noch weit entfernt von düster. Für mich sind düstere Filme unter anderem Alien, Blade Runner, The Crow und Dark City. Außerdem geht mir 3PO teilweise einfach nur auf die Nerven darin. Wäre Episode 5 von der Stimmung her so wie einer von den genannten Kandidaten und wäre 3PO zumindest so drauf wie in Episode 6, so wäre Episode 5 der beste, aber so ist es Episode 4.

        Episode 2 finde ich von den Prequels deshalb am besten, weil ich die Grundhandlung am interessantesten finde. Außerdem finde ich den insgesamt am stimmigsten von den Prequels. Bei Episode 3 zieht schon der Anfang den Film runter, der 3PO in Episode 2 ziemlich alt aussehen lässt (auch das ist einfach nur grauenhaft) und dazu wirkt Episode 3 in der ersten Hälfte zu langatmig und in der zweiten zu gehetzt. Das liegt eben daran, dass Lucas sich mit den ersten beiden Episoden zu viel Zeit mit Nebensächlichkeiten ließ, während erst in Episode 3 das kam, was die alten Fans von Anfang an wollten und was wegen der kurzen Zeit, die noch blieb, nun Schlag auf Schlag kommen musste.

        Und zu der Sache, dass Episode 3 deswegen soviel besser ist, weil es mehr Palpatine gibt, wird nicht jeder zustimmen. Denn es wird einige geben, die dazu nur sagen, dass Lucas ihn ein Schwert führen, obwohl er es später als Jedi-Waffe bezeichnet und ihn dazu der Lächerlichkeit preisgibt, als er später anfängt, total überdreht zu lachen.

        Ich hab übrigen nochmal nachgedacht und werte die alten nun niedriger. Schon vorhin waren mir die 8/10 bei den ersten beiden zu hoch mittlerweile, denn mittlerweile halte ich die alten für ziemlich überbewertet. Hier nun die neuen Wertungen:

        Episode 4 = 7/10
        Episode 5 = 7/10
        Episode 2 = 7/10
        Episode 3 = 7/10
        Episode 6 = 6/10
        Episode 1 = 6/10

      2. „Ich hab übrigen nochmal nachgedacht und werte die alten nun niedriger. Schon vorhin waren mir die 8/10 bei den ersten beiden zu hoch mittlerweile, denn mittlerweile halte ich die alten für ziemlich überbewertet. Hier nun die neuen Wertungen:“

        Exakt aus diesem Grund vergebe ich hier keine Sterne, Punktwertungen oder Daumen. Punktewertungen können innerhalb weniger Stunden schon schwanken, Lob und Kritikpunkte und Endurteil dagegen bleiben normalerweise zumindest halbwegs konstant und gültig, selbst wenn der Ausgleoich ein wenig schwankt.

        Zu deinen Gründen: Kann ich durchaus nachvollziehen, zumindest teilweise, geht mir aber nicht so. Die Plot-Wiederverwertung in Episode VI finde ich auch nicht so toll, dafür finde ich aber Inszenierung und Regieführung gelungener, Jabbas Palast stört mich nicht mehr als die Jawas und das Rumhängen auf Lukes Farm und die Ewoks werden für mich durch Palpatine, die grandiose Raumschlacht und die gesamten Szenen auf dem zweiten Todesstern ausgeglichen. Lukes Familienverhältnisse stören mich da ehrlich gesagt auch weniger.
        Was die Düsternis in Episode 5 angeht: Hat für mich exakt die richtige Abstufung, um sich nicht zu weit vom Vorgänger zu entfernen, aber doch genug, um das Ganze interessanter und emotionaler zu machen.
        Bei Episode II zieht Anakin/Padmé alles andere für mich runter.

        „Und zu der Sache, dass Episode 3 deswegen soviel besser ist, weil es mehr Palpatine gibt, wird nicht jeder zustimmen.“

        Ich zwinge niemanden dazu, zuzustimmen, das ist meine ganz persönlich Meinung, weil Palpatine meine Lieblingsfigur ist und das praktisch sein Film ist. Was die Jedi-Waffe angeht, die Sith verwenden Lichtschwerter in erster Linie, um die Jedi zu verhöhnen.

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